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Globale Aktienmärkte im Strudel schlechter Nachrichten gefangen




10.05.22 16:35
National-Bank AG

Essen (www.aktiencheck.de) - Es hat den Anschein, dass die globalen Aktienmärkte momentan in einem Strudel schlechter Nachrichten gefangen sind, so die Analysten der National-Bank AG.

Neben den ohnehin signifikanten Belastungsfaktoren der markanten Zinswende in den USA sowie des fortwährenden Krieges in der Ukraine würden nunmehr sukzessive die Auswirkungen der strengen Zero-Covid Politik der chinesischen Regierung auftreten. Immerhin würden sich 45 Städte in China mittlerweile in einem vollumfänglichen oder in einem teilweisen Lockdown befinden. Diese Städte würden ca. 40% der chinesischen Wirtschaftsleistung verkörpern.

Die strengen Corona-Maßnahmen würden inzwischen auch ihren Niederschlag in harten volkswirtschaftlichen Kennzahlen finden. So seien die Exporte Chinas im April auf den niedrigsten Stand seit zwei Jahren gefallen. Diese hätten nur um 3,9% im Jahresvergleich zugelegt, im März hingegen seien sie noch um 14,7% gestiegen. Bei den Importen sei im April kein Wachstum verzeichnet worden. Es zeige sich, dass die strengen Lockdowns in führenden Wirtschaftsmetropolen deutliche Auswirkungen auf die chinesische Wirtschaft und damit auch auf die Weltwirtschaft hätten, seien doch viele - gerade europäische Unternehmen - in hohem Maße abhängig von der Lieferung in China gefertigter Vorprodukte. Zu befürchten sei, dass sich die Folgen dieser äußerst restriktiven chinesischen Covid-Politik erst in den nächsten Wochen sukzessive zeigen würden. Diese negativen Implikationen würden neben der starken Verunsicherung, die im Unternehmenslager aufgrund des Ukraine-Kriegs herrsche, gerade im Hinblick auf die Energiesicherheit und die Auswirkungen auf die ohnehin schon strapazierten Lieferketten treffen.

Die Zahlen zur Berichterstattung des ersten Quartals würden diese Verunsicherung jedoch (noch) nicht zeigen. Nachdem im S&P 500 (ISIN: US78378X1072, WKN: A0AET0) ca. 90% Unternehmen berichtet hätten, stünden Umsatzzuwächse von 14,0% zu Buche, die Gewinne hätten um 7,8% zulegen können. Im EURO STOXX 50 (ISIN: EU0009658145, WKN: 965814) würden sich die Zuwächse auf 18,9% respektive 33,2% (Berichtsquote: 76%) belaufen, im DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) auf 7,0% bzw. 30,0% bei einer Berichtsquote von 50%. Die Ausblicke würden aber vage bleiben und so das hohe Maß an Unsicherheit verkörpern, welches momentan im Unternehmenssektor herrsche.

Aktien

Die Gemengelage an den globalen Aktienmärkten bleibe herausfordernd. Für die Aktienanlage spreche ihre Eignung als Inflationsschutz. Dies gelte zuvorderst für "Global Player" mit Preissetzungsmacht. Hingegen stünden gerade Technologiewerte mit ihrer hohen Zinssensitivität momentan nicht im Fokus der Anleger. Das werde nicht immer so bleiben, ein momentaner Einstieg erscheine den Analysten der National-Bank AG aber zu Beginn des Zinsanhebungszyklus als verfrüht. Die globalen Auswirkungen der Corona-Pandemie würden sukzessive weniger, die Situation in China lehre aber, dass die Pandemie alles andere als überwunden sei. Zusammenfassend würden die Analysten der National-Bank AG bei ihrer vorsichtigen und abwartenden Positionierung bleiben. (10.05.2022/ac/a/m)






 
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