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Europäische Aktienindices: Leichte Erholung in der abgelaufenen Woche




11.06.18 15:57
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Aktienindices konnten sich in der abgelaufenen Woche per saldo leicht erholen, so die Analysten der NORD LB.

Mit Blick auf das gegenwärtige fundamentale Umfeld sei dies einigermaßen erstaunlich. Im Handelsstreit mit den USA drohe eine weitere Eskalation, nachdem sich US-Präsident Trump nachträglich aus der Abschlusserklärung des G7-Treffens in Kanada zurückgezogen habe. Überraschend schwach seien die April-Daten zum Auftragseingang und zur Produktion in Deutschland ausgefallen. Immerhin sei es in Italien ohne Neuwahlen zu einer Regierungsbildung von Populisten und Rechten gekommen, wodurch zumindest eine neue Phase der Unsicherheit vermieden worden sei. Die Erleichterung darüber könne aber schnell verfliegen, wenn die nun installierte Regierung ihre Ankündigungen umsetze und damit eine völlige Abkehr von den europäischen Stabilitätsregeln einleite.

Spannend werde in diesem Zusammenhang zu beobachten sein, wie sich die EZB verhalte. Am Donnerstag dieser Woche werde der Rat der EZB zusammentreten, um über die künftige Geldpolitik zu beraten. Nach jüngsten Äußerungen führender Vertreter habe sich die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass dabei das baldige Ende der Anleihekäufe in Aussicht gestellt werde. Bereits im Vorfeld habe dies für ein Wiedererstarken des Euro gesorgt.

Einen Tag vor der EZB-Sitzung werde die US-Notenbank vermutlich eine weitere Leitzinsanhebung verkünden - so zumindest die überwiegende Einschätzung der Marktteilnehmer. Der Zinsschritt sei bereits so stark eingepreist, dass er kaum noch Marktreaktionen auslösen dürfte. Viel spannender werde daher sein, ob die FED-Offiziellen Hinweise auf ihr Vorgehen im Rest des Jahres und darüber hinaus geben würden. Neben den geldpolitischen Einflüssen, die die Börsen stark beschäftigen würden, hänge die weitere Marktentwicklung davon ab, wie die Handelspartner der USA auf die mittlerweile in Kraft getretenen Importzölle reagieren würden, und ob die im weltweiten Handelskonflikt zunehmend isoliert dastehende US-Regierung ihre Ankündigung wahr mache, auch auf Autoimporte aus Europa Strafzölle zu erheben. Somit bestehe wenig Hoffnung, dass die Börsen kurzfristig zur Ruhe kommen. (11.06.2018/ac/a/m)





 
 
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