Kolumnist: Miningscout.de

GOLD – Das erschreckend düstere Weltbild




16.12.20 14:54
Miningscout.de

Exotische Rhythmen ums goldene Kalb

Das Weltfinanzsystem steht vor dem totalen Zusammenbruch – und mit ihm in der Folge dann auch die Globalökonomie. Klar, das klingt alarmierend – reflektiert aber die Sicht einiger Vordenker. Bisher haben Politiker versucht, das totale Ausmaß des ökonomischen und ökologischen Bebens auf dem Planeten Erde weitgehend zu verschweigen und auf Optimismus zu machen. Aber manchmal versprechen sie sich dann auf höchster politischer Ebene und plaudern Teile der Wahrheit aus. So jetzt z.B. die bundesdeutsche Kanzlerin Angela Dorothea Merkel, die sich mit Blick auf das Thema Schulden zuletzt „outete“. Ob bewusst oder unbewusst, sei dahingestellt. Deutschland nimmt zur Bewältigung der Corona-Krise und ihrer Folgen Milliarden Euro in die Hand. Milliarden, die nicht verfügbar sind, sondern kreiert werden (synthetisch). Gold-Fans jubeln!


Afro-Tänze in Ruanda – Das Hoffen auf steigende Goldpreise – Foto: Udo Rettberg

Die Schuldenlast von Staaten, Unternehmen der Wirtschaft und Privatpersonen schießt kräftig in die Höhe – weltweit. Die Physikerin Angela Merkel macht deutlich, dass Firmenpleiten und Massenarbeitslosigkeit ohne finanzielle staatliche Unterstützung verheerend wären, noch verheerender als das aktuell bereits der Fall ist. Aber immerhin – es scheint als seien sie in Berlin und anderen politischen Schaltzentralen aufgewacht – endlich. Die aktuelle Hilfe könne nicht endlos fortgeführt werden, sagt die Frau aus der Uckermark im gleichen Atemzug. Sie an – eine späte Erkenntnis. Am Goldmarkt hat man all das zur Kenntnis genommen – aber hier wusste man es längst.


Vor den Haushaltsberatungen im Bundestag stimmte Merkel darauf ein, dass die enormen öffentlichen Hilfen in der Corona-Krise weniger werden müssen. „Das aktuelle Maß an Unterstützung kann nicht endlos fortgesetzt werden“, so Merkel im Video-Podcast. Alle, so ihr Hinweis, hätten jetzt große Verantwortung. „Bund, Länder und Kommunen müssen gut und konstruktiv zusammenarbeiten, um die Pandemie und ihre Folgen bestmöglich zu meistern.“ Hey Äääääääntschie – das sind wahrlich wahre Worte. Frage: Aber habt ihr den Schuldenwahnsinn nicht bereits vor vielen vielen Jahren – nämlich mehr als einem Jahrzehnt – begonnen, als Corona für die Politik noch kein aktuelles Thema war??? Klar – Ihr in Berlin habt ….,,,.


Auch immer mehr Analysten sprechen Klartext und tendieren mit ihren Meinungen in meine Richtung. Es sei nicht zu übersehen, dass der Haushalt in eine immer größere Schieflage geraten ist, heißt es bei der Deutschen Bank. Die Ökonomen der Bank schließen sich meiner bereits vor Monaten geäußerten Frage an, ob dem Kredit- und Schuldenrausch (dem Abheben in die ökonomische Traum- Hemisphäre) schon bald der Schuldenkater folge. Ich bin davon überzeugt. Auch wenn es richtig war, Corona-Hilfszahlungen weiter zu lockern und um außerordentliche Hilfen zu ergänzen, muss jetzt nach DB-Meinung gleichzeitig verhindert werden, über das Ziel hinauszuschießen.


„Um den absehbaren Konsolidierungsdruck in Grenzen zu halten, müssen alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, die fiskalischen Ressourcen über einen effizienteren Mitteleinsatz zu schonen“, so die Forderung der Bank, die indes inzwischen ein Schatten ihrer selbst ist. Auf die neue Bundesregierung dürften schwere Herausforderungen zukommen, wird gemutmaßt. Die neue Regierung müsse es letztlich schaffen, die öffentlichen Finanzen wieder auf ein tragfähiges Fundament zu stellen, ohne dabei der Wirtschaft über noch höhere Steuer- und Beitragsbelastungen die Luft zum Atmen zu nehmen. Ein großer Kassensturz nach der Bundestagswahl im nächsten Herbst wird wohl unausweichlich.


Aber schlimm – ja fast katastrophal – sieht es aktuell nicht nur um Deutschland und die USA aus. Vielmehr existieren in der gesamten Welt in vielfacher Hinsicht gigantische finanzielle und ethisch- moralische Defizite – sowohl ökonomisch, sozial, in Fragen der Zusammenarbeit, des Zusammenhalts und des Vertrauens sowie nicht zu vergessen auch bei Fragen der ökologischen Zukunft des Planeten Erde. Und wer glaubt, dass das Vertrauen in die US-Wirtschaft und in den Dollar nach Bidens Wahl und Trumps Niederlage gestärkt ist oder noch gestärkt wird, der sieht sich arg getäuscht. Dies auch, weil die  Marktwirtschaft fast nicht mehr existent ist. Vielmehr liefern sich Sozialismus/Kommunismus/Staatswirtschaft auf der einen und freie Marktwirtschaft und Neo-Liberalismus einen erbitterten Kampf. Erich Honecker und andere ehemalige DDR-Größen (würden sie noch existieren) dürften sich wohl lächelnd zurücklehnen. Das ideale System für die Zukunft ist noch nicht gefunden.


Und so dürfte die Welt erst am Beginn starker Spannungen stehen – auch am Beginn neuer Währungskriege. „Sie halten die Druckerpressen einfach nicht an“, sagt ein Wall-Street-Analyst in diesem Kontext über die Lösungsversuche der Politiker. Ich glaube zwar zu wissen, was er mit dieser Bemerkung meint und sagen will, teile diese Auffassung aber nicht; denn Geld wie Dollar und Euro wird schon längst nicht mehr maßlos gedruckt und geprägt. Vielmehr ist das ausstehende und umlaufende Fiat-Geld in der offiziellen Größenordnung von einigen Billiarden US- Dollar und Euro schon längst nicht mehr physisch verfügbar. Diese Riesenbeträge werden in synthetischer Form lediglich auf Konten gebucht – und zwar im Endeffekt meist als Schulden, genauer gesagt meist als Staatsschulden. Die Europäische Zentralbank hat jüngst ihre Geldpolitik weiter gelockert und ein breites Maßnahmenbündel beschlossen, das im Großen und Ganzen den Markterwartungen entsprach.


Dies gilt insbesondere für die Parameter des Anleihe-Kaufprogramms Pandemic Emergency Purchase Programme (PEPP). So hat die EZB das Ankaufvolumen um weitere 500 Mrd. auf 1.850 Mrd. € erhöht.


Zugleich wurde die Mindestlaufzeit des PEPP um weitere neun Monate bis Ende März 2022 verlängert. Das Spiel rund ums Geld geht also weiter. Die zeitliche Ausdehnung gilt am Markt als Kompromiss zwischen zuvor diskutierten Varianten einer Verlängerung um sechs bis zwölf Monate. Allerdings ermöglicht dies dem EZB-Rat jetzt auch eine etwaige weitere explizite Verlängerung im Spätsommer auf Grundlage der bis dahin erzielten Fortschritte der bevorstehenden Impfkampagnen zu diskutieren. Eine weitere Verlängerung ist somit nicht ausgemacht, worauf auch der Hinweis der EZB hindeutet, dass das Gesamtvolumen nicht zwingend ausgeschöpft werden muss. Allerdings hält sich der Rat auch die Möglichkeit einer weiteren Ausweitung explizit offen.


Erdenbürgern muss in dieser schwierigen Zeit klar werden: DIE ZUKUNFT LIEGT IN UNSERER EIGENEN HAND. Dass Eigenverantwortung aktuell ein Riesenthema ist, haben zahlreiche Menschen auch in der Corona-Krise bisher nicht wirklich eingesehen und schon gar nicht in Taten umgesetzt.


Das Nullzins-Szenario vernebelt die Tatsachen; denn die Ableger der gigantischen „Geld“ -Summen, die von Fed, EZB, BoJ (Bank of Japan) und anderen Notenbanken künstlich kreiert werden, fließen aktuell vor allem in Aktien und führen hier zu klaren Überbewertungen. Anleihen halte ich weiter für wenig interessant. Edelmetalle sind für mich weiter das „Investment der Stunde“. Immobilien und Kryptowährungen sind aus meiner Sicht zu teuer. Fazit: Dem Dollar droht das „Aus“ als der führenden Währung in der Welt. Dies auch, weil andere Supermächte wie Russland und China die große Chance sehen, ihre eigene Rolle in der Welt zu stärken.


Wir erleben seit Monaten eine „Mount- Everestisierung der Welt-Schulden“ (Japan, USA, Europa, China ……) Ein Gag am Rande: In Kathmandu haben China und Tibet jetzt Dinge korrigiert: Der Mount Everest als höchstes Berg der Erde sei 86 cm höher als bisher angenommen, heißt es in Peking – konkret also 8848,86 Meter. Aber keine Sorge: Nicht nur der Mount Everest ist höher als gedacht. Dank der dümmlichen Politik der Regierungen ist auch der Welt-Schuldenberg kräftig gestiegen – und er wird zunächst weiter steigen. Die hässliche finanzielle, ökonomische und auch ökologische Realität lenkt die Aufmerksamkeit verunsicherter Erdenbürger auf klar, – auf GOLD – DEN EINZIGEN  WAHREN  SACHWERT SCHLECHTHIN. Der Mount Everest dürfte vorerst nicht weiter wachsen, der globale Schuldenberg wohl aber mit Sicherheit.


Dort, wo Analysten und Wissenschaftler in früheren Zeiten die These von „peak oil“ kreierten – und damit die Gefahr auf- zeigten, dass der Produktionshöhepunkt am Rohölmarkt absehbar sei – kann heute auch am Goldmarkt das Szenario von „peak gold“ aufgezeigt werden. Auch unter diesem Aspekt gilt: Gold strebt in der Preisentwicklung wohl weiter nach oben. Vieles spricht dafür, dass die „einfach“ zu findenden, zu erschließenden und abbaubaren Goldvorkommen auf dem Globus weniger werden. Die Schere zwischen Angebot und Nachfrage am Goldmarkt könnte sich in einigen Dekaden stark verändern. Mit anderen Worten: Es könnte zu einer Verknappung des Angebots an Primär-Gold (also Gold, gewonnen aus dem Erdreich und aus dem Meer) kommen.


Was den Goldpreis treibt…

Der Goldpreis wird im diffizilen globalen Umfeld durch viele Einflussfaktoren getrieben. Einige „Argumente pro Gold“ sollen hier expressis verbis erwähnt werden:


  1. Die gigantische globale Rekord-Verschuldung  
  2. Der schwache Dollarkurs treibt Anleger (vor allem amerikanische) in den „sicheren Hafen Gold“ 
  3. Die weltweiten Handelsstreitigkeiten sind Störfaktoren für die Globalisierung des Welthandels.
  4. Eine mögliche Renaissance der Inflation……. Wenn die Vergangenheit in dieser Hinsicht eine Lehre ist, dann sollten die von dümmlich agierenden Politikern weltweit kreierten gigantischen Geldmengen die Inflation schon bald kräftig ansteigen lassen. Aus Deflation könnte also in einigen Jahren wieder Inflation werden.  
  5. Der Tod von Demokratie und freier Marktwirtschaft erfordert neue Denkansätze. Noch ist offen, wie das Wirtschaftssystem der Zukunft aussehen wird.
  6. Die Dummheit der Regierenden beim Thema Kryptowährungen wie Bitcoin sorgt für Unsicherheit und Nervosität. Gold erscheint sicherer als Bitcoin! 
  7. Europas Trauerspiel um den Brexit zeigt, die Unfähigkeit mit Blick auf die bilaterale Zusammenarbeit 
  8. Das Umwelt- und Klimadebakel mit
    1. verheerenden Überschwemmungen,
    2. riesigen Dürrekatastrophen  
    3. vernichtenden (Ur) Waldbränden
    4. brechenden Eisbergen und steigendem Meeresspiegel
    5. steigenden CO2-Werten,  
    6. dem weltweiten Artenschwund etc etc
  9. Risiken (und Chancen) bei Urstoffen / Urmaterie
  10. Die Theorie von „peak gold“ (siehe oben) ist ein zusätzliches Argument pro Gold. 
  11. Die enormen Risiken von Bürgerkriegen und Weltkriegen unterstützen den Goldpreis. 
  12. Jeder Anleger sollte sich fragen, warum Regierungen und Notenbanken weltweit über hohe Goldbestände verfügen. Notenbanken glauben wohl eher an Gold als an ihre eigene Währung.
  13. In den USA warnen Teile der Finanzpresse davor, dass mehr als 40 Billionen US-Dollar an Retirement Savings (also Ruhestandsgeldern und Rentenersparnissen) gefährdet sind.
  14. Das Nullzins- oder Minuszins-Umfeld treibt Geld in Gold, denn die Zeiten, in denen noch so etwas wie ein Weltspartag gefeiert wurde, gehören der Vergangenheit an.

„Prognosen sind schwer. Vor allem dann, wenn sie die Zukunft betreffen.“ Mit einem solchen Bonmot versuchen Anlage- Experten sehr oft jene Schwierigkeiten aufzuzeigen, die einigermaßen verlässlichen Prognosen im Wege stehen. Bei Gold liegt die Meinung der Fachleute zwischen Super-Optimismus und Abneigung. Während Experten wie Warren Buffett oder die Analysten von Goldman Sachs sowie Bank of America und anderen Investmentbanken Gold als Investment anpreisen, gibt es auch nüchternere Prognosen. Was mir in diesem Kontext auffällt:  Bei UBS in Zürich wird der Goldpreis Ende des kommenden Jahres 2021 bei gerade einmal 1850 $/oz gesehen. Ich begrüße solche Prognosen, zeigen sie mir doch, dass die bekanntermaßen nicht selten gold-affinen Kunden der eidgenössischen Bank bisher von ihren Anlageberatern noch nicht wirklich in Gold „gejagt“ worden sind. Meine Sicht: Nach wie vor erwarte ich in diesem Zyklus ein Goldpreis-Hoch von 2880 $ je Feinunze.


Ray Dalio, Gründer des größten Hedge- Fonds der Welt, hat seine Meinung zu den Kryptos – vor allem zu Bitcoin – in den vergangenen Tagen ein wenig angepasst. Nachdem er bisher eher ignorant gegenüber Bitcoin war, glaubt er jetzt, dass die Kunstwährung durchaus als eine Alternative und Anlage-Diversifikation zu Gold gesehen werden sollte. Der Bridgewater-Gründer hatte bisher eher neutral zu Bitcoin gestanden. Bei rund 6000 $ hatte ich seinerzeit mich meine Neutralität zu Bitcoin im vergangenen Jahr aufgegeben, jedoch bei 9000 $ dann (aus meiner Sicht gut begründet) zum Ausstieg geraten. Ich bleibe heute bei meiner Einstellung: Die Regierungen und Notenbanken der Industrieländer lassen sich mit ihrem „Stillschweigen“ zum Markt der Cryptos ein Hintertürchen offen. Kommt das Weltfinanzsystem nämlich irgendwann ins Straucheln – und davon bin ich überzeugt -, wäre es für Politiker ein Leichtes, die Verantwortlichkeit zu delegieren und die Schuld für den kommenden Crash der Märkte bei den Kryptos und deren Kreateuren zu suchen und abzuladen.


Buntes Investment-Spektrum am globalen Goldmarkt

Anlegern ist zu empfehlen, die verschiedenen Investmentformen in Gold zu nutzen. Am sichersten erscheinen mir Investments in physisches Gold (also Barren, Münzen, Nuggets und Schmuck). Jeder Anleger muss allerdings die Risiken eines solchen Vorgehens berücksichtigen. Denn nach wie vor besteht die Gefahr, dass einige dümmliche Politiker den privaten Anlegern den Privatbesitz von Gold verbieten. Anleger sollten dieses Risiko nicht aus dem Auge verlieren. Den heutigen Politikern sind meinen Befürchtungen zufolge auch solche oder ähnliche Schritte zuzutrauen.


Neben Gold-Derivaten – die eher etwas für wirkliche Kenner dieser Instrumente sind – halte ich Goldaktien nach wie vor für einen sehr interessanten Investment-Teil innerhalb des breiten Gold-Universum. Bei Gold-Derivaten bevorzuge ich solche standardisierten Produkte wie Optionen und Futures, die an organisierten Terminbörsen gehandelt werden. Gegenüber von Banken als Emittenten aufgelegten OTC-Derivaten wie Zertifikaten und Optionsscheinen gibt es bei mir gewisse Vorbehalte. Ich gehe davon aus, dass zum Beispiel Jörg Kukies-Staatsekretär im Bundesfinanzministerium in Berlin – als ehemaliger Goldman- Sachs-Mann weiß, wovon ich rede.


Gold gilt in der Finanzwelt als eines der interessantesten strategischen Vermögenswerte („strategic assets“). Diese Sichtweise hat sich während der vergangenen beiden Dekaden entwickelt. Dies vor allem auch in politisch weniger stabilen Regionen und Ländern. Hier hat Gold in den vergangenen 50 Jahren nach Berechnungen des World Gold Council (WGC) eine jährliche Rendite von 12 % abgeliefert. Gerade hier setzen Anleger Gold als wenig korrelierten Vermögenswert zur Diversifikation zu anderen Anlageklassen ein. Klar, hier ist Gold ein Medium zur Reduzierung der bestehenden Gesamtrisiken. Als Beispiel kann dabei mit der Türkei ein zwischen West und Ost angesiedeltes Land gelten, wo die Landeswährung und damit das Spar- vermögen der Menschen über die Jahre stark an Wert verloren hat, Gold (in türkischen Lira) jedoch auf der anderen Seite deutlich an Wert gewinnen konnte. Auch bei den weltweit agierenden Pensionskassen zählt Gold immer stärker zu den Favoriten; denn zwischen 1999 und 2019 ist der Anteil nicht-traditioneller Vermögens- werte bei diesen institutionellen Investoren von 7 % auf 23 % gestiegen, so berichtet jedenfalls das WGC. Wie sich die Notenbanken / Zentralbanken in aller Welt bei Gold positioniert haben, ist der oben stehenden Grafik zu entnehmen.


Weltweit wird Gold – wie bereits gesagt – an unzähligen Börsen in unterschiedlichen Anlageformen gehandelt. Der einstmals auch beim Gold führende Finanzplatz London hat nach der Brexit-Dummheit der Briten eindeutig an Bedeutung verloren. Im Gegenzug haben jedoch einige asiatische Märkte wie Peking, Hongkong und Singapur mehr Beachtung gefunden. Jetzt haben auch die Vereinigten Arabischen Emirate – wegen des Ölreichtums gilt der gesamte arabische Raum als Wohlstands- Zentrum – Pläne zur Stärkung des Goldhandels in der Region vorgelegt. Die Politiker der VAE haben im Zuge einer Innovations- und Technologie-Offensive vor kurzem Pläne geäußert, das Land zu einem globalen Hauptumschlagplatz für Gold zu machen und entsprechende Sicherheits-Standard im Goldhandel zu etablieren. Welches Potential für Gold hinter dieser Initiative steckt, können sich wohl nur jene vorstellen, die das gigantische Finanzpotential des Arabischen Raums wirklich einzuschätzen wissen.


Zurück zu Goldaktien: Vielen Minengesellschaften war es zuletzt nach entsprechenden Sparmaßnahmen möglich, ihre betrieblichen Kosten der Goldproduktion zu reduzieren. Ein Grund: Auch Goldminen spüren und nutzen die Vorteile moderner Technologien und der Digitalisierung. Nach einem Bericht des WGC sind die AISC – die „all-in sustaining costs“ also die gesamten Produktionskosten – in der Branche im dritten Quartal um 2 % auf 953 $/oz gefallen, weil viele Minen in Südafrika, Peru und Mexiko zur „normalen“ Produktion zurückkehren konnten. Zuvor hatten Corona-bedingte Maßnahmen die Produktion gehemmt. Zum Vergleich: Gold wird an den Märkten aktuell mit 1844 $/oz gehandelt. Verschiedene Notenbanken – vor allem die Zentralbanken der Türkei und Usbekistans – hatten in den beiden Monaten zuvor mehr Gold verkauft als gekauft (siehe oben stehenden Chart „Central Bank resumed“). Das aber änderte sich zuletzt wieder, so dass der Preis für Gold wieder in Richtung 1850 $/oz anziehen konnte.


Der große Reiz von Goldaktien

Nicht nur die Aktien der „big boys“ unter den weltweit tätigen Goldfirmen wie Barrick Gold, Newmont Mining, Anglo Gold Ashanti, Kinross Gold und Newcrest Mining sind nach meiner Einschätzung als Investments in der gegenwärtig schwierigen Phase sehr interessant, sondern auch einige Juniorminen und Explorationsfirmen. Zwar sind die Risiken gerade in Aktien solcher Explorationsgesellschaft nicht selten sehr hoch, doch gilt das auf der anderen Seite umgekehrt indes auch für die Chancen. Für solche guten und als solide geltenden Juniorminen mit entsprechend interessanten Edelmetall-Projekten in politisch stabilen Ländern sind die „big boys“ der Branche nämlich sehr oft bereit, hohe Prämien für eine Übernahme dieser Explorer zu zahlen. Ergo: Nicht nur bereits produzierende Goldminen sollten in der nächsten Zeit vom vergleichsweise hohen Goldpreis profitieren; denn dieser setzt gerade mit Blick auf die unzähligen „Juniors“ aufgrund der Übernahmespekulationen jede Menge Kurs-Phantasie frei.


Brasilien: Im grünsten Land der Erde gibt es auch viel Gold. – Foto: TriStar Gold

In der folgenden Liste sind einige Goldminengesellschaften aufgeführt, deren Top- Management ich in den vergangenen Wochen und Monaten persönlich getroffen habe und bei denen ich mir daher eine Einschätzung der aktuellen Firmen-Situation zutraue. Dieser Liste können Leser u.a. entnehmen, dass die Aktien aller aufgeführten Firmen in den vergangenen drei Monaten eine mehr oder weniger starke Kurskorrektur erlebt haben. Gerade deshalb halte ich die Titel heute jedoch unter mittel- bis langfristiger Perspektive für sehr interessant und chancenreich, weil alle aufgeführten Firmen Fortschritte z.B. bei ihren Bohraktivitäten und bei anderen Maßnahmen mit Blick auf die geplante Produktionsaufnahme bzw. einer möglichen Firmenübernahme erzielt haben. Auch die in dieser Liste nicht aufgeführten Argo Gold Inc. und Oceana Gold gelten nach den jüngsten aus meiner Sicht als interessante Investments.


Für besonders interessant halte ich die Aktie von TriStar Gold Inc. Hierbei handelt es sich um ein in den USA ansässiges Explorations- und Entwicklungsunternehmen, das sich auf Edelmetallprojekte in Nord- und Südamerika konzentriert. Die vielversprechenden Projekte von TriStar Gold verfügen auf Sicht über das Potenzial sich zu bedeutenden produzierenden Goldminen zu entwickeln. Vieles spricht dafür, dass es hier nach einer entsprechenden Übernahme-Offerte mit Hilfe eines großen aktiven Minenunternehmens zu einer deutlichen Neubewertung kommen wird. Das wiederum heißt: Je nachdem, wie die Bohrergebnisse in Brasilien in den nächsten Monaten ausfallen werden, verfügt die TriStar-Aktie über enormes Kurspotential. Großes Interesse auf Seiten der Anlegergemeinde in aller Welt hat TriStar- Vorstandschef Nicholas Appleyard in den vergangenen Wochen dementsprechend im Rahmen zahlreicher global ausgestrahlter Webkonferenzen und Online-Präsentationen geweckt.


Goldaktien mit riesigem -Potential


Firmenname Ticker- Symbol Kurs am 7.9.2020 Kurs aktuell Hoch / Tief 52 Wochen
TriStarGold Inc 7TG.F 0,22 € 0,185 € 0,298 € – 0,116 €
McEwen Ming MUX.TO 1,65 c$ 1,27 c$ 2,54 c$ – 0,76 c$
Hecla Mining HCL.F 4,65 € 4,204 € 5,70 €  –      1,19 €
Klondike Gold KG.V 0,255 c$ 0,245 c$ 0,39 c$ – 0,14 c$

Derzeitiges Flaggschiff-Projekt des Unternehmens ist das Vorkommen Castelo de Sonhos, das im brasilianischen Bundesstaat Para zu finden ist. Die Aktien des Unternehmens werden an der TSX Venture Exchange unter dem Symbol TSG.V und an der US-Börse OTCQX unter dem Symbol TSGZF gehandelt. Auch deutsche Wertpapiermakler machen unter dem Symbol 7TG.F einen Markt in dieser Aktie.


TriStar Gold Inc. hat darüber hinaus kürzlich die Ergebnisse der ersten Bohrlöcher aus der aktuellen 12 500 m umfassenden Bohrkampagne bekanntgegeben. CEO Nicholas Appleyard zeigte sich in seinen jüngsten Online-Auftritten jüngst per saldo zufrieden mit den Resultaten. Die Bohrkampagne von TriStar Gold ist wie folgt konzipiert:


  1. Bohrungen als Voraussetzung der geplanten Vormachbarkeitsstudie,
  2. Test für zusätzliche oberflächennah befindliche Goldvorkommen,
  3. Test für neue Ziele von remobilisiertem Gold in der Nähe von Granitkontakten

„Die nächsten Monate werden für TriStar Gold sehr spannend. Künstliche Intelligenz und andere Technologien haben uns an einen Punkt gebracht, an dem wir ein sehr detailliertes 3D-Modell der verschiedenen Lappen von Sedimenten kreiert haben, die im gewählten Technologie-Verfahren zusammen gestapelt wurden, um so die CDS-Lagerstätte darzustellen. Unser Team aus Standort-Geologen und externen Beratern hat begonnen, mit diesem Modell zu arbeiten und es mit neuen Bohrinformationen zu verfeinern. So können wir es nutzen, um gut mineralisierte Stellen auf dem Gelände zu erkunden“, sagt Nick Appleyard, Präsident und CEO von TriStar Gold. „Die nächste Zeit dürfte daher für TriStar Gold recht aufregend werden“, gibt er den auf seiner Seite bestehenden Optimismus an die Akteure am Markt weiter.


„Als die Bohrungen in den vergangenen Wocheen wieder aufgenommen wurden, waren die ersten Löcher, die wir bohren konnten, in Esperana East, um die dort bereits bekannte Ressource stark zu erweitern. Seitdem bohren wir neue Ziele, und zwar einschließlich jener Gebiete, die als Teil des so genannten CDS Deeps-Programms identifiziert wurden, das sich auf remobilisiertes Gold in der Tiefe konzentriert. Die Ergebnisse aus diesen Aktivitäten fließen wohl nun konsequent bis ins nächste Jahr hinein“, sagt Appleyard. Die Ergebnisse der ersten Bohrungen entsprechen weitgehend den Erwartungen des Managements, wobei alle Löcher, die die Zieltiefe erreicht haben, auf signifikante Mengen an Goldmineralisierung stoßen.


Alle Bohrlochproben werden mit Hilfe einer Analyse der gesammelten Stücke analysiert. Diese Proben werden in der Folge vom Standort zum Vorbereitungslabor gebracht. Dort werden sie getrocknet, zerkleinert, pulverisiert und für den Versand in das ALS-Analyselabor im peruanischen Lima verpackt. Dieses Labor verfügt über interne Programme zur Feststellung der Genauigkeit und Präzision der untersuchten Proben. Darüber hinaus verwendet TriStar andere Methoden zur unabhängigen Überwachung von Laboranalysen.


Aktienkurs von TriStar Gold auf der Suche nach einem stabilen Boden


Als besonders interessant empfinde ich es, dass moderne Technologien wie die Nutzung von Artificial Intelligence (AI) sowie in der Folge dann die Anwendung des 3D-Verfahrens in der Bergbaubranche seit geraumer Zeit immer stärkere Anwendung finden. So auch bei TriStar Gold Inc. Dort hat die Anwendung der Multielement-Geochemie im Vorkommen in Castelo de Sonhos zu einem Durchbruch bei der stratigraphischen Kartierung geführt; denn Algorithmen der künstlichen Intelligenz konnten stratigraphisch kontinuierliche Cluster identifizieren, die scheinbar unterschiedliche Ablagerungsphasen darstellen, durch die Gold vor unzähligen Jahren in den Lagerstätten abgesondert wurde. Als Stratigraphie wird jener Teilbereich der Geologie bezeichnet, der sich mit der senkrechten und damit auch der zeitlichen Aufeinanderfolge der Schichtgesteine befasst.



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