Wien (www.aktiencheck.de) - EVN-Aktienanalyse von der Raiffeisen Bank International AG:
Bernd Maurer und Teresa Schinwald, Analysten der Raiffeisen Bank International AG, raten in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der EVN AG (ISIN: AT0000741053, WKN: 878279, Ticker-Symbol: EVN) weiterhin zu kaufen.
Das Erneuerbare-Energien-Ausbaugesetz (EAG) sei zwar noch vor der parlamentarischen Sommerpause verabschiedet worden, jedoch würden noch wichtige Klarstellungen, insbesondere zu den Marktprämien für neue erneuerbare Energien-Projekte fehlen. Da die Richtlinien des neuen Gesetzes im Herbst veröffentlicht werden sollten, dürften neue Projekte frühestens im Dezember, im Rahmen der Veröffentlichung der Geschäftszahlen für das abgelaufene Jahr, vorgestellt werden. Jedenfalls seien die Analysten zuversichtlich, dass der Konzern neben der 100 MW Windprojektpipeline, welche die EVN momentan abarbeite, eine Reihe von zusätzlichen Projekten in petto habe.
Die Analysten der RBI gehen auch davon aus, dass das Verteilernetz der EVN von der attraktiven Förderung für erneuerbare Energien profitieren könnte, da diese Anschlüsse auf der Verteilerebene benötigen. In Niederösterreich dürften aufgrund der guten Windverhältnisse und des vergleichsweise flachen Geländes viele gute Standorte zu finden sein. Auch die Umweltsparte könnte aufgrund der zunehmenden Regulierung der Energieeffizienz und der finanziellen Unterstützung durch das EU-Projekt "Fit For 55" mehr Aufträge erhalten.
Abgesehen von ihrem langfristigen Potenzial, in einer dekarbonisierten Welt von mehr erneuerbaren Energien und höheren Energieeffizienzanforderungen zu profitieren, fehle es bei der EVN an kurzfristigen Impulsgebern. Entscheidungen über Verteilungstarife seien zwar noch einige Jahre entfernt, wobei erste Anzeichen aus der Regulierung der Gasfernleitungen nicht auf eine wesentliche Verschlechterung hindeuten würden. Niedrigere Vergütungen könnten zwar mit niedrigeren Renditen begründet werden, da das Verteilernetz jedoch das Fundament der dezentralen Energieerzeugung sei und dementsprechend wachsen müsse, würden die Analysten davon ausgehen, dass die regulierten Einnahmen mittelfristig sogar steigen würden.
Das Unternehmen habe im ersten Halbjahr seines Geschäftsjahres ein passables Ergebnis verbucht, wobei ein längerer und kälterer Winter als im Vorjahr sowie erste Beiträge aus dem Kuwait-Projekt, eine neuerliche Wertberichtigung des deutschen Kraftwerks Walsum 10 in Höhe von EUR 113 Mio. kompensiert hätten. Die EVN sei ein stabiler Dividendenzahler in einem regulierten Markt und notiere unter dem Marktwert ihrer 12,6% Verbundbeteiligung, weshalb das aktuelle Kursniveau einen attraktiven Einstiegspunkt bieten könnte.
Bernd Maurer und Teresa Schinwald, Analysten der Raiffeisen Bank International AG, bestätigen ihre "Kauf"-Empfehlung für die EVN-Aktie und erhöhen das Kursziel von EUR 22 auf EUR 27. (Analyse vom 11.08.2021)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:
3. RBI oder eine mit ihr verbundene juristische Person ist Market Maker oder Specialist oder Designated Sponsor oder Stabilisierungsmanager oder sonstiger Liquiditätsspender in den Finanzinstrumenten des Emittenten.
5. Zwischen RBI oder einer mit ihr verbundenen juristischen Person und dem Emittenten war in den vorangegangenen 12 Monaten eine Vereinbarung über die Erbringung von Wertpapierdienstleistungen gemäß Anhang I Abschnitte A (Wertpapierdienstleistungen und Anlagetätigkeiten) und B (Nebendienstleistungen) der Richtlinie 2014/65/EU des Europäischen Parlaments und des Rates in Kraft bzw. ergab sich in diesem Zusammenhang die Verpflichtung zu einer Zahlung oder zum Erhalt einer Entschädigung; wobei eine Offenlegung nur dann erfolgt, wenn dadurch die Vertraulichkeit von Geschäftsinformationen nicht verletzt wird.
7. Der zuständige Analyst oder eine sonstige an der Erstellung der Finanzanalyse mitwirkende natürliche Person besitzt Finanzinstrumente des von ihm analysierten Emittenten.
12. RBI erbrachte für den Emittenten in den vorangegangenen 12 Monaten Wertpapierdienstleistungen gemäß Anhang I Abschnitte A (Wertpapierdienstleistungen und Anlagetätigkeiten) und B (Nebendienstleistungen) der Richtlinie 2014/65/EU des Europäischen Parlaments und des Rates.
Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity
Börsenplätze EVN-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs EVN-Aktie:
21,00 EUR +0,24% (11.08.2021, 13:52)
Wiener Börse-Aktienkurs EVN-Aktie:
21,05 EUR 0,00% (11.08.2021, 13:55)
ISIN EVN-Aktie:
AT0000741053
WKN EVN-Aktie:
878279
Ticker-Symbol EVN-Aktie:
EVN
Kurzprofil EVN AG:
Die EVN AG (ISIN: AT0000741053, WKN: 878279, Ticker-Symbol: EVN) bietet in ihrem Heimmarkt auf Basis modernster Infrastruktur Strom, Gas, Wärme, Trinkwasserver- sowie Abwasserentsorgung und thermische Abfallverwertung "aus einer Hand". Des Weiteren gehören der Betrieb von Netzen für Kabel-TV und Telekommunikation sowie das Angebot verschiedener Energiedienstleistungen für Privat- und Businesskunden sowie für Gemeinden zur Produktpalette.
Das Energiegeschäft im Ausland umfasst den Stromverkauf an Endkunden in Deutschland, Bulgarien und Nordmazedonien, den Gasverkauf an Endkunden in Kroatien, sowie die Stromproduktion in Nordmazedonien, Bulgarien, Albanien und Deutschland. Weitere Aktivitäten sind Wärmeproduktion und -verkauf an Endkunden in Bulgarien, die Beschaffung von Strom, Gas und anderen Primärenergieträgern, sowie der Handel mit Strom und Gas auf Großhandelsmärkten.
Mit der Übernahme einer deutschen Umweltdienstleistungsgruppe im Jahr 2003 konnte die EVN das Umweltgeschäft als zweites strategisches Standbein aufbauen und in ihr Geschäftsmodell integrieren. Mit über 100 Umweltprojekten verfügt die EVN über umfassende Expertise in der Planung und Errichtung von Trinkwasserver- und Abwasserentsorgungsanlagen, Entsalzungs- sowie thermischen Abfall- und Klärschlammverwertungsanlagen.
Rund 4,8 Mio. Kunden vertrauten im Geschäftsjahr 2019/20 auf die sichere Versorgung mit Energie- und Umweltprodukten sowie -dienstleistungen der EVN. Insgesamt ist die EVN Gruppe derzeit in 14 Ländern tätig. Im Geschäftsjahr 2019/20 wurden 51,4% der Umsatzerlöse außerhalb Österreichs in den Märkten Mittel-, Ost- und Südosteuropa erzielt (Vorjahr: 44,4%). (11.08.2021/ac/a/a)
Bernd Maurer und Teresa Schinwald, Analysten der Raiffeisen Bank International AG, raten in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der EVN AG (ISIN: AT0000741053, WKN: 878279, Ticker-Symbol: EVN) weiterhin zu kaufen.
Das Erneuerbare-Energien-Ausbaugesetz (EAG) sei zwar noch vor der parlamentarischen Sommerpause verabschiedet worden, jedoch würden noch wichtige Klarstellungen, insbesondere zu den Marktprämien für neue erneuerbare Energien-Projekte fehlen. Da die Richtlinien des neuen Gesetzes im Herbst veröffentlicht werden sollten, dürften neue Projekte frühestens im Dezember, im Rahmen der Veröffentlichung der Geschäftszahlen für das abgelaufene Jahr, vorgestellt werden. Jedenfalls seien die Analysten zuversichtlich, dass der Konzern neben der 100 MW Windprojektpipeline, welche die EVN momentan abarbeite, eine Reihe von zusätzlichen Projekten in petto habe.
Die Analysten der RBI gehen auch davon aus, dass das Verteilernetz der EVN von der attraktiven Förderung für erneuerbare Energien profitieren könnte, da diese Anschlüsse auf der Verteilerebene benötigen. In Niederösterreich dürften aufgrund der guten Windverhältnisse und des vergleichsweise flachen Geländes viele gute Standorte zu finden sein. Auch die Umweltsparte könnte aufgrund der zunehmenden Regulierung der Energieeffizienz und der finanziellen Unterstützung durch das EU-Projekt "Fit For 55" mehr Aufträge erhalten.
Abgesehen von ihrem langfristigen Potenzial, in einer dekarbonisierten Welt von mehr erneuerbaren Energien und höheren Energieeffizienzanforderungen zu profitieren, fehle es bei der EVN an kurzfristigen Impulsgebern. Entscheidungen über Verteilungstarife seien zwar noch einige Jahre entfernt, wobei erste Anzeichen aus der Regulierung der Gasfernleitungen nicht auf eine wesentliche Verschlechterung hindeuten würden. Niedrigere Vergütungen könnten zwar mit niedrigeren Renditen begründet werden, da das Verteilernetz jedoch das Fundament der dezentralen Energieerzeugung sei und dementsprechend wachsen müsse, würden die Analysten davon ausgehen, dass die regulierten Einnahmen mittelfristig sogar steigen würden.
Das Unternehmen habe im ersten Halbjahr seines Geschäftsjahres ein passables Ergebnis verbucht, wobei ein längerer und kälterer Winter als im Vorjahr sowie erste Beiträge aus dem Kuwait-Projekt, eine neuerliche Wertberichtigung des deutschen Kraftwerks Walsum 10 in Höhe von EUR 113 Mio. kompensiert hätten. Die EVN sei ein stabiler Dividendenzahler in einem regulierten Markt und notiere unter dem Marktwert ihrer 12,6% Verbundbeteiligung, weshalb das aktuelle Kursniveau einen attraktiven Einstiegspunkt bieten könnte.
Bernd Maurer und Teresa Schinwald, Analysten der Raiffeisen Bank International AG, bestätigen ihre "Kauf"-Empfehlung für die EVN-Aktie und erhöhen das Kursziel von EUR 22 auf EUR 27. (Analyse vom 11.08.2021)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:
3. RBI oder eine mit ihr verbundene juristische Person ist Market Maker oder Specialist oder Designated Sponsor oder Stabilisierungsmanager oder sonstiger Liquiditätsspender in den Finanzinstrumenten des Emittenten.
5. Zwischen RBI oder einer mit ihr verbundenen juristischen Person und dem Emittenten war in den vorangegangenen 12 Monaten eine Vereinbarung über die Erbringung von Wertpapierdienstleistungen gemäß Anhang I Abschnitte A (Wertpapierdienstleistungen und Anlagetätigkeiten) und B (Nebendienstleistungen) der Richtlinie 2014/65/EU des Europäischen Parlaments und des Rates in Kraft bzw. ergab sich in diesem Zusammenhang die Verpflichtung zu einer Zahlung oder zum Erhalt einer Entschädigung; wobei eine Offenlegung nur dann erfolgt, wenn dadurch die Vertraulichkeit von Geschäftsinformationen nicht verletzt wird.
7. Der zuständige Analyst oder eine sonstige an der Erstellung der Finanzanalyse mitwirkende natürliche Person besitzt Finanzinstrumente des von ihm analysierten Emittenten.
12. RBI erbrachte für den Emittenten in den vorangegangenen 12 Monaten Wertpapierdienstleistungen gemäß Anhang I Abschnitte A (Wertpapierdienstleistungen und Anlagetätigkeiten) und B (Nebendienstleistungen) der Richtlinie 2014/65/EU des Europäischen Parlaments und des Rates.
Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity
Börsenplätze EVN-Aktie:
Tradegate-Aktienkurs EVN-Aktie:
21,00 EUR +0,24% (11.08.2021, 13:52)
Wiener Börse-Aktienkurs EVN-Aktie:
21,05 EUR 0,00% (11.08.2021, 13:55)
ISIN EVN-Aktie:
AT0000741053
WKN EVN-Aktie:
878279
Ticker-Symbol EVN-Aktie:
EVN
Kurzprofil EVN AG:
Die EVN AG (ISIN: AT0000741053, WKN: 878279, Ticker-Symbol: EVN) bietet in ihrem Heimmarkt auf Basis modernster Infrastruktur Strom, Gas, Wärme, Trinkwasserver- sowie Abwasserentsorgung und thermische Abfallverwertung "aus einer Hand". Des Weiteren gehören der Betrieb von Netzen für Kabel-TV und Telekommunikation sowie das Angebot verschiedener Energiedienstleistungen für Privat- und Businesskunden sowie für Gemeinden zur Produktpalette.
Das Energiegeschäft im Ausland umfasst den Stromverkauf an Endkunden in Deutschland, Bulgarien und Nordmazedonien, den Gasverkauf an Endkunden in Kroatien, sowie die Stromproduktion in Nordmazedonien, Bulgarien, Albanien und Deutschland. Weitere Aktivitäten sind Wärmeproduktion und -verkauf an Endkunden in Bulgarien, die Beschaffung von Strom, Gas und anderen Primärenergieträgern, sowie der Handel mit Strom und Gas auf Großhandelsmärkten.
Mit der Übernahme einer deutschen Umweltdienstleistungsgruppe im Jahr 2003 konnte die EVN das Umweltgeschäft als zweites strategisches Standbein aufbauen und in ihr Geschäftsmodell integrieren. Mit über 100 Umweltprojekten verfügt die EVN über umfassende Expertise in der Planung und Errichtung von Trinkwasserver- und Abwasserentsorgungsanlagen, Entsalzungs- sowie thermischen Abfall- und Klärschlammverwertungsanlagen.
Rund 4,8 Mio. Kunden vertrauten im Geschäftsjahr 2019/20 auf die sichere Versorgung mit Energie- und Umweltprodukten sowie -dienstleistungen der EVN. Insgesamt ist die EVN Gruppe derzeit in 14 Ländern tätig. Im Geschäftsjahr 2019/20 wurden 51,4% der Umsatzerlöse außerhalb Österreichs in den Märkten Mittel-, Ost- und Südosteuropa erzielt (Vorjahr: 44,4%). (11.08.2021/ac/a/a)
Archivbeitrag vom 11.08.2021. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.