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Kolumnist: Sabine Traub

Die EZB besetzt Stellvertreter-Posten neu




23.02.18 13:30
Sabine Traub

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Chance für Jens Weidmann?

Selten wurde über einen EZB-Stellvertreter-Posten schon im Vorfeld so viel spekuliert wie jetzt. Seit dieser Woche steht nun fest, dass der Spanier Luis de Guindos neuer Vize-Chef der EZB werden soll. Die Zustimmung der europäischen Staats- und Regierungschefs steht allerdings noch aus. Interessant ist die Nominierung de Guindos aus mehrerlei Hinsicht. Einerseits blickt de Guindos auf eine durchaus bewegte Vergangenheit zurück: de Guindos war unter anderem 2008 Spanienchef der Investmentbank Lehmann Brothers und hatte einen Verwaltungsratsposten bei der Bank Mare Norstum inne. Die Bank musste nach seinem Abgang mit Steuergeld gerettet werden. Die Erfolge während seiner Zeit als Wirtschaftsminister Spaniens sind ebenfalls überschaubar. Spanien verfügt noch immer über die zweithöchste Arbeitslosenquote im Euroraum und das Wirtschaftswachstum hat während seiner Amtszeit sogar nachgelassen. Andererseits spricht durch die Nominierung de Guindos im Augenblick viel dafür, dass Bundesbankchef Jens Weidmann von der Ernennung profitieren könnte. Weidmann gilt im Augenblick als aussichtsreichster Kandidat für die Nachfolge Mario Draghis im kommenden Jahr. Er verkörpert aktuell genau das, was die Macht-Arithmetik im Euroraum verlangt: Weidmann ist Nordeuropäer, ein sogenannter „Falke“ und zu guter Letzt hat es ein Deutscher bislang noch nie auf den Chefsessel im Frankfurter Euro Tower geschafft.








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