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Eine weitere volatile Woche für Aktien erwartet




13.02.18 12:11
Generali Investments Europe

Köln (www.aktiencheck.de) - Die vergangene Woche ist von einer deutlichen Börsenkorrektur geprägt gewesen, so die Experten von Generali Investments.

Während der S&P 500 einen Verlust von 5,2% verzeichnet habe, hätten auch andere Indices deutliche Verluste hinnehmen müssen. So habe die jüngste Korrektur beim MSCI EMU ein Minus von 5,1% verursacht, während der japanische Topix 7,1% und der britische FTSE 100 4,7% verloren hätten. Zum Ende der Woche habe eine leichte Erholung eingesetzt. Ursache des Rücksetzers an den globalen Märkten sei eine Neubewertung des Risikos steigender Zinsen gewesen, wobei der Effekt durch den algorithmischen Handel wohl noch verstärkt worden sei.

Sektoren, die am stärksten der höheren Marktvolatilität ausgesetzt gewesen seien, wie Finanztitel, hätten stärker gelitten, aber auch defensive Aktien hätten die Auswirkungen nicht abfedern können. Die Volatilität sei von zunächst 13,5 zu Beginn des Monats auf 50,3 gestiegen, bevor sie schließlich auf 29,1 zurückgefallen sei. Dennoch hätten die Kern-Staatsanleihen, als sichere Häfen, nicht von steigenden Zuflüssen aus den Aktienmärkten profitiert, da die Erwartungen einer höheren Inflation und einer strafferen Geldpolitik der Notenbanken vorgeherrscht hätten.

Treasuries hätten die jüngste Korrektur eher ruhig erlebt, wobei die Renditen 10-jähriger Staatsanleihen die Woche mit einem Plus von 2,83% beendet hätten. Die Bund-Rendite sei mit 0,75% stabil geblieben, ebenso die Spreads südeuropäischer Bonds. Der BTP-Bund-Spread sei um einen Basispunkt auf 128 Basispunkte gestiegen, obwohl Umfragen nach wie vor darauf hindeuten würden, dass die bevorstehenden Wahlen in Italien in drei Wochen keine stabile Mehrheit bringen dürften. Die Kreditspreads seien dagegen insbesondere in den risikoreichen Segmenten angestiegen.

Angesichts der aktuellen Marktlage sei es eher unwahrscheinlich, dass die Nervosität der Anleger bald zurückgehen werde. Deshalb sei auch in dieser Woche mit einer relativ hohen Volatilität zu rechnen. Weitere Marktschwankungen könnten Investoren dazu zwingen, ihre Portfolios umzuschichten, was weitere Kapitalabflüsse bedeuten würde. Ein weiterer Risikofaktor sei die mögliche Trendumkehr bei den Mittelzuflüssen in Aktien-ETFs.

Auf den Treasuries laste zusätzlicher Aufwertungsdruck, nachdem der US-Kongress am Freitag bereits eine Erhöhung der Bundesausgaben im Wert von 300 Mrd. US-Dollar in zwei Jahren bewilligt habe. All diese Faktoren würden die Aktienkurse mit aller Wahrscheinlichkeit belasten. Aber erst eine deutlich stärkere Korrektur der Aktienkurse würde zu einer Verschärfung der finanziellen Bedingungen führen, die groß genug wäre, um die FED von ihrem monetären Normalisierungskurs abzubringen. Dies sei in der letzten Woche von einigen FOMC-Mitgliedern noch einmal betont worden.

Auf makroökonomischer Seite sollte die US-Inflation für Januar, deren Daten für Freitag erwartet würden, eine stabile Kernrate signalisieren. Allerdings dürften Überraschungen nach oben wohl nicht unbemerkt bleiben. Der erwartete Aufwärtstrend bei der Kapazitätsauslastung werde die solide Erholung in der Fertigung bestätigen. Auch die Stärke im Euro-Währungsgebiet sollte durch die zweite Veröffentlichung des realen BIP für das 4. Quartal des zurückliegenden Jahres und durch die Industrieproduktion, die für Mittwoch vorgesehen seien, bestätigt werden. (13.02.2018/ac/a/m)






 
 
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