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Gewitterwolken am Horizont: Kommt die nächste Korrektur?




12.06.18 10:54
LYNX Broker

Berlin (www.aktiencheck.de) - Dunkle Wolken hängen über den internationalen Finanzmärkten, so Sascha Sadowski vom Online-Broker LYNX.

Das Gefühl, dass etwas in der Luft liege, hätten derzeit viele Experten. Noch sei allerdings nicht klar, ob und wann das Unwetter tatsächlich losschlage oder ob es vielleicht doch nur für einen kurzen Schauer sorge. Ein Zeichen dafür könnte die Entwicklung des CBOE Volatility Index, kurz: VIX, sein. Der VIX sei seit einem kurzfristigen Ausschlag nach oben Ende Mai wieder deutlich gesunken und habe sich erst in den vergangenen Tagen wieder ein wenig stabilisieren können. Oft als "Angstbarometer" bezeichnet, spiegle der VIX die erwartete Volatilität des S&P 500 anhand der Optionspreise der letzten 30 Tage wider. Dabei verhalte er sich gegenläufig zum Verlauf des S&P 500. Würden sich die Aktienkurse in einer Rally nach oben befinden, sinke der VIX, wie bisher im Juni zu beobachten.

"Die amerikanischen Börsen haben sich bislang von den politischen Unruhen nicht übermäßig beeindrucken lassen. Zwar herrscht ein gesundes Maß an Vorsicht vor kritischen Ereignissen, aber das vorherrschende Gefühl ist doch der Optimismus," erkläre Sadowski. Trotzdem warne er vor Übermut: "Seien es die Zinsentscheidungen der FED und der EZB, der Handelsstreit mit den USA oder die Auswirkungen der Vereinbarung zwischen Nordkorea und den USA - gerade in dieser Woche gibt es viele Faktoren, die für Unsicherheit an den Börsen sorgen könnten. Sowohl der S&P 500 als auch der Dow Jones haben im Juni zwar deutlich zugelegt, allerdings darf man sich nicht darauf verlassen, dass das so weitergeht. Eine weitere Korrektur wie im Februar wird immer wahrscheinlicher je mehr die Märkte überhitzen."

Insbesondere das Treffen zwischen Trump und Kim Jong-Un sei mit Spannung erwartet worden. "Zwar ließen die Querelen zwischen Washington und Pjöngjang die Märkte bislang eher kalt, aber das könnte sich ändern, denn diesmal wird die Bedeutung der Verhandlungen deutlich höher gewichtet als in der Vergangenheit. So haben die USA bereits im Vorfeld deutliche Zugeständnisse angekündigt, wenn man sich auf eine vollständige und nachhaltige nukleare Abrüstung einigen könnte. Nun scheint das Treffen erfolgreich gewesen zu sein und eine entsprechende Vereinbarung ist unterzeichnet. Was genau das für die Märkte langfristig bedeutet ist schwer abzuschätzen, denn nun kommt es auf die Zuverlässigkeit der Vertragspartner an", erkläre Sadowski.

Aber auch die anstehenden Zinsentscheide der FED und der EZB könnten die Märkte in die eine oder andere Richtung drehen. Während in den USA eine weitere Anhebung des Leitzinses erwartet werde, stehe in der Eurozone die Frage im Vordergrund, ob die monatlichen Anleihenkäufe der EZB ein Ende finden würden.

"Das würde auch gleichzeitig das Ende der ultra-lockeren Geldpolitik in Europa bedeuten und damit könnten auch politische Probleme wie zuletzt in Italien die Märkte weit stärker beunruhigen als bisher. Bislang hat sich die EZB nicht auf einen Zeitrahmen für die Beendigung ihrer Politik des Quantitative Easing festgelegt, was von vielen Finanzexperten als ein Zeichen gesehen wird, dass das wirtschaftliche Wachstum in der Eurozone noch nicht so gefestigt ist wie erhofft. Dafür sprechen auch die zuletzt schwächeren Zahlen", führe Sadowski aus. In den USA hingegen würden Experten die Gefahr sehen, dass die Zinsen zu schnell steigen und damit der Entstehung einer Rezession Vorschub leisten würden.

Es gebe also viele Faktoren, die die Märkte in dieser Woche beflügeln oder belasten könnten. Einen nachhaltigen Abschwung befürchte Sascha Sadowski zwar nicht, dafür stünden sowohl die europäische als auch die amerikanische Wirtschaft auf zu stabilen Füßen. Eine Korrektur wie zuletzt im Februar sei aber durchaus ein realistisches Szenario, auf das sich Anleger einrichten sollten. (12.06.2018/ac/a/m)







 
 
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