Gold nach Eröffnung der US-Börsen deutlich unter Druck geraten




23.11.21 09:11
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Konnte sich Gold (ISIN: XC0009655157, WKN: 965515) gestern während des europäischen Handels noch behaupten, geriet das Edelmetall nach Eröffnung der US-Börsen deutlich unter Druck, so Markus Bußler von "Der Aktionär".

Der Goldpreis sei nicht nur unter die Unterstützung bei 1.835 Dollar gerutscht, sondern habe auch die 1.815 Dollar zum Handelsende nicht verteidigen können. Am Ende hätten es die Bullen noch mit Mühe und Not geschafft, die runde Marke von 1.800 Dollar zu halten. Die allgemeine Lesart: Die erneute Ernennung von Jerome Powell zum Vorsitzenden der US-Notenbank sei schuld gewesen.

Zuvor habe US-Präsident Joe Biden den jetzigen Vorsitzenden Jerome Powell in seinem Amt als Vorsitzender der Federal Reserve bestätigt. Damit stehe Powell der Notenbank für weitere vier Jahre vor. Lael Brainard, die ebenfalls als neue Vorsitzende gehandelt worden sei, werde Vize-Vorsitzende. Wäre Brainard zur Vorsitzende gewählt worden, so wären die Zinsen wohl noch länger niedrig geblieben - das zumindest sei das gewesen, womit der Markt gerechnet habe. Powell müsse jetzt zwar noch vom Senat bestätigt werden. Da dieser aber - wenn auch knapp - von den Demokraten bestimmt werde, dürfte das eher eine Formsache sein. Als Reaktion auf die Powell-Wiederernennung seien sowohl der Dollar als auch die Renditen der US-Staatsanleihen gestiegen. Die Verlierer seien die Edelmetalle als auch die Hightech-Werte gewesen.

Bisweilen würden Börsen relativ emotional reagieren. Das sei in diesem Fall geschehen. Die FED-Politik werde sich kaum ändern, egal, wer den Vorsitz habe. Auch unter Powell seien die vergangenen Jahre nicht gerade durch ein Zinserhöhungsfeuerwerk gekennzeichnet gewesen. Zudem entscheide Powell nicht alleine über den Kurs der Zinsen in den USA. Anders ausgedrückt: Auch für die Zukunft dürften Anleger mit einer eher vorsichtigen Notenbank rechnen, die sich langsam an Zinsanhebungen herantasten werde. Wer sich die vergangenen Jahre seit der Finanzkrise ansehe, der erkenne: Jeder Versuch aus der ultralockeren Geldpolitik auszusteigen, habe sich rasch ins Gegenteil verkehrt. Die Chancen stünden gut, dass es auch dieses Mal so sein werde. (23.11.2021/ac/a/m)





 
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