Gold: 1.800-Dollar-Bereich bald im Blick?




06.04.21 15:22
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Gold (ISIN: XC0009655157, WKN: 965515) kann sich weiter erholen, so Markus Bußler von "Der Aktionär".

Das Edelmetall habe die 1.700-Dollar-Marke bereits in der vergangenen Woche zurückerobert und die Bullen würden mittlerweile wieder mit der Marke von 1.750 Dollar liebäugeln. Würden es die Bullen schaffen, die Notierung über 1.750/1.760 Dollar zu treiben, dann rücke tatsächlich wieder der 1.800-Dollar-Bereich in den Blick. Hier würde sich das Chartbild deutlicher aufhellen.

Wenn es nach John Feeney von Guardian Vaults gehe, dann habe Gold die beste Zeit noch vor sich. Seiner Ansicht nach könne Gold sogar gemeinsam mit der Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen nach oben klettern, sobald die Inflation einsetze. "Einer der Hauptgründe für die Goldnachfrage ist die Absicherung gegen die Inflation", habe John Feeney, Business Development Manager bei Guardian Vaults, gegenüber Kitco News gesagt. "Inflation entsteht normalerweise nach einem schnellen Anstieg der Geldmenge. Das ist genau das, was wir im Jahr 2020 gesehen haben - eine noch nie dagewesene Ausweitung der Geldmenge weltweit im letzten Jahr."

Bislang habe Gold in diesem Jahr eine schlechte Performance gezeigt, da die Renditen der US-Staatsanleihen gestiegen seien, was den US-Dollar nach oben und das gelbe Metall nach unten getrieben habe. Aber das bedeute nicht, dass diese Korrelation für Gold dauerhaft sei, so Feeney. "Es gibt kein ökonomisches Gesetz, das besagt, dass Anleiherenditen und Gold nicht gleichzeitig steigen können", habe er gesagt.

Schon in den 1970er Jahren seien Renditen von Staatsanleihen und Gold Hand in Hand gestiegen. "Von 1972 bis 1982 stieg die Rendite der zehnjährigen US-Treasuries von 6 auf 15 Prozent, der Leitzins der Federal Reserve stieg von 5 auf 20 Prozent, und Gold stieg im gleichen Zeitraum von 50 Dollar pro Unze auf über 650 Dollar. Das sind über 1.000 Prozent Rendite für Gold in Dollar trotz des dramatischen Anstiegs der Zinssätze und Anleiherenditen." Seiner Ansicht nach könne sich der Goldpreis in den kommenden fünf Jahren verdoppeln.

Tatsächlich preise der Anleihemarkt aktuell eine steigende Inflation ein, der Goldmarkt nicht. Bedenke man die klaren Aussagen der FED bezüglich der Inflation und ihr viel Spielraum zu lassen gepaart mit dem Basiseffekt, den es geben werde, dann spreche viel dafür, dass der Anleihemarkt recht habe und der Goldmarkt nachziehen werde. Das wiederum spreche für (deutlich) steigende Edelmetallnotierungen, sobald die Inflation ihr Gesicht zeige. (06.04.2021/ac/a/m)







 
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