Facebook: Eine zweite Whistleblowerin will vor dem US-Kongress aussagen - Aktienanalyse




13.10.21 12:43
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Facebook-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Benedikt Kaufmann vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des Online-Netzwerks Facebook Inc. (ISIN: US30303M1027, WKN: A1JWVX, Ticker-Symbol: FB2A, NASDAQ-Symbol: FB) unter die Lupe.

Die Aktie von Facebook könne sich im schwachen Gesamtmarkt nicht vom negativen Sentiment rund um die Anschuldigungen der Whistleblowerin Frances Haugen befreien. Im vergangenen Monat habe das Papier des Social-Media-Riesen über 14 Prozent verloren. Jetzt komme es sogar noch dicker: Eine zweite Whistleblowerin wolle ebenfalls vor dem US-Kongress aussagen.

Laut CNN sei die ehemalige Facebook-Datenwissenschaftlerin Sophie Zhang dazu bereit, vor dem US-Kongress auszusagen. Als Zhang vor einem Jahr gefeuert worden sei, habe sie bereits einen detaillierten Bericht geschrieben und Facebook beschuldigt, nicht genug gegen Hassbotschaften und Fake-News zu tun. Ihre Anklage sei Grundlage eines Enthüllungsartikels im "Guardian" geworden.

Im Gespräch mit CNN habe die ehemalige Facebook-Angestellte zudem gesagt, sie habe detaillierte Dokumente an US-Ermittlungsbehörden weitergeleitet, die belegen würden, dass Facebook möglicherweise Strafgesetze verletze. Die Ermittlungen würden noch andauern.

Facebook wehre sich gegen die Vorwürfe der Whistleblowerinnen mit bekannten Statements: Man habe bewusst eingegriffen, um den Traffic von viralen Videos hin zu Posts von Freunden und Familie zu lenken, habe Facebook-CEO Mark Zuckerberg geschrieben. Man habe 150 Netzwerke entfernt, die in den öffentlichen Diskurs eingegriffen hätten und freiwillig in die Prüfung von Inhalten investiert, so ein Facebook-Sprecher.

Reichen dürften diese Maßnahmen nicht und es sei für Facebook auch schwer, ohne eine klare gesetzliche Regelung für 2,9 Milliarden monatlichen Nutzer aktiv zu werden. Daher habe Zuckerberg nicht nur einmal den US-Kongress dazu aufgerufen, die Sozialen Netzwerke zu regulieren.

Wie alle anderen Medien werde auch Social Media reguliert werden - die einzig entscheidende Frage sei nur wie drastisch. Für Facebooks langfristige Geschäftsaussichten müsse eine Regulierung aber nicht zwingend negativ sein. Denn im Grunde gehe es darum, dass mehr als sieben Millionen Unternehmen gerne auf Facebook Werbung schalten würden, um Milliarden von Nutzern zu erreichen. Allenfalls die heftigste aller Regulierungskeulen, Nutzungsbeschränkungen oder ein Verbot von Social Media für Minderjährige, dürfte sich auf dieses Geschäftsmodell negativ auswirken - angesichts der niedrigen Kaufkraft der jungen Nutzer jedoch auch dann nur geringfügig.

Das negative Sentiment, das aktuell am Markt gegenüber dem Tech-Giganten vorherrsche, lasse sich aber nicht durch gute Langfrist-Aussichten und ein stabiles Kerngeschäft überdecken.

Kurzfristig bleibt die Facebook-Aktie unter Druck und Anleger sollten trotz der günstigen Bewertung von Nachkäufen absehen, bis sich ein Boden ausgebildet hat, so Benedikt Kaufmann von "Der Aktionär". (Analyse vom 13.10.2021)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze Facebook-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Facebook-Aktie:
281,45 EUR +0,27% (13.10.2021, 12:38)

XETRA-Aktienkurs Facebook-Aktie:
281,75 EUR +1,50% (13.10.2021, 12:19)

NASDAQ-Aktienkurs Facebook-Aktie:
323,77 USD -0,52% (12.10.2021, 22:00)

ISIN Facebook-Aktie:
US30303M1027

WKN Facebook-Aktie:
A1JWVX

Ticker-Symbol Facebook-Aktie:
FB2A

NASDAQ-Symbol Facebook-Aktie:
FB

Kurzprofil Facebook Inc.:

Facebook Inc. (ISIN: US30303M1027, WKN: A1JWVX, Ticker-Symbol: FB2A, NASDAQ-Symbol: FB) ist ein US-Unternehmen mit Sitz in Menlo Park, Kalifornien. Der Gesellschaft gehört das soziale Netzwerk Facebook. Am 18. Mai 2012 ging Facebook an die Börse. Die Facebook-Nutzung ist für Mitglieder kostenlos, die Einnahmen bringt vor allem das Werbegeschäft. In den USA hat Facebook den größten Anteil am Markt für Bannerwerbung. Unternehmensplänen zufolge sollen künftig aber auch neue E-Commerce-Angebote in den Dienst integriert werden. (13.10.2021/ac/a/n)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
Finanztrends Video zu Facebook A


 
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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
US30303M1027 A1JWVX 384,33 $ 244,62 $
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