Kolumnist: Claus Vogt

Glauben Sie, dass der Goldpreis manipuliert wird?




17.11.18 10:09
Claus Vogt

Liebe Leser,


die Frage, ob der Goldpreis manipuliert wird, scheint viele von Ihnen zu beschäftigen. Jedenfalls wurde mir diese Frage auch auf der Edelmetallmesse am vergangenen Wochenende wieder mehrmals gestellt.


Wer das Geschehen am Terminmarkt regelmäßig verfolgt, kann nur zu einer Antwort kommen: Ja, der Goldpreis wird ganz offensichtlich manipuliert. Es ist nämlich eine Tatsache, dass es am Goldmarkt schon seit vielen Jahren Auffälligkeiten gibt, die sehr deutlich auf Marktmanipulationen hinweisen.


Normale Verkäufer agieren marktschonend


Am auffälligsten sind immer wieder zu sehende große Verkaufsaufträge, die unlimitiert zu einer Zeit an den Markt gegeben werden, wenn dieser kaum liquide ist. Normale Verkäufer gehen so natürlich nicht vor. Sie sind stattdessen sehr bemüht, ihre Verkäufe möglichst marktschonend abzuwickeln, um einen guten Preis zu erzielen.


Wer anders vorgeht, hat ganz offensichtlich auch ein anderes Ziel. Er will mit seiner Verkaufsorder einen möglichst starken Preisrückgang bewirken.


Doch wer sollte das tun, wenn nicht Zentralbanker und Regierungen, die mit allen Mitteln den Bestand des Papiergeldsystems sichern wollen?


Stecken Zentralbanken hinter diesen Machenschaften?


Ich bin wenig empfänglich für Verschwörungstheorien. Deshalb habe ich erhebliche Zweifel, dass Zentralbanken hinter den Manipulationen stecken. Dass sie ein starkes Motiv haben, ist selbstverständlich richtig. Aber warum sollten sie ausgerechnet den kleinen Goldmarkt heimlich und konspirativ manipulieren? Wo sie doch völlig schamlos und im festen Glauben, das Richtige zu tun, beispielsweise die riesigen und volkswirtschaftlich so wichtigen Anleihenmärkte in aller Offenheit manipulieren und auch noch stolz auf diese Markteingriffe sind.


Wer propagandistisch in der Lage ist, dem Volk ausdrücklich verbotene Staatsanleihenkäufe als geldpolitisches Ei des Kolumbus zu verkaufen, der sollte kein Problem damit haben, die breite Öffentlichkeit von der „Notwendigkeit eines niedrigen Goldpreises“ zu überzeugen, wenn er das denn wollte.


Außerdem müsste es für eine solche Konspiration nach so vielen Jahren zahlreiche Mitwisser geben. Kaum zu glauben, dass sich darunter nicht jemand befinden sollte, der Beweise an die Öffentlichkeit trägt – sei es aus Idealismus, schlechtem Gewissen, Rache, Gewinnsucht, oder warum auch immer.


Gewinnerzielungsmotiv ist die naheliegende Erklärung


Es gibt eine sehr viel einfachere Erklärung für das auffällige Geschehen an den Terminmärkten: Mächtige Marktteilnehmer mit tiefen Taschen sowie besten Marktkenntnissen und Marktzugängen manipulieren die Kurse, um möglichst risikolos Gewinne einzustreichen. Wie genau das funktioniert, habe ich in meinem Börsenbrief Krisensicher Investieren schon im August 2015 ausführlich beschrieben, wie Sie in unserem Archiv nachlesen können.


Den Zentralbanken kommt dabei allerdings auch eine nicht unerhebliche Rolle zu, indem sie erst gar nicht den Versuch unternehmen, dieses offensichtliche Treiben zu unterbinden. Denn per Gesetz sind Marktmanipulationen ja verboten – wenn sie nicht von Zentralbanken vorgenommen werden.


Konspiration bei Bitcoin & Co.?


Im Unterschied zum Goldmarkt beschleicht mich jedoch bei Bitcoin & Co. der Gedanke an eine Konspiration. Je intensiver ich mich mit den Kryptowährungen befasst habe, desto stärker wurde dieser Eindruck eines möglichen Zusammenhangs zwischen dem staatlichen Wunsch nach einem Bargeldverbot und dem anonymen Auftauchen von Bitcoin. Mehr dazu lesen Sie auf knapp hundert Seiten in meinem neuen kleinen Buch „Bitcoin & Co. Was Sie über Geld, Gold und Kryptowährungen wissen sollten“. Erhältlich im Buchhandel oder auf unserer Homepage – aber ganz bewusst nicht bei Amazon.


Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende,


Ihr



Claus Vogt, Chefredakteur Krisensicher Investieren


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Claus Vogt, der ausgewiesene Finanzmarktexperte, ist zusammen mit Roland Leuschel Chefredakteur des kritischen, unabhängigen und konträren Börsenbriefs Krisensicher Investieren.


2004 schrieb er ebenfalls zusammen mit Roland Leuschel das Buch "Das Greenspan Dossier" und die „Inflationsfalle“. Mehr zu Claus Vogt finden Sie hier.






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