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Europäische Aktienmärkte erreichen Jahrestiefpunkt




09.01.19 16:59
Union Investment

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Europas Aktienmärkte haben die Kursverluste der Vormonate im Dezember deutlich ausgebaut, so die Experten von Union Investment.

Der EURO STOXX 50-Index habe 5,4 Prozent verloren, der marktbreite STOXX Europe 600-Index habe einen Wertverlust von 5,5 Prozent verbucht. Zahlreiche europäische Aktienindices hätten im Dezember Jahrestiefststände erreicht. Somit zeige sich für das Gesamtjahr ein deutlich negatives Bild: Der EURO STOXX 50-Index habe 2018 14,3 verloren, der STOXX Europe 600-Index 13,2 Prozent.

Sorgen um eine Abkühlung der Weltwirtschaft hätten im Dezember auf die Stimmung an den Kapitalmärkten gedrückt. Auslöser hierfür seien vor allem schwache Wirtschaftsdaten aus Deutschland, den USA und China gewesen. Außerdem habe die US-Zinsstrukturkurve belastet, die im Laufzeitenbereich zwei bis fünf Jahre in der ersten Dezemberwoche invertiert habe. In der Vergangenheit sei auf ein derart untypisches Zinsbild meist eine Rezession gefolgt. Dadurch seien die Aktien unter Verkaufsdruck geraten.

Eine zusätzliche Belastung hätten politische Unsicherheiten dargestellt: Zu Beginn des Monats hätten Proteste der sogenannten Gelbwesten in Frankreich die Börsen geschwächt. Die Entwicklungen rund um den Brexit hätten sich besonders in der zweiten Monatshälfte auf die Märkte ausgewirkt: Die für den 11. Dezember vorgesehene Abstimmung im britischen Parlament über die zwischen der Europäischen Union (EU) und der britischen Regierung ausgehandelte Einigung sei kurzfristig auf Mitte Januar verschoben worden. Zudem habe sich Premierministerin Theresa May am 12. Dezember einem Misstrauensvotum ihrer Partei stellen müssen. Sie habe dieses zwar gewinnen können, aber nur mit einer knappen Mehrheit. Der FTSE 100-Index habe somit 3,6 Prozent verloren.

Positive Entwicklungen hätten dagegen in der italienischen Haushaltsdebatte vermeldet werden können. Nach monatelangem Streit hätten sich die italienische Regierung und die EU auf einen Kompromiss geeinigt, sodass ein Strafverfahren gegen Italien vorerst ausbleibe. Dennoch habe der FTSE MIB-Index 4,5 Prozent verloren.

Neben dem sich eintrübenden Konjunkturumfeld dürfte auch der nach wie vor schwelende Handelskonflikt die europäischen Börsen in den kommenden Wochen belasten. Vorerst sei daher mit schwankungsanfälligen Märkten zu rechnen. (Ausgabe vom 08.01.2019) (09.01.2019/ac/a/m)







 
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