EUR/USD-Reaktion auf US-Wahlen hält sich in Grenzen




07.11.18 11:35
Deutsche Bank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Viele Akteure haben die gestrigen Kongress-Wahlen als "bedeutendste Zwischenwahl der USA während der vergangenen Jahrzehnte" eingestuft, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Um 7 Uhr MEZ seien in Alaska die letzten Wahllokale geschlossen worden. Dabei zeichne sich nach übereinstimmenden US-Medienberichten ab, dass die Demokraten im Repräsentantenhaus die Mehrheit der 435 Sitze zurückerobert haben dürften. Im Senat, wo nur ein Drittel der Sitze neu zu vergeben gewesen sei, würden die Republikaner das Sagen behalten und jüngsten Hochrechnungen zufolge sogar drei Sitze mehr als zuvor erhalten. Interessant in diesem Zusammenhang: Die Demokraten würden Hochrechnungen zufolge (FiveThirtyEight) im Repräsentantenhaus wahrscheinlich nicht nur die für eine Mehrheit notwendigen 23, sondern vermutlich sogar 30 bis 40 Stimmen hinzugewinnen. Damit sei das von den Meinungsforschern vorhergesagte und von Finanzmarktakteuren am wahrscheinlichsten gehaltene Szenario eingetreten. Gleichzeitig werde US-Präsident Donald Trump in Zukunft das Regieren erschwert.

Nach zuletzt vorherrschender Marktmeinung dürfte sich die Reaktion im Devisenhandel infolge des zu erwartenden Wahlergebnisses jedoch in Grenzen halten: In einer ersten Reaktion habe sich der US-Dollar leicht abgeschwächt, sodass sich der Euro bislang auf zuhöchst 1,1470 EUR/USD (ISIN: EU0009652759, WKN: 965275) habe befestigen können.

Außer den alles überragenden US-Midterms hätten gestern auch noch die endgültigen Zahlen zu den Einkaufsmanagerindices der Dienstleister in der Eurozone (Markit) vorgelegen, die sich zumindest temporär positiv auf den Euro ausgewirkt hätten. Dabei sei der Index für die Eurozone im Oktober zwar etwas besser als geschätzt ausgefallen, habe aber mit 53,1 immer noch unter dem Vormonatswert (54,7) gelegen. Besonders ungünstig stelle sich dabei die Entwicklung für Italien dar, wo nicht nur der Index der Dienstleister zum ersten Mal seit Mai 2016 eine leichte Schrumpfung der Wirtschaft im Oktober verraten habe, sondern (zuvor) auch derjenige des Verarbeitenden Gewerbes. Dies sei insofern bemerkenswert, als sich etwa ein anderes Land an der Peripherie der Eurozone, Spanien, auf einem Wachstumspfad zu befinden scheine.

Der Euro befinde sich unterdessen immer noch in seinem kurzfristigen Aufwärtstrend, nunmehr zwischen 1,1490/95 und 1,1260. (07.11.2018/ac/a/m)







 
 
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