Erweiterte Funktionen


Globale Wachstumsperspektiven bleiben aufwärts gerichtet




19.02.21 14:57
National-Bank AG

Essen (www.aktiencheck.de) - Die globalen Perspektiven bleiben aufwärts gerichtet - das lässt sich auch an der Entwicklung der internationalen Kapitalmärkte derzeit klar ablesen: Vor allem die US-Indices - aber auch etwa der MSCI-World insgesamt - verweisen klar wie selten darauf, dass die Kapitalmärkte die Pandemie bereits weitestgehend ad acta gelegt haben, so die Analysten der National-Bank AG.

Sowohl die Projektionen des IWF als auch die der Weltbank würden dieses Bild aus der fundamentalen bzw. makroökonomischen Perspektive stützen: Die Weltwirtschaft insgesamt werde voraussichtlich bereits ab dem Sommer 2021 ihr Ausgangsniveau vom Jahresende 2019 wieder erreicht haben und ihren Expansionspfad dann fortsetzen können - gestützt von einer in der jüngeren Wirtschaftsgeschichte wohl beispiellos großzügig dimensionierten monetären Flankierung. Jenseits dieser aggregierten Betrachtungen sei allerdings auch zu konstatieren, dass sich die Entwicklung zumindest in den kommenden beiden Jahren weltweit erheblich stärker differenzieren dürfte: Die Länder, die der Pandemie entschieden entgegentreten seien, würden weniger unter den langfristigen Folgen zu leiden hätten, als diejenigen, wo sich die Stagnation weiter hinziehe. Würden die Unternehmen die Investitionen nicht nachholen, bleibe der Kapitalstock auf Dauer geringer. Dieser Effekt würde noch größer, falls in einem schwachen konjunkturellen Umfeld und einem zähen Verlauf der Pandemieeindämmung vielfach Unternehmen Insolvenz anmelden müssten, so dass die diesbezüglichen Produktionskapazitäten dadurch vernichtet würden. Insgesamt komme es also darauf an, so schnell es eben gehe wieder zur wirtschaftlichen Normalität zurückzukehren, so dass sich die gesamtwirtschaftlichen Lähmungs-Effekte nicht verhärten würden. Gerade in Europa müsste die Politik etwa in Form der EU-Kommission also eigentlich alles daran setzen, um die Verimpfung der Bevölkerung mit aller Macht und Entschiedenheit weiter voranzutreiben.

Mit Blick auf die Entwicklung in den maßgeblichen Industrienationen hätten sich derweil vor allem in den USA die Perspektiven weiter aufgehellt: Nachdem der US-Kongress bereits im Dezember 2020 ein Fiskalpaket im Volumen von über 900 Mrd. US-Dollar beschlossen habe, sei die US-Administration derweil im Begriff, weitere signifikante Maßnahmen auf den Weg zu bringen: Insgesamt dürfte mit Blick auf bzw. im Saldo der politischen Kräfteverhältnisse fast eine Billion US-Dollar an Fiskalhilfen auf den Wege gebracht werden können - genau zur rechten Zeit, um die US-Wirtschaft die Krise rasch überwinden zu lassen. Darüber hinaus hätten die Daten des Jahresschlussquartals die hohe Zuversicht im Lager der US-Unternehmen eindrucksvoll bestätigt: So hätten die jüngsten Zahlen zum BIP in vielen Bereichen und Segmenten der Ausrüstungsinvestitionen vom Niveau her den Sprung über das Vorkrisenniveau gebracht: Corporate America sehe die Pandemie als temporäre Belastung, der man vor allem mit Investitionen in Technologie begegnen könne!

Auch in Europa seien die Zahlen zum BIP insgesamt doch eine positive Überraschung gewesen: Der Rückgang gegenüber dem Vorquartal sei mit 0,7% weniger ausgeprägt gewesen als zuvor befürchtet worden sei. Aufgrund der Corona-bedingten Restriktionen dürfte das erste Quartal zwar erneut schwierig werden. Sinkende Fallzahlen dürften im Laufe der nächsten Wochen in zahlreichen Ländern zu Lockerungen führen. Diese sollten in Kombination mit einer sukzessive günstigeren Witterung zu einer spürbaren wirtschaftlichen Belebung im Sommerhalbjahr führen. Allerdings bestünden weiterhin erhebliche Risiken, vor allem mit Blick auf den weiter schleppenden Impfverlauf. In der Summe würden die Daten bzw. Frühindikatoren für Europa aber weiterhin darauf verweisen, dass die Wirtschaftsleistung erst im übernächsten Jahr ihr Vorkrisenniveau wieder erreichen könne. Im letzten Jahr habe der gesamtwirtschaftliche Produktionsrückgang bei 7,1 Prozent gelegen, für 2021 würden die Analysten der National-Bank AG einen Zuwachs um 4,5 Prozent erwarten. Damit werde das Vorkrisenniveau in der Eurozone voraussichtlich erst zum Jahreswechsel 2022/2023 erreicht. (19.02.2021/ac/a/m)





 
 
Aktien des Tages
  

Jetzt für den kostenfreien Newsletter "Aktien des Tages" anmelden und keinen Artikel unseres exklusiven Labels AC Research mehr verpassen.

Das Abonnement kann jederzeit wieder beendet werden.



Aktien des Tages
  

Jetzt für den kostenfreien Newsletter "Aktien des Tages" anmelden und keinen Artikel unseres exklusiven Labels AC Research mehr verpassen.

Das Abonnement kann jederzeit wieder beendet werden.

RSS Feeds




Bitte warten...