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Finanzmärkte: Leugnung, Panik, Hoffnung




31.03.20 11:25
AXA Investment Managers

Köln (www.aktiencheck.de) - Wir durchlaufen verschiedene Phasen einer weltweiten sozialen und wirtschaftlichen Katastrophe, so Chris Iggo, CIO Core Investments von AXA Investment Managers (AXA IM).

Aus der Leugnung der Gefahr im Februar sei Panik im März geworden. Jetzt würden die Märkte auf die massive politische Reaktion reagieren. Es gebe Hoffnung, dass eine echte Katastrophe vermieden werden könne. Dennoch würden Anleger in Bezug auf die längerfristigen Aussichten vorsichtig bleiben, ein weiterer Rückschlag an den Aktienmärkten sei nicht auszuschließen. Nach den massiven fiskal- und geldpolitischen Stimulierungsmaßnahmen sei es jetzt von entscheidender Bedeutung, dass man in den nächsten zwei Wochen zurückgehende Infektionsraten sehe. Das sollte zuerst in Europa geschehen. Die nächste Herausforderung werde die USA sein, wo die Zahlen alarmierend steigen würden.

Dank den von Regierungen und Zentralbanken angekündigten fiskalischen und geldpolitischen Initiativen habe sich die Stimmung leicht verbessert. Die Märkte würden die Ansicht widerspiegeln, dass der wirtschaftliche Schock zwar massiv, aber relativ kurzlebig sein sollte. Die Politik habe ausreichend reagiert, um ein langfristiges wirtschaftliches Problem zu verhindern.

Die Ausweitung der Credit Spreads könnte als attraktiver Einstiegspunkt betrachtet werden, solange die Stimmung von der Überzeugung getragen werde, dass sich die Situation in Monaten und nicht erst in Jahren bessere. Leicht werde es aber nicht: Es werde eine Welle von Herabstufungen geben, es sei bereits ein starker Anstieg von "gefallenen Engeln" verzeichnet worden, also von Unternehmen mit Investment Grade, die jetzt auf High Yield zurückgestuft worden seien.

Die Aktienmärkte müssten herausfinden, wie die Ertragsentwicklung aussehe. Der aktuelle nominale Forecast für den Gewinn pro Aktie (EPS) werde vermutlich noch schlechter ausfallen als bisher. Die Entwicklung von Aktien im weiteren Jahresverlauf werde davon abhängen, wo sich die Gewinnzahlen der Unternehmen einpendeln und wie die ersten Geschäftsberichte aussehen würden.

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Corona-Virus werde in den nächsten Wochen voraussichtlich steigen - vor allem in den USA. Das dortige öffentliche Gesundheitswesen habe sehr verzögert reagiert. Der dadurch ausgelöste wirtschaftliche Schock werde sich möglicherweise noch in deutlich niedrigeren Aktienkursen niederschlagen. (31.03.2020/ac/a/m)







 
 
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