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Kolumnist: Redaktion boerse-frankfurt.de

ETFs: Risikoappetit ist wieder da




27.05.20 08:48
Redaktion boerse-frankfurt.de

Bulle auf
                    einem Monitor

Die Risikoscheu der Anleger scheint dahin, sie greifen zu bei europäischen und US-amerikanischen Aktien, aber auch bei Anleihen, die etwas mehr Rendite bieten als Staatsanleihen. Sehr gut gefahren sind Anleger in diesem Jahr mit Aktien von Goldproduzenten.


 


26. Mai 2020. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Die verbesserte Stimmung an den Börsen hebt auch die Laune der ETF-Anleger: „Es wird wieder gekauft“, stellt Oliver Kilian von der Unicredit Group fest – vor allem Industrieländeraktien-, aber auch weiterhin viele Anleihen-ETFs. Der DAX ist am Dienstagmorgen sogar kurzzeitig über 11.500 Punkte geklettert, aktuell sind es 11.467 Punkte. Auslöser sind die Fortschritte im Kampf gegen Corona und Lockerungsmaßnahmen wie die für Deutschland in Aussicht gestellten liberaleren Kontaktregeln.


„Nur Zuflüsse bei Nasdaq-ETFs“


Laut Kilian sind besonders Stoxx Europe 600-, S&P 500- (WKN 622391), Nasdaq- (WKN A0F5UF801498) und MSCI World-ETFs (WKN A0HGV0) gesucht. „Bei Nasdaq-ETFs sehen wir überhaupt keine Abflüsse.“ Außerdem setze sich das Interesse an asiatischen Schwellenländeraktien fort, etwa dem Amundi MSCI EM Asia (WKN A2H58R) oder dem Pendant von iShares (WKN A1C1H5). 


Rege gehandelt wurden in den vergangenen fünf Handelstagen an der Börse Frankfurt vor allem DAX- (WKN 593393DBX1DAETFL01), Euro Stoxx 50- (WKN 593395935927), Stoxx Europe 600- (WKN 263530), MSCI World- (WKN A0RPWH) und S&P 500-ETF (WKN A0YEDG), wie die Umsatzliste der Börse Frankfurt zeigt. Viel um geht auch weiterhin in Short-ETFs, vor allem dem Xtrackers Short DAX Daily Swap (WKN DBX1DS) und dem Xtrackers ShortDAX x2 Daily Swap (WKN DBX0BY).


Technologie-Indexfonds gefragt, Goldproduzenten mit großem Plus


Wegen der guten Entwicklung von Tech-Aktien setzen Anleger auch weiter auf Technologie-ETFs wie den iShares Stoxx Europe 600 Technology (WKN A0H08Q), wie Kilian feststellt. Der rasante Goldpreisanstieg sorgt außerdem für viel Interesse an ETFs, die Goldproduzenten abbilden, etwa dem iShares Gold Producers (WKN A1JKQJ). Der kommt mittlerweile auf ein Plus von 26 Prozent seit Jahresanfang, auf Dreijahressicht sind es 18,9 Prozent im Jahr. Der ETF bietet Zugang zu Aktien der größten börsennotierten Unternehmen, die in die Exploration und Förderung von Gold und verwandten Produkten weltweit involviert sind, etwa Newmont, Barrick Gold, Franco Nevada, Newcrest Mining, Agnico Eagle Mines und Anglogold Ashanti. Der Goldpreis hatte vergangene Woche ein Siebeneinhalbjahreshoch bei fast 1.770 Dollar erreicht, aktuell zeigt er sich nur etwas schwächer bei 1.726 US-Dollar. 



Oliver Kilian

Kilian


Keine Erholung zeichnet sich bei den ebenfalls viel gehandelten Banken-ETFs ab. Indexfonds wie der iShares Euro Stoxx Banks (WKN 628930) treten weiter auf der Stelle, seit Jahresanfang sitzen Anleger auf einem Minus von 45 Prozent.


Unternehmens- statt Staatsanleihen


Sehr gut weg gehen weiter Anleihen-ETFs, die im April von den Zuflüssen her sogar Aktien-ETFs abgehängt hatten (s. Insert). Gesetzt wird aktuell auf Unternehmensanleihen in US-Dollar aus den USA (WKN A110QS) oder auch aus den Emerging Markets (WKN A0NECUA1W0MQ). Abgegeben würden hingegen europäische (WKN DBX0K7) und US-amerikanische Staatsanleihen (WKN A0J202).


Auch die Umsatzstatistik der Börse Frankfurt zeigt einen ungewöhnlich regen Handel von Anleihen an: Viel um ging in den vergangenen Tagen vor allem im iShares Core Euro Government Bond (WKN A0RL83) und im iShares Global Inflation Linked Government Bond Euro Hedged (WKN A2P1KU).


Morningstar: Unerwartetes Comeback der europäische Fondsindustrie im April 


Nach den hohen Abflüssen im März verzeichneten europäische Fonds im April wieder deutliche Zuflüsse, wie Morningstar meldet – auch ETFs. „Auch wenn die Nachfrage nach Indexfonds absolut gesehen niedriger war als nach aktiven Fonds, so war das Wachstum der passiven Fonds überdurchschnittlich hoch relativ zu ihrer Größe“, erklärt Morningstar-Analyst Ali Masarwah. Daher sei der ETF-Marktanteil von 19,2 Prozent per Ende März auf 19,5 Prozent per Ende April gestiegen – vor einem Jahr waren es übrigens nur 17,8 Prozent. 


Die stärkste Nachfrage verzeichneten weiterhin Anleihe-ETFs. Unter den Branchen-ETFs zählten Gesundheits-, Technologie- und US-Wachstumsfonds, vertreten durch die Nasdaq-100-Tracker, zu den Gewinnern. „Das lässt den Schluss zu, dass Anleger auch bei Aktien selektiv vorgingen. Sie setzten auf die tatsächlichen oder vermeintlichen Gewinner der Coronavirus-Krise.“ Unter dem Strich habe die europäische Fondsindustrie ein unerwartetes Comeback im April erlebt. Die vorläufigen Tages-Daten von Morningstar, die rund 85 Prozent des üblichen Fonds-Universums umfassten, zeigten außerdem, dass sich der Trend hin zu mehr Risiko in den ersten drei Wochen im Mai fortgesetzt hat.


von: Anna-Maria Borse


26. Mai 2020, © Deutsche Börse AG




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