Erweiterte Funktionen


Globaler Ölmarkt wird noch immer von einem Überangebot dominiert




14.02.18 14:38
DekaBank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Der Preisrutsch bei Rohöl seit Anfang Februar sorgte dafür, dass die Ölpreise sich wieder den Niveaus angenähert haben, die mit den Fundamentaldaten am Ölmarkt besser im Einklang stehen, so die Analysten der DekaBank.

Übertriebene Ölpreise nahe 70 US-Dollar hätten sich erwartungsgemäß nicht lange halten können. Die US-Bohraktivität sei angestiegen und die Ölförderung in den USA habe in der ersten Februarwoche die magische Marke von 10 Mio. Barrels pro Tag geknackt. Dass die OPEC-Länder ihre Ölproduktion im Januar nicht weiter gedrosselt hätten, sei für die Marktbereinigung nicht hilfreich gewesen. Sollte die stärkere Risikowahrnehmung an den Finanzmärkten in den kommenden Wochen anhalten, könnten die Ölpreise weiter nachgeben. Denn die spekulativ orientierten Ölmarktteilnehmer seien nach wie vor sehr einseitig positioniert, was bei einer weiteren Stimmungseintrübung den Ölpreisrückgang verstärken könnte.

Der globale Ölmarkt werde noch immer von einem Überangebot dominiert. Daher halte sich der Ölpreis seit geraumer Zeit auf einem relativ niedrigen Niveau. Das Überangebot werde jedoch langsam abgebaut. Die OPEC-Mitglieder und einige Nicht-OPEC-Länder hätten sich darauf geeinigt, von Januar 2017 bis Ende 2018 ihre Ölförderung zu drosseln. Derweil steige die globale Ölnachfrage weiterhin moderat. Diese Konstellation führe dazu, dass die laufende Rohölproduktion seit einiger Zeit im Durchschnitt etwas niedriger sei als die Nachfrage. Der Abbau der hohen Lagerbestände schreite im Prognosezeitraum aber nur langsam voran. Denn die Auswirkungen der vereinbarten Produktionskürzung zwischen den OPEC- und den Nicht-OPEC-Ländern seien nur vorübergehender Natur. Hinzu komme, dass US-Präsident Trump die Förderung von fossilen Energieträgern in den USA unterstütze. Dies spreche dafür, dass die US-Fracking-Produktion nur noch durch den Wirtschaftlichkeitsaspekt begrenzt werde. Und die Kosten der unkonventionellen US-Ölförderung seien in den vergangenen Jahren massiv gesunken. Trotz der niedrigen Ölpreise würdeen die USA ihre Förderung und damit das Ölangebot ausweiten und hierdurch das Potenzial für Ölpreisanstiege begrenzen. Die mittelfristige Ölpreisentwicklung werde maßgeblich von den Produktionskosten der US-Fracking-Unternehmen beeinflusst und in diesem Bereich sei der technische Fortschritt enorm. Die Preissetzungsmacht der OPEC am Ölmarkt sei also sehr gering. Daher dürfte sich Rohöl im Prognosezeitraum bis Ende 2019 nicht nennenswert verteuern. Die Analysten der DekaBank würden mittelfristig mit Ölpreisen im Schnitt um 55 bis 60 US-Dollar je Barrel rechnen. (14.02.2018/ac/a/m)





 
 
Aktien des Tages
  


Mit der Anmeldung für den Newsletter "Aktien des Tages" stimme ich dem gleichzeitigen Erhalt des "GeVestor täglich" unseres Partners GeVestor zu.


Mit der Anmeldung für den Newsletter "Aktien des Tages" stimme ich dem gleichzeitigen Erhalt des "Investors Daily" unseres Partners FID Verlag zu.



Aktien des Tages
  


Mit der Anmeldung für den Newsletter "Aktien des Tages" stimme ich dem gleichzeitigen Erhalt des "GeVestor täglich" unseres Partners GeVestor zu.


Mit der Anmeldung für den Newsletter "Aktien des Tages" stimme ich dem gleichzeitigen Erhalt des "Investors Daily" unseres Partners FID Verlag zu.

RSS Feeds




Bitte warten...