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Kolumnist: Hans-Jürgen Haack

Fed-Sitzung




14.12.16 10:49
Hans-Jürgen Haack

Aus HAACK-DAILY 14.12.16 (1. Ausgabe): "Heute also die Fed-Sitzung (20:00 Uhr Zinsentscheid, 20:30 Uhr Pressekonferenz): Man kann es zunächst kurz machen: Vorher dürften die Schwankungen eher gering bleiben – und selbst stärkere Bewegungen würden mich im Vorfeld wohl nicht zu einem Trade in Indizes, Aktien, Bonds oder Dollar-Währungspaaren verleiten. Vor 20:00 Uhr also höchstwahrscheinlich keine neuen Positionen. Aber anschließend könnten sich Chancen ergeben, wobei man teilweise schon im Vorfeld Limits platzieren sollte (da EUWAX und Frankfurt nach 20:00 Uhr nicht mehr handeln, sollte man die Orders dies Mal beim Emittenten platzieren).


 


Meine Erwartungen: Die Fed wird um 0,25 % erhöhen, das ist eingepreist. Alles andere wäre eine Riesen-Überraschung. Und Yellen ist nicht dafür bekannt, die Märkte zu überraschen oder sie gar in große Unsicherheit/Probleme zu stürzen. Wichtiger als der Zinsschritt werden die Aussagen der Fed zur möglichen/wahrscheinlichen Geldpolitik in 2017 sein. Doch auch hier dürfte wieder die üblichen unbestimmten Aussagen kommen: Man wird sich alles offen halten, die Entwicklung der Daten beobachten, davon die Geldpolitik abhängig machen (in diesem Fall auch richtig, denn es ist noch unklar, welche Maßnahmen Trump im Detail auf den Weg bringen wird und wie sie wirken werden).


 


Die Auswirkungen: Falls Yellen eine Straffung der Geldpolitik für 2017 in Aussicht stellt ("zwei Zinserhöhungen sind möglich" oder ähnliches), wäre der Aktienmarkt wohl nicht darauf vorbereitet. Dies könnte dann locker zu 1 bis 2 %-Rücksetzer binnen einer Stunde kommen (und den DAX-Future unkontrolliert mitreißen). Daher kein Limit bei Indizes. Der nahende große Verfalltag würde das Ganze noch unkalkulierbarer machen. Auch der US-Dollar könnte in diesem Fall nochmals überschießen, auch für einige Tage. Indes: Solche Aussagen erwarte ich nicht.


 



 


Was geschieht, wenn sich die Fed wie erwartet eher unbestimmt und offen äußert? Auch hier meine Erwartungen: Nach den ersten Schwankungen dürften die T-Bonds ansteigen, ein Zwischentief zurücklassen. Ich beschrieb gestern bereits, dass Zwischen-Hochs und –Tiefs oft um Fed-Sitzungen herum auftreten. Der Chart deutet bereits an, dass dies auch jetzt der Fall sein wird. Ich werde also am Nachmittag ein Kauflimit platzieren, ebenso eines im Euro Bund, der die T-Bond-Schwankungen dann nachvollziehen dürfte, technisch auch etwas besser aussieht (Zwischentief bei 159,91 % schon gesetzt – natürlich am Tag der um EZB-Sitzung). Dies dürfte dann auch zu einem Rücksetzer beim US-Dollar führen. Wie oben beschrieben, verzichte ich aber im US-Dollar (z.B. EUR/USD-Long oder GBP/USD-Long) auf ein Limit, da man bei "falschen" Yellen-Worten überrannt werden kann. Nicht so bei den Bonds: Eine überraschende Ankündigung einer strafferen Fed-Geldpolitik wäre übrigens für die langen Bonds ideal, die Zinskurve würde sich abflachen, die langfristigen Renditen fallen, die 30-jährigen T-Bonds (und 10-jährigen T-Notes auch) steigen. Steigende T-Bonds, also fallende Renditen wären auch sehr günstig für die Edelmetalle, sollten dort zu einer kräftigen Erholung führen. Da Silber technisch besser als Gold aussieht, werde ich dort ein Kauflimit platzieren. Um diese Limits einigermaßen sinnvoll zu platzieren, warte ich damit bis zum Nachmittag..."



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