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Kolumnist: Holger Steffen

Fuchs Petrolub: Qualität hat ihren Preis




17.09.18 11:28
Holger Steffen

Die Geschäfte beim MDAX-Wert Fuchs Petrolub laufen wieder wie
geschmiert. Nach der Gewinnwarnung vom Oktober 2017 gelang dem
Schmierstoffhersteller ein respektabler Start ins Geschäftsjahr 2018.
Dem operativ zweistelligen Umsatzwachstum standen jedoch erhebliche
negative Währungseffekte gegenüber, die das hohe Erlösplus drückten. Da
sich der Währungsmalus aber bereits im zweiten Quartal spürbar
abgeschwächt hat – und im weiteren Jahresverlauf kaum mehr Relevanz
haben soll – könnte dies ein erstes Anzeichen dafür sein, dass Fuchs
mittelfristig zu alter Dynamik zurückfindet. Fuchs entwickelt,
produziert und vertreibt Schmierstoffe und verwandte Spezialitäten.
Größte Abnehmer waren 2017 die Automobilindustrie, auf die 29 % der
Umsätze entfielen, die Bereiche Handel, Transport und Dienstleistungen
mit ebenfalls 29 % und das Verarbeitende Gewerbe mit 19 %. Weitere
Kunden kommen unter anderem aus den Branchen Energie und Bergbau, dem
Maschinenbau sowie dem Agrar- und Baugewerbe. Zudem bietet das
Unternehmen auch Beratungs- und Serviceleistungen. Das Geschäft ist in
die beiden relativ gleich gewichteten Bereiche Indus­trieschmierstoffe
und Spezialitäten (Umsatzanteil 2017: 51,4 %) sowie
Automotive-Schmierstoffe (2017: 45,7 %) eingeteilt.

Weitere Randaktivitäten machten 2017 rund 2,9 % vom Umsatz aus. Als
Schmierstoffhersteller ist Fuchs stark von der Entwicklung der
Rohstoffpreise –besonders vom Öl – abhängig. Kommt es, wie etwa in der
zweiten Jahreshälfte 2017, zu einem schnellen Anstieg des Ölpreises,
können diese Aufschläge nur mit Verzögerung an Kunden weitergegeben
werden. Dieser Effekt sorgte dafür, dass das EBIT im vergangenen Jahr
mit 373 Mio. Euro (GJ 2016: 371 Mio. Euro) unter Plan lag. Der Umsatz
stieg hingegen deutlicher als erwartet um über 9 % auf knapp 2,5 Mrd.
Euro (GJ 2016: 2,3 Mrd. Euro). Auch im ersten Halbjahr 2018 wurde die
starke Entwicklung durch nicht-operative Effekte getrübt: Eine negative
Währungsentwicklung drückte das operativ zweistellige Erlöswachstum auf
5 %. So standen im Halbjahr rund 1,3 Mrd. Euro Umsatz (HJ 2017: 1,2 Mrd.
Euro) in den Büchern.

Das EBIT stieg um knapp 2 % auf 193 Mio. Euro (HJ 2017: 190 Mio. Euro).
Da die negativen Effekte im zweiten Halbjahr laut Management kaum mehr
ins Gewicht fallen werden, steht die Jahresprognose (Umsatz: +3 bis 6 %,
EBIT: +2 bis 4 %). Wir sind optimistisch, dass die Ziele sogar am oberen
Ende der Range erreicht werden können: Schon 2017 ist Fuchs in allen
Regionen operativ über Plan gewachsen. Herausragend war Asien-Pazifik /
Afrika mit fast 19 % Umsatzzuwachs. Hierauf basiert auch unsere weitere
Wachstumsfantasie für 2018, denn mehr als die Hälfte des weltweiten
Schmierstoffbedarfs wird hier nachgefragt. Zudem gelang es im Vorjahr,
die Geschäfte mit China deutlich auszuweiten, so dass die Region zum
Halbjahr bereits über 31 % des Umsatzes ausmachte. Nachholeffekte nach
Weitergabe der Rohstoffpreise und Anpassungen im Umsatzmix sollten außerdem…


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