Finanzaufseher warnen vor Bitcoin-Hype




07.04.21 15:56
BVI

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Immer mehr Anleger wenden sich wegen der Nullzinsen und der ausufernden Verschuldung der Staaten dem Bitcoin und anderen Kryptowährungen zu, so die Experten von BVI.

Nachdem große Investmenthäuser massiv in die Digitalwährungen investieren würden und der Zahlungsdienstleister Paypal für seine Kunden den weltweiten Handel mit Bitcoin freigeschaltet habe, sei der Kurs der Digitalwährung auf mehr als 62.000 Dollar gestiegen. Damit habe sich der Kurs der Kryptowährung seit Jahresanfang mehr als verdoppelt. Während die Optimisten unter den Analysten weitere Kurssteigerungen erwarten würden, würden immer mehr Pessimisten unter den Analysten eine Spekulationsblase befürchten, die bald platze. Darauf weise die Aktion "Finanzwissen für alle" der im BVI organisierten Fondsgesellschaften hin.

Die führenden Finanzaufseher hätten in den vergangenen Wochen nach den jüngsten Kursrekorden ebenfalls eindringlich vor den Gefahren gewarnt. Neben den EU-Behörden (European Supervisory Authorities - ESAs) würden die Finanzaufseher von Südafrika, Großbritannien und Thailand beträchtliche Risiken für Anleger sehen. Auch nach Ansicht der deutschen Finanzaufsicht BaFin handele es sich bei "Bitcoin und anderen Kryptowerten um hoch riskante und spekulative Investments". Dementsprechend müssten Anleger im schlimmsten Fall mit dem Totalverlust ihrer Investition rechnen.

Da Kryptowerte in der EU weitgehend unreguliert seien, würden Anleger bislang von keinem vergleichbaren Anlegerschutz wie bei regulierten Finanzprodukten profitieren. Attraktive Renditen seien beispielsweise mit Fonds möglich, die im Unterschied zu Bitcoin durch den Gesetzgeber reguliert und von den Aufsichtsbehörden kontrolliert würden.

Anleger könnten über Sparpläne auf Aktienfonds schon mit kleinen Beträgen an der Entwicklung von Unternehmen teilhaben. Ein Fondssparplan lasse sich bereits ab 25 Euro monatlich abschließen. Eine langfristige Fondsanlage könne sich lohnen. Das zeige ein Blick in die Vergangenheit. Ein durchschnittlicher Sparplan mit Aktienfonds, die weltweit in Unternehmen investieren würden, habe in den zurückliegenden 15 Jahren per Ende Dezember 2020 eine jährliche durchschnittliche Rendite von 5,9 Prozent erreicht.

Die breite Anlage des Vermögens in unterschiedliche Branchen, Länder und Kapitalmärkte verteile die Risiken. Außerdem würden die Gelder der Anleger in der Regel als Sondervermögen verwahrt - getrennt von der Bilanz der Fondsgesellschaft. Damit seien die Fonds vor einer Insolvenz der Fondsgesellschaft geschützt. (07.04.2021/ac/a/m)






 
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