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Erhöhte Volatilität an Aktienmärkten




11.10.21 10:15
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - Die abgelaufene Woche war mit den Preisturbulenzen beim Gaspreis, der Debatte um die Anhebung der US-Schuldengrenze und dem freitägigen US-Arbeitsmarktbericht, um nur einige zu nennen, von zahlreichen Themen geprägt, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

In den kommenden Tagen betrete mit der Berichtssaison zu Q3 ein neuer gewichtiger Faktor das Börsenparkett, bei dem die Analysten von mehrheitlich positiven Überraschungen ausgehen würden. Den Auftakt würden hier traditionell die US-Banken machen. Die Frühindikatoren würden auf einen leicht freundlichen Wochenauftakt hindeuten.

Auch die abgelaufene Woche sei von einer erhöhten Volatilität an den Aktienmärkten geprägt gewesen. Die Gründe dafür seien vielfältig gewesen. So habe u.a. indirekt die Inflationsthematik angesichts der jüngsten Berg- und (teilweise auch wieder) Talfahrt bei den Gas- und Ölpreisen sowie der virulenten Lieferkettenengpässe im Fokus gestanden. Zusätzlich habe der Nachrichtenfluss rund um die Anhebung der US-Schuldenobergrenze für ein Auf und Ab der Gefühle gesorgt. Am Freitag sei an der Wall Street dann der monatliche Arbeitsmarktbericht kritisch beäugt worden, wobei der deutlich unter den Erwartungen ausfallende Jobzuwachs in der Erstreaktion für wenig Bewegung bei den US-Leitindices gesorgt habe. Letztere hätten die leichten Zuwächse in Richtung Handelsende nicht halten können und seien schlussendlich mit moderaten Abschlägen ins Wochenende gegangen.

Makroseitig stünden diese Woche am Mittwoch US-Inflationsdaten im Mittelpunkt, wo der Konsens von einem Preisauftrieb von 5,4% ausgehe. Ab Mittwoch betrete aber mit der Berichtssaison zu Q3 ein weiterer wichtiger Einflussfaktor die Bühne. In dieser werde interessant sein, welche Worte von den Unternehmen zur Energiepreisthematik und den Lieferkettendisruptionen gewählt würden. Absehbar sei, dass der eine oder andere Titel hier stärker leiden werde und daher auch ein paar empfindliche Gewinnwarnungen zu erwarten seien.

Auf Marktebene würden die Analysten aber nicht die Gefahr von breitflächigen Enttäuschungen sehen. Einerseits seien die Gewinn- und Umsatzerwartungen zuletzt nicht mehr angestiegen, sondern seien sogar leicht zurückgegangen. Zudem könnten viele Unternehmen im aktuellen Umfeld etwaige Preisanstiege vor dem Hintergrund der guten Nachfragesituation an die Endkunden weitergeben. Daher würden die Analysten von den Ergebnissen in den nächsten Wochen mehrheitlich positive Überraschungen und damit Unterstützung für die Aktienmarktentwicklung erwarten. Den Auftakt in der US-Berichtssaison würden dabei üblicherweise die Finanztitel machen, welche zuletzt von niedrigen Risikokosten und der wieder steiler werdenden US-Zinskurve Rückenwind erfahren hätten.

Im heutigen Handel in Asien würden sowohl in Japan als auch in China mehrheitlich positive Kurszuwächse verzeichnet. In China unterstütze hier die Nachricht des Hochfahrens von Kohlekraftwerken zur Eindämmung der Energieknappheit, gleichzeitig sei es diesen Unternehmen erlaubt, höhere Kosten an die Kunden zu verrechnen. Durch die heutigen Anstiege seien die Indices in Hongkong auf ein Vierwochenhoch geklettert. Ein Blick auf die aktuellen Frühindikationen lasse auch einen leicht freundlichen Handelsauftakt an den europäischen Leitbörsen erwarten.

Im Soge des Preisauftriebs bei Erdgas habe auch der Ölpreis zuletzt auf ein Mehrjahreshoch (Dreijahreshoch bei Brent, höchster Stand seit 2014 bei WTI) klettern können, wobei die starke Nachfragesituation und das weiterhin knappe Angebot ihr Übriges zur Stärke beigetragen hätten. Auch am Freitag sei es im Zuge der Angst vor einer "Energiekrise" weiter nach oben gegangen. Damit habe sich der Wochengewinn bei Öl auf über 4% summiert.

Während der Goldpreis auf den enttäuschenden Arbeitsmarktbericht erst mit Anstiegen reagiert habe, da dadurch die Aussichten auf eine schnellere Kehrtwende in der US-Geldpolitik etwas gedämpft worden seien, so habe er diese Gewinne im Handelsverlauf dann wieder abgegeben. Damit handele das Edelmetall mit einem Preis von USD 1.755 weiterhin moderat über den zuletzt markierten Tiefstständen. Bitcoin und Ether hätten sich über das Wochenende für Kryptowährungen vergleichsweise mit geringen Kursveränderungen präsentiert. (11.10.2021/ac/a/m)






 
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