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Kolumnist: Feingold-Research

Geld sparen kann einfach sein




27.09.20 13:52
Feingold-Research

Die deutsche Brokerlandschaft verändert sich dramatisch. Nach Vorbild der USA wollen Newcomer die etablierten Adressen ablösen. Für Anleger liegt darin bares Geld, wenn man auf die Qualität achtet.




Das Frühjahr 2020 war für aktive Anleger das sprichwörtliche Wechselbad der Gefühle. Nicht nur am Aktienmarkt ging es höchst volatil zu, auch die deutschen Onlinebroker zeigten sich ausgesprochen schwankend in ihrer Leistung. Totalausfälle bei der Comdirect-Tochter Onvista und erhebliche Handelsprobleme bei Neuling TradeRepublic sorgten dafür, dass sich diese beiden Adressen beim Wandel in der Welt des Online-Brokerage erst einmal ganz hinten anstellen müssen.




Auch die DKB präsentierte einen miserablen Job während beim Broker Flatex, immerhin neuer Sponsor bei Borussia Mönchengladbach, die Bafin anklopfte. Hintergrund waren die sich häufenden Beschwerden von Kunden, die Flatex vorwerfen, im Falle eines Wechsels zu einem anderen Broker die Übertragung des Depots zu verzögern.


All dies fällt in eine Zeit, da in den USA de facto kostenfrei getradet werden kann und Adressen wie Robinhood eine ganz neue Rolle einnehmen. Gratis handeln ist aber auch in Deutschland möglich und kann mit Qualität einhergehen. So machte eToro in der Corona-Krise einen sehr guten Job und überzeugte mit stetiger Preisstellung ohne nennenswerte Ausfälle während die Konkurrenz von SBroker, Comdirect und Flatex kollabierte wie das Portal finanz-szene berichtete.




Anders als bei der Brexit-Entscheidung vor einigen Jahren konnte auch die Consorsbank ihr System stabiler aufstellen und war zeitweise an ihren Limits, überzeugte insgesamt aber. Der Onlinebroker Smartbroker tat sich unter den Newcomern in den letzten Monaten sehr positiv hervor. Vor allem auf der Aktienseite steigerte man den Umsatz beim Handel deutlich und kann die Qualität offenbar halten.  Bei Fonds- und ETF-Sparplänen ist Smartbroker mittlerweile sogar Preisführer und hat alte Hasen wie ING überholt, die kostenseitig wie auch in der Betreuung der Kunden stehengeblieben wirken. Jahrelang war ING beim Service vorne dabei, ist nun aber beim Mix aus Preis und Qualität zurückgefallen.




Für aktive Kunden wie auch für jene, die sich auf Sparpläne oder gelegentliches Aktien handeln konzentrieren, ist die Quintessenz des Jahres 2020, dass man die neuen Broker sehr ernst nehmen sollte und vor allem eine Menge Geld sparen kann. Die Qualität des Handels zeigt sich immer dann, wenn es am Markt brennt. Der nächste heiße Tag könnte der erste Handelstag nach der Wahl oder Abwahl Donald Trumps werden. Halten die Systeme der Gewinner des Jahres 2020 wie Smartbroker oder eToro stand, dann dürften sich die Marktanteile weiter verschieben. Hin zu jenen, die günstige Preise mit qualitativem Handel verbinden. Denn in volatilen Phasen zeigt sich, wer seinen Laden im Griff hat. Dies ist am Aktienmarkt nicht anders.



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