EUR/USD: Geldpolitik wird Euro tendenziell belasten




17.04.18 14:11
aktiencheck.de

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Der EUR/USD-Wechselkurs (ISIN: EU0009652759, WKN: 965275) ist im März von 1,22 auf 1,23 leicht angestiegen, so die Analysten der DekaBank.


 


Im Vorfeld des US-Zinsentscheids am 21. März habe der US-Dollar etwas an Stärke gewinnen können. Die Erhöhung des Leitzinses um 25 Basispunkte auf das neue Zielband von 1,75% bis 1,50% sei allerdings wie erwartet ausgefallen. Die Erklärung der US-Notenbank zum Zinsentscheid sei ebenfalls ohne Überraschungen geblieben. Die Zentralbank der USA möchte an ihrem Kurs der graduellen Zinserhöhungen festhalten. Der Euro habe gegenüber US-Dollar nach dem Zinsentscheid rasch wieder zugelegt und seine leichte Schwäche vor der Entscheidung der US-Notenbank wieder ausgleichen können. Die deutliche Stimmungsabkühlung in Euroland im März habe den Euro gegenüber dem US-Dollar noch nicht spürbar belastet.


 


Charttechnik: EUR/USD habe in den letzten Wochen weiterhin seitwärts gerichtet gehandelt. 1,2550/1,2150 würden hier die interessanten Eckpunkte bilden. Die technischen Indikatoren würden sich in neutralen Gefilden bewegen. Insofern warte der Markt auf neue Impulse und aus der gegenwärtigen Lethargie auszubrechen. 1,2280, 1,2235 und 1,2395, 1,2445 würden die kurzfristigen Beobachtungspunkte bilden. Die obere Seite (1,2550) werde aktuell weiterhin leicht favorisiert. 


 


Perspektiven: Für den Euro würden die Analysten der DekaBank mit Blick auf die fundamentalen Faktoren gegenüber dem US-Dollar bis Ende 2018 eine leichte Abwertung erwarten. Sie würden mit einer weiterhin hohen Zinsdifferenz zwischen US-Treasuries und deutschen Bundesanleihen rechnen. Der US-Zinsvorsprung dürfte sich bei kurz- und mittelfristigen Staatsanleihen ausweiten und bei langfristigen Staatsanleihen überdurchschnittlich groß bleiben. Zudem seien die Wachstumsaussichten für die US-Wirtschaft günstiger als für Euroland. Grundsätzlich stützend für den Euro sei dagegen die von den Analysten prognostizierte Verfestigung des Aufschwungs in Euroland. In  den USA habe die Notenbank 2015 das Anleihekaufprogramm beendet. Die US-Leitzinswende sei im Dezember 2015 erfolgt, während die Europäische Zentralbank frühestens 2019 die erste Leitzinserhöhung beim Einlagensatz vornehmen werde. Entsprechend werde die Geldpolitik den Euro zunächst noch tendenziell belasten. (17.04.2018/ac/a/m)







 
 
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