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Europäische Aktienbörsen: Rückschlagsrisiken spürbar erhöht




03.10.17 15:09
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Aktienbörsen setzten mit deutlichen Indexgewinnen ihren Aufwärtstrend der Vorwochen fort, so die Analysten der Nord LB.

Der DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) habe sich bis auf 1% seinem Allzeithoch vom 20. Juni genähert, und dem EURO STOXX 50 würden lediglich 2% bis zum Jahreshoch vom 8. Mai fehlen. Auftrieb hätten die Kurse vor allem von den Steuerplänen der Regierung Trump in den USA erhalten, die gleichzeitig zur Stärkung des US-Dollar gegenüber dem Euro geführt hätten. Auch gute Zahlen zum Verbraucher- und Unternehmensvertrauen in Europa, die für ein kräftiges Wirtschaftswachstum auch im zweiten Halbjahr sprechen würden, hätten für Kaufbereitschaft der Anleger gesorgt.

Auf den Ausgang der Wahl zum Deutschen Bundestag, der schwierige Koalitionsverhandlungen zur Regierungsbildung erwarten lasse, hätten die Börsen recht gelassen reagiert. Offenbar stehe die Hoffnung im Vordergrund, dass die Konjunktur robust genug für einen Regierungswechsel sei und sich auch in einer neuen Parteienkonstellation in der Regierung keine grundlegenden Änderungen für die Wirtschaftspolitik ergeben würden. Sollten sich die Koalitionsgespräche allerdings zu einer länger andauernden Hängepartie entwickeln, könnte sich die Stimmung an den Märkten eintrüben.

Auch der Auftrieb durch die angestrebte US-Steuerreform könnte rasch nachlassen, da die Auswirkungen bereits weitgehend eingepreist seien und es bis zur Realisierung der Pläne noch wichtige Detailfragen - insbesondere zur Finanzierung - zu klären gebe. Politische Unsicherheiten, zu denen neben den bekannten Krisen wie beispielsweise den Spannungen zwischen Nordkorea und den USA nun noch die Unabhängigkeitsbestrebungen Kataloniens von Spanien hinzugekommen seien, hätten das Potenzial, sich schnell als Belastungsfaktoren zu erweisen.

Bei den derzeit niedrigen Risikoprämien, die sich an geringen Volatilitäten der Aktienindices ablesen lassen würden, könnten daraus deutlichere Korrekturen resultieren. Von der Bewertungsseite her würden Aktien aktuell nicht überteuert erscheinen. Sollten sich allerdings im Zuge der Berichterstattung der Unternehmen zum dritten Quartal Abwärtskorrekturen bei den Gewinnausblicken häufen, was die Analysten angesichts der im bisherigen Jahresverlauf zu beobachtenden Entwicklungen auf den Devisenmärkten durchaus für möglich halten würden, könnte sich das Bild aber eintrüben.

Insgesamt hätten sich die Rückschlagsrisiken an den Aktienbörsen zuletzt spürbar erhöht, so dass die Analysten dazu raten würden, zunächst eine vorsichtige Haltung bei Anlageentscheidungen einzunehmen.

Neben dem noch immer gegebenen Anlagenotstand spreche fundamental vor allem die Hoffnung auf eine positive Entwicklung der US-Wirtschaft für die Asset-Klasse Aktien. Die in der vergangenen Woche etwas konkreter vorgestellten Steuerpläne Donald Trumps seien in diesem Kontext von sehr hoher Relevanz. Besondere Bedeutung für den Aktienmarkt sollte die Tatsache haben, dass man es US-Firmen einmalig ermöglichen wolle, steuergünstig bisher im Ausland geparkte Gewinne zu repatriieren.

Dieser Plan ist extrem wichtig für die Anleger, da in den Kursen der US-Dividendenpapiere große Hoffnungen auf höhere Dividendenzahlungen, verstärkte Aktienrückkäufe und die Realisierung von weiteren Investitionsprojekten bereits eingepreist zu sein scheinen, so die Analysten der Nord LB. Es seien aber noch sehr viele Detailfragen beim fiskalpolitischen Prestigeprojekt der Regierung Donald Trumps zu klären, und es bleibe damit wohl ein recht weiter Weg hin zu einer konkreten Umsetzung der avisierten Maßnahmen. Dabei könne es zu Verzögerungen kommen, weil die Finanzierung der nun vorgestellten grundlegenden Steuerreform noch nicht wirklich sichergestellt sei.

Die japanischen Aktienmärkte hätten am Montag früh von den durchaus freundlichen Zahlen zum Tankan Großproduzentenindex profitiert. Der Leitindex Nikkei notiere leicht im Plus. Auch die chinesischen Stimmungsumfragen, die am vergangenen Wochenende vorgelegt worden seien, würden weiterhin ein dynamisches Wachstum andeuten. Allerdings berge diese "Euphorie" auch ein gewisses Potenzial für Enttäuschungen. (Ausgabe vom 02.10.2017) (03.10.2017/ac/a/m)







 
 
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