Gold: Die Bären bleiben im Spiel




09.09.21 15:45
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Der Goldpreis kämpft darum, die 1.800-USD-Marke, die in dieser Woche unterschritten wurde, zurückzugewinnen, so Markus Bußler vom Anlegermagazin "Der Aktionär".

Derweil würden die Analysten der Société Générale allmählich die Geduld mit dem Edelmetall verlieren. Der Goldpreis habe es in den vergangenen Wochen trotz eines Umfelds von steigender Inflation und niedrigen Realzinsen nicht geschafft, ein neues Momentum zu entwickeln, würden die Analysten in ihrem jüngsten Report schreiben.

"Wir sind auf kurze Sicht immer noch leicht positiv gestimmt, da wir davon ausgehen, dass die Geld- und Fiskalpolitik sehr akkommodierend bleiben wird. Unsere Überzeugung beruht jedoch hauptsächlich auf unserer Erwartung, dass die Abflüsse aus den börsengehandelten Fonds aufhören werden und wir bis zum Jahresende einige moderate Zuflüsse sehen werden", so die Analysten der französischen Großbank. Die Investitionsnachfrage sei ein entscheidender Faktor, der den Goldpreis belaste. Seit dem Höchststand im Oktober 2020 hätten die mit Gold unterlegten börsengehandelten Produkte (ETPs) Abflüsse von 364 Tonnen verzeichnet. "Allein im Jahr 2021 haben wir Abflüsse von 244 Tonnen gesehen. Angesichts positiver Wirtschaftsdaten und insbesondere positiver Arbeitsmarktdaten scheinen sich die Marktteilnehmer auf die Aussicht auf eine früher als erwartete Zinserhöhung zu konzentrieren. Und obwohl die realen Zinssätze immer noch negativ sein dürften, würde jedes Anzeichen dafür, dass sie schneller positiv werden könnten, die Investitionsströme wirklich dämpfen", so die Analysten.

Mit Blick auf das kommende Jahr habe die Bank ihr Basisszenario bekräftigt, wonach der Goldpreis im Jahresdurchschnitt bei etwa 1.750 USD je Unze liegen werde. Die Bank sehe allerdings gute Chancen, dass der Goldpreis im nächsten Jahr über 2.000 USD steigen werde. "Das wirtschaftliche Abwärtsszenario unserer Ökonomen, das sich aus COVID-19 ergibt, wäre immer noch moderat bullish für Gold und könnte immer noch eines der wichtigsten Aufwärtsrisiken sein, aber es gibt auch andere Risiken, die den Goldpreis nach oben treiben könnten", so die Analysten. So könnte die massive Liquidität, die zur Unterstützung der Weltwirtschaft in die Finanzmärkte gepumpt werde, eine neue Schuldenkrise auslösen.

Die Bullen seien frustriert und hätten es einmal mehr nicht geschafft, den Goldpreis über die 1.840-USD-Marke zu treiben. Damit würden die Bären im Spiel bleiben. Das Abwärtsrisiko in Richtung 1.680 USD bleibe damit bestehen. (09.09.2021/ac/a/m)







 
 
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