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Kolumnist: Bernd Raschkowski

Euro setzt Aufwärtsbewegung fort




16.07.20 13:22
Bernd Raschkowski

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

Der Euro notiert derzeit im Bereich von 1,14 US-Dollar. Die Gemeinschaftswährung hat in den letzten Wochen im Vergleich zum US-Dollar massiv an Wert gewonnen. Es scheint sich ein Trendwechsel zu etablieren.


Bereits Ende Mai / Anfang Juni kletterte der Euro deutlich aufwärts. Um rund fünf Prozent ging es nach Norden, erst dann folgte eine verdiente Konsolidierung. Genau einen Monat hat es gedauert, bis der Euro ein neues Verlaufshoch markierte. Das Zwischenhoch aus dem Juni wurde gestern erreicht und geknackt.


Charttechnik: Neuer Aufwärtstrend?


Damit lieferte der Euro erneut ein positives Signal bzw. bestätigte das Kaufsignal der letzten Monate. Aktuell sieht es so aus, als ob der Euro mittel- bis langfristig gesehen weiter an Wert zulegen möchte. Der Dollar wird tendenziell verkauft und in den Euro getauscht.


Nach der ausgedehnten Talfahrt der vergangenen Jahre wäre eine neue Aufwärtsbewegung im Euro durchaus denkbar. Die europäische Gemeinschaftswährung hat schwierige Jahre hinter sich, mausert sich aber zunehmend zum Hort der Sicherheit. Immer mehr Investoren schichten ihre Anlagen in den Euro-Raum um.


Abwärtstrend wurde verlassen


Ob sich ein neuer Aufwärtstrend im Euro ausbilden wird, muss abgewartet werden, schließlich wurde das Hoch aus dem Frühjahr bei knapp 1,15 Dollar bislang nicht überwunden.


Allerdings wurde immerhin bereits der charttechnische Abwärtstrend der vergangenen Jahre verlassen. Die negative Trendlinie spielt nun keine Rolle mehr. Damit hat der Euro ein positives Signal generiert. Maßgeblich hierfür war der Sprung über die negative Abwärtstrendlinie bei rund 1,10 US-Dollar.


In der folgenden Abbildung ist die Entwicklung der Währung seit Anfang 2019 dargestellt (Candlestick-Chart, eine Kerze entspricht einem Tag):


 



 


Mittelfristig halte ich steigende Notierungen für wahrscheinlich. Als erstes Kursziel gilt zunächst der Bereich von 1,15 Dollar. Langfristig gesehen sind auch Notierungen von 1,18 US-Dollar gut möglich. Das positive Gesamtbild für den Euro würde sich erst mit einem Rutsch der Währung unter die neue Trendlinie, welche aktuell bei 1,1296 US-Dollar verläuft, eintrüben.


Freundliche Grüße aus Köln


Bernd Raschkowski
Chefredakteur
www.rohstoff-und-devisen-news.de



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