Kolumnist: Feingold-Research

EZB – Euro weiter unter Druck?




18.06.18 10:19
Feingold-Research

Am Donnerstag gab die EZB bekannt, dass das Anleihekaufprogramm erst Ende des Jahres und nicht wie ursprünglich geplant im September diesen Jahres, ausläuft.  Gleichermaßen wurde Draghi beim Thema Zinsen sehr deutlich und verkündete, dass bis Sommer 2019 der niedrige Zinssatz beibehalten. Die Reaktion des Euros zeigt, dass der Markt bereits eine frühere Zinserhöhung im Kurs eingepreist hatte. Der Eurokurs schwächelte und konnte bisher nicht auf das Ursprungsniveau zurückkehren. Wer noch weiter Luft nach unten sieht, greift zum Turbo-Bear SC4X7Y oder TD1NAU, bei der Erwartung steigender Kurse ist der Turbo-Bull MF57A8 genau der richtige Schein.

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Wir stellen Ihnen die Einschätzung der VP-Bank-Experten zur EZB-Sitzung am Donnerstag vor:


Die EZB schaffte am Donnerstag klare Fakten: Die Zinsen bleiben unverändert. Die Anleihekäufe werden bis September mit dem bisherigen Volumen von  30 Milliarden Euro fortgesetzt. Ab dem Oktober geht es dann mit einem reduzierten Volumen von 15 Milliarden Euro weiter. Die Reduktion des monatlichen Aufkaufvolumens hängt allerdings vom Datenfluss ab. Das will heißen: Verschlechtert sich der Inflationsausblick, geht es vermutlich mit 30 Milliarden Euro weiter. Zum Jahresende 2018 soll dann aber Schluss sein. Die Zinsen, auch hier ist die EZB deutlich, bleiben bis mindestens zum Ende des Sommer 2019 unverändert. Die Wiederanlage der Wertpapiere bleibt noch für eine längere Zeit in Kraft.


Börse-EZB-DAX3Die europäischen Währungshüter wurden am Donnerstag ungewöhnlich deutlich. Während das Ende der Anleihekäufe zum Jahresende 2018 weitgehend erwartet worden war, ist die Aussage zu den Zinsen für eine Notenbank außergewöhnlich unverklausuliert. Mario Draghi beugt damit Spekulationen einer baldigen Zinserhöhung vor. Die Währungshüter wollen damit eine Aufwertung des Euro verhindern. Tatsächlich reagierte der Euro nach Veröffentlichung des Pressetextes mit Schwäche. Dies zeigt einmal mehr, dass die Wechselkursnotierungen einige Zinserhöhungsfantasien in sich trugen.


Mario Draghi gelingt einmal mehr ein schwieriger kommunikativer Spagat. Während die Aussicht auf eine Einstellung der Anleihekäufe den Euro möglicherweise unter Aufwertungsdruck gebracht hätte, ist das Gegenteil der Fall. Das Beibehalten eines niedrigen Zinssatzes bis mindestens Sommer 2019 enttäuscht die Märkte und führte sogar zu einer Euro-Schwäche. Die EZB bleibt jedenfalls noch für einen sehr langen Zeitraum eine sehr expansive Notenbank.


Quelle: VP Bank, eigene Recherche



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