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Europäische Aktienmärkte fundamental unterbewertet




09.10.18 11:50
National-Bank AG

Essen (www.aktiencheck.de) - Bei der Betrachtung der Aktienmärkte benötigt der interessierte Beobachter aktuell eine Menge an Nerven und Geduld, so die Analysten der National-Bank AG.

Trotz aller Enttäuschung, was die Performance von DAX und EURO STOXX 50 seit Beginn des Jahres angehe, lohne sich ein Blick auf die Fundamentaldaten der Aktienmärkte insgesamt, aber auch auf die Unternehmensgewinne im Speziellen. Hinsichtlich der Fundamentaldaten des Gesamtmarktes bewege sich die Bewertung von DAX und EURO STOXX 50 auf Basis der Gewinnerwartungen für die nächsten zwölf Monate bei 11,6 bzw. 12,4. Im historischen Kontext seien dies sehr moderate Werte, insbesondere vor dem Hintergrund des anhaltenden Niedrigzinsniveaus in Europa.

Bei näherer Betrachtung der Steigerungsraten der Gewinnerwartungen der DAX-Unternehmen falle auf, dass diese seit Beginn des Jahres deutlich gefallen seien. Diese Entwicklung gelte aber nur für die Wachstumsraten des Jahres 2018, für das Jahr 2019 seien diese stabil geblieben. Im Ergebnis lasse dies darauf schließen, dass die Reduzierungen der Steigerungsraten ihre Ursache in kurzfristigen Sorgen politischer oder wirtschaftlicher Natur beispielsweise über den Fortgang des Handelsstreits hätten, mittelfristig diese Sorgen aber als beherrschbar angesehen würden. Dies decke sich mit dem Bild der Analysten gerade auch was die Entwicklung im Handelsstreit angehe. Fundamental würden sie daher gerade die europäischen Aktienmärkte und herausgehoben den DAX für eindeutig unterbewertet halten. Wann sich allerdings die politischen Sorgen auflösen bzw. nicht mehr so stark wie momentan in den Vordergrund drängen würden, lasse sich schwer vorhersagen.

Hinsichtlich der italienischen Budgetverhandlungen seien die Analysten der Auffassung, dass es letztendlich wieder auf einen Kompromiss hinauslaufen werde. Dieser werde gesichtswahrend für beide Seiten als Erfolg verkauft werden. Geholfen sei damit dauerhaft aber keinem. Deutliche Rückschläge aufgrund der italienischen Budgetverhandlungen würden sie jedenfalls nicht erwarten.

Die Analysten seien weiterhin zuversichtlich für die Aktienmärkte eingestellt. Zwar würden US-Renditen im zweijährigen Laufzeitenbereich von ca. 2,90% mittlerweile eine renditeträchtige Alternative für die US-Aktienmärkte darstellen, dies gelte aber nicht für Europa. Hier würden aufgrund des weiter vorherrschenden Niedrigzinsumfeldes wenige bis gar keine Anlagealternativen existieren. Aufgrund der Dynamik der US-Konjunkturentwicklung seien die dortigen Renditen aber eher Ausdruck der Stärke der US-Wirtschaft und würden primär nicht als Bremse aufgrund eines überraschend hohen Inflationszuwachses fungieren. Diese verhalte sich weiterhin recht moderat. In Europa fungiere die EZB-Politik weiter unterstützend, die Null-Zins Phase werde bis weit in das nächste Jahr hineinreichen.

Die letzte FED-Sitzung habe das positive US-Konjunkturbild erneut bestätigt. Aktienseitig seien daher gerade auch die US-Indices trotz merklich höherer Bewertung für die Analysten weiterhin ein unverzichtbares Investment. (09.10.2018/ac/a/m)







 
 
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