GfK: Einkaufslust statt Krisenfrust
09.02.12 15:09
aktiencheck.de EXKLUSIV
Nürnberg (aktiencheck.de AG) - Für das Jahr 2012 erwarten die Marktforscher der GfK bei den Ausgaben der deutschen Privathaushalte eine Zunahme um 1,0 Prozent, nach einem Plus von real um 1,5 Prozent im letzten Jahr.
Wie der GfK-Vorstandsvorsitzende Matthias Hartmann am heutigen Donnerstag erklärte, ist die Konsumlaune hierzulande dank der positiven Lage am Arbeitsmarkt deutlich stärker als bei den europäischen Nachbarn. Der stabile Arbeitsmarkt beflügelte in Deutschland die Hoffnung auf steigende Einkommen, ganz anders als im Rest Europas. In der Vergangenheit hätte man erwartet, dass die Deutschen in einer solchen Situation verstärkt sparen, um sich ein Sicherheitspolster für die befürchtete Wirtschaftsflaute zu schaffen. Angesichts historisch niedriger Zinsen und einem starken Vertrauensverlust in den Finanzmarkt sank die Sparneigung der Deutschen im letzten Jahr jedoch drastisch.
Im Gegenzug stieg die Anschaffungsneigung weiter und behauptete sich auf einem konstant hohen Niveau. Matthias Hartmann kommentiert: "Galten die Deutschen früher als Angstsparer, sind sie mittlerweile die Konsumoptimisten Europas. Sie investieren ihr Geld in werthaltige Anschaffungen wie Immobilien, Kraftfahrzeuge oder langlebige Gebrauchsgüter und kurbeln die Binnennachfrage kräftig an".
Die Entspannung am Arbeitsmarkt wirkt auch in diesem Jahr weiter nach. Entsprechend hoch sind die Erwartungen der Deutschen an die Einkommensentwicklung. Diese positiven Vorzeichen für den privaten Konsum werden allerdings durch die deutlich schlechteren gesamtwirtschaftlichen Prognosen gebremst. Aufgrund der schwächelnden Weltwirtschaft und der hierdurch sinkenden Exporte wird für das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr nur noch mit einem Anstieg von rund 0,6 (2011: 3,0) Prozent gerechnet. Auch scheint eine schnelle Lösung der Euro- und Staatschuldenkrise nicht in Sicht.
"Die GfK prognostiziert für das Jahr 2012 beim privaten Konsum einen realen Anstieg von 1,0 Prozent. Dank der anhaltend guten Lage am Arbeitsmarkt und der erwarteten Einkommenssteigerungen haben die deutschen Verbraucher Planungssicherheit für größere Anschaffungen. Der Vertrauensverlust in das Finanzsystem fördert zusätzlich den Trend zu werthaltigen Anschaffungen. Der private Konsum liefert damit einen stabilen Beitrag zur Konjunktur und verhindert ein Abgleiten in die Rezession", erläuterte Hartmann. (09.02.2012/ac/e/mb)
Wie der GfK-Vorstandsvorsitzende Matthias Hartmann am heutigen Donnerstag erklärte, ist die Konsumlaune hierzulande dank der positiven Lage am Arbeitsmarkt deutlich stärker als bei den europäischen Nachbarn. Der stabile Arbeitsmarkt beflügelte in Deutschland die Hoffnung auf steigende Einkommen, ganz anders als im Rest Europas. In der Vergangenheit hätte man erwartet, dass die Deutschen in einer solchen Situation verstärkt sparen, um sich ein Sicherheitspolster für die befürchtete Wirtschaftsflaute zu schaffen. Angesichts historisch niedriger Zinsen und einem starken Vertrauensverlust in den Finanzmarkt sank die Sparneigung der Deutschen im letzten Jahr jedoch drastisch.
Die Entspannung am Arbeitsmarkt wirkt auch in diesem Jahr weiter nach. Entsprechend hoch sind die Erwartungen der Deutschen an die Einkommensentwicklung. Diese positiven Vorzeichen für den privaten Konsum werden allerdings durch die deutlich schlechteren gesamtwirtschaftlichen Prognosen gebremst. Aufgrund der schwächelnden Weltwirtschaft und der hierdurch sinkenden Exporte wird für das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr nur noch mit einem Anstieg von rund 0,6 (2011: 3,0) Prozent gerechnet. Auch scheint eine schnelle Lösung der Euro- und Staatschuldenkrise nicht in Sicht.
"Die GfK prognostiziert für das Jahr 2012 beim privaten Konsum einen realen Anstieg von 1,0 Prozent. Dank der anhaltend guten Lage am Arbeitsmarkt und der erwarteten Einkommenssteigerungen haben die deutschen Verbraucher Planungssicherheit für größere Anschaffungen. Der Vertrauensverlust in das Finanzsystem fördert zusätzlich den Trend zu werthaltigen Anschaffungen. Der private Konsum liefert damit einen stabilen Beitrag zur Konjunktur und verhindert ein Abgleiten in die Rezession", erläuterte Hartmann. (09.02.2012/ac/e/mb)
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