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Fresenius: 55 oder 34,50 Euro? Kursziele und Ratings der Analysten nach Q4-Zahlen auf einen Blick - Aktiennews




11.03.22 22:35
aktiencheck.de

Bad Homburg (www.aktiencheck.de) - Welche Kursziele und Ratings trauen die Analysten der führenden Banken und Research-Häuser der Aktie des Medizinkonzerns Fresenius SE & Co. KGaA (ISIN: DE0005785604, WKN: 578560, Ticker-Symbol: FRE, NASDAQ OTC-Symbol: FSNUF) nach Bekanntgabe der Quartalszahlen zu? 55,00 oder 34,50 Euro? Wir haben Ihnen die aktuellen Kursziele und Ratings zur Fresenius-Aktie auf einen Blick zusammengestellt.

Die Fresenius SE & Co. KGaA hat am 22. Februar die Zahlen zum 4. Quartal 2021 bekannt gegeben.

Wie die Nachrichtenagentur dpa am 22. Februar berichtete, habe der Dialyseanbieter Fresenius Medical Care (FMC) (ISIN DE0005785802 / WKN 578580) im vergangenen Jahr mit einem Gewinneinbruch die Erholung des Mutterkonzerns ausgebremst. Beim Krankenhausbetreiber und Medizinhersteller Fresenius sei das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis um 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf knapp 4,3 Milliarden Euro zurückgegangen, bei der Tochter FMC sei der bereinigte Betriebsgewinn um 23 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro eingebrochen.

Dem Blutwäschespezialisten FMC habe 2021 die hohe Sterblichkeit seiner Patienten in der Corona-Pandemie zu schaffen gemacht, ebenso seien die Kosten stark gestiegen. Trotz der anhaltenden Belastungen strebe das Unternehmen 2022 eine Rückkehr zum Gewinnwachstum an, habe FMC-Chef Rice Powell angekündigt. Fresenius und seine Tochter hätten wegen der Schwierigkeiten bereits im vergangenen Jahr Sparprogramme eingeläutet. Fresenius habe sein Ziel nun angehoben, es würden bis 2023 Einsparungen von mindestens 150 Millionen Euro jährlich erwartet.

Für 2022 stelle Fresenius währungsbereinigt einen Umsatzanstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich in Aussicht - im vergangenen Jahr sei der Erlös nominal um 3 Prozent und ohne Wechselkurseffekte um 5 Prozent auf 37,5 Milliarden Euro geklettert. Das Konzernergebnis solle im neuen Jahr unter Ausklammerung von Wechselkurseffekten im niedrigen einstelligen Prozentbereich anziehen. Der Konzern präzisierte zudem seine Mittelfristziele, so die dpa-AFX weiter.

Was die Meinungen der Aktienanalysten zu der Fresenius-Aktie anbetrifft, kommt die höchste Kursprognose von der Raiffeisen Bank International AG (RBI): Der dort zuständige Analyst Leopold Salcher rät in einer Aktienanalyse vom 28. Februar, den Titel weiterhin zu kaufen, und stellt das Kursziel von 55 Euro in Aussicht.

Das Zahlenwerk von Fresenius zum Q4/2021 habe mehrheitlich die Erwartungen der Analysten übertreffen können. Fresenius habe einen Umsatz von EUR 9,97 Mrd. (Konsens: EUR 9,87 Mrd.) erwirtschaftet, was im Vergleich zum Vorjahresquartal einem Plus von 7,1% (währungsbereinigt +5%) entspreche. Das bereinigte Betriebsergebnis sei um 6,8% (währungsbereinigt -9%) auf EUR 1,17 Mrd. (Konsens: EUR 1,13 Mrd.) gefallen, was laut Management vor allem auf COVID-19 bedingte Schwierigkeiten, allen voran bei Fresenius Medical Care, zurückzuführen gewesen sei. Der Konzern habe bei seinem Nettoergebnis überzeugen können, welches um 5,5% (währungsbereinigt +3%) auf EUR 521 Mio. gestiegen sei, und damit recht deutlich Analystenschätzungen von im Schnitt EUR 482 Mio. um 8% habe übertreffen können.

Änderungen in der Konzernstruktur ante portas? Das Management habe eine Änderung der Konzernstruktur - zur Reinvestition in künftiges Wachstum - nicht ausgeschlossen (möglicherweise später im Jahr 2022, wahrscheinlicher aber im Jahr 2023). Das Unternehmen wäre bereit, seine Beteiligung an Fresenius Medical Care (FMC; Produkte und Dienstleistungen mit chronischem Nierenversagen wie Dialysebehandlungen) zu verkaufen, wenn ein attraktives Angebot vorläge. Der Einstieg eines Kapitalgebers bei Helios könnte ein erster Schritt sein (bevor ein Börsengang geprüft werde), während eine Minderheitsbeteiligung für Vamed nicht ausgeschlossen scheine.

Das erst in Q3 2021 konzipierte Kosten- und Effizienzprogramm schreite bereits in großen Schritten voran und habe schon im abgelaufenen Quartal zu früheren und höheren als geplanten Einsparungen geführt. Laut Management habe der Konzern "angesichts des guten Fortschritts" und "insbesondere durch die beschleunigte Umsetzung von Maßnahmen" sein Einsparungsziel deutlich erhöht. Man strebe nun Einsparungen von mindestens EUR 150 Mio. p.a. nach Steuern an (zuvor: EUR 100 Mio. p.a. nach Steuern).

In Übereinstimmung mit der erklärten Dividendenpolitik von Fresenius werde der Vorstand dem Aufsichtsrat vorschlagen, die Dividende für das Geschäftsjahr 2021 um 5% auf EUR 0,92 je Aktie zu erhöhen (Geschäftsjahr 2020: EUR 0,88).

Fresenius habe sich jüngst ein Konzern-Klimaziel gesetzt. Das Unternehmen wolle bis zum Jahr 2040 klimaneutral sein. Bis 2030 wolle Fresenius die Scope-1- und Scope-2-Emissionen im Vergleich zum Jahr 2020 absolut um 50% reduzieren.

Fresenius erwarte für das laufende Geschäftsjahr ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich und einen währungsbereinigten Anstieg des Konzernergebnisses im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Während man umsatzseitig unter der Annahme eines Wachstums von 5% um rd. 1,8% über dem Konsens liege, so komme man beim Konzern-Nettoergebnisses jedoch um rund 2,0% unter den Analystenerwartungen zu liegen. Der mittelfristige Ausblick für 2023 impliziere eine wesentliche Beschleunigung des Wachstums im Jahr 2023. Ausgehend vom oberen Ende der Nettogewinnprognose für 2022 impliziert die mittelfristige Prognose ein Wachstum des Nettogewinns von 15% vs. 2022, so Leopold Salcher, Analyst der Raiffeisen Bank International AG.

Die niedrigste Kursprognose für Fresenius kommt dagegen von der US-Bank J.P. Morgan: Das Kursziel wurde von 42,30 auf 34,50 Euro gesenkt und die Einstufung auf "neutral" belassen. Das Strategie-Update des Medizinkonzerns bedeute faktisch die Beibehaltung der bestehenden Konglomeratsstruktur, wogegen der Autobauer Volkswagen (VW), der eine ähnlich komplexe Eigentümerstruktur habe, mit der Porsche AG eine seiner Sparten an die Börse bringe, schrieb Analyst David Adlington in einer am 24. Februar vorliegenden Studie. Daraufhin hätten die VW-Aktien deutlich zugelegt - seit dem Beginn der Transformation von Siemens seien die Investoren bei Veränderungen an positive Impulse gewöhnt.

Was sagen die Aktienanalysten der führenden Banken und Research-Häuser zur Fresenius-Aktie?

Die aktuellen Ratings und Kursziele der Aktienanalysten zur Fresenius-Aktie auf einen Blick:

Kursziel
Fresenius-Aktie
(EUR)
Rating
Fresenius-Aktie
FirmaAktienanalystDatum
40,00HoldJefferiesJames Vane-Tempest 08.03.2022
40,00OutperformBernstein ResearchLisa Bedell Clive 03.03.2022
35,00NeutralCredit SuisseChristoph Gretler 28.02.2022
55,00KaufenRBILeopold Salcher28.02.2022
36,00HoldDeutsche BankFalko Friedrichs 25.02.2022
34,50NeutralJ.P. MorganDavid Adlington 24.02.2022
46,30KaufenDZ BANKSven Kürten 23.02.2022
51,00OverweightBarclays CapitalHassan Al-Wakeel 22.02.2022
49,00BuyGoldman SachsVeronika Dubajova 22.02.2022
42,00NeutralUBSMichael Leuchten 22.02.2022


Börsenplätze Fresenius-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Fresenius-Aktie:
30,21 EUR +0,08% (11.03.2022, 22:26)

XETRA-Aktienkurs Fresenius-Aktie:
30,23 EUR +0,35% (11.03.2022, 17:38)

ISIN Fresenius-Aktie:
DE0005785604

WKN Fresenius-Aktie:
578560

Ticker-Symbol Fresenius-Aktie:
FRE

NASDAQ OTC-Symbol Fresenius-Aktie:
FSNUF

Kurzprofil Fresenius SE & Co. KGaA:

Die Fresenius SE & Co. KGaA (ISIN: DE0005785604, WKN: 578560, Ticker-Symbol: FRE, NASDAQ OTC-Symbol: FSNUF) ist ein weltweit tätiger Gesundheitskonzern mit Produkten und Dienstleistungen für die Dialyse, das Krankenhaus und die ambulante Versorgung. Zur Fresenius-Gruppe gehören vier eigenständig agierende Unternehmensbereiche, die Marktführer in Wachstumsbereichen des Gesundheitssektors sind: Fresenius Medical Care (weltweit führend bei der Behandlung von chronischem Nierenversagen), Fresenius Helios (Europas größte private Kliniken-Gruppe), Fresenius Kabi (bietet lebensnotwendige Medikamente, Medizinprodukte und Dienstleistungen für kritisch und chronisch Kranke) und Fresenius Vamed (spezialisiert auf das Projekt- und Managementgeschäft von Gesundheitseinrichtungen). (11.03.2022/ac/a/d)







 
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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
28,10 € 27,56 € 0,54 € +1,96% 24.06./17:45
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0005785604 578560 47,60 € 26,52 €
Werte im Artikel
47,09 plus
+2,01%
28,10 plus
+1,96%
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
28,19 € +2,03%  24.06.22
Hannover 27,78 € +3,16%  24.06.22
Hamburg 28,12 € +3,15%  24.06.22
Düsseldorf 27,95 € +2,38%  24.06.22
Berlin 28,16 € +1,99%  24.06.22
Xetra 28,10 € +1,96%  24.06.22
Stuttgart 28,02 € +1,89%  24.06.22
Frankfurt 28,10 € +1,74%  24.06.22
München 27,61 € +1,47%  24.06.22
Nasdaq OTC Other 29,48 $ -4,90%  21.06.22
  = Realtime
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