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Kolumnist: Redaktion boerse-frankfurt.de

ETFs: Kasse machen bei Öl und Gaswerten




29.06.22 08:31
Redaktion boerse-frankfurt.de

Preis Tafel New York und Paris


Mal mit Schwung nach oben, dann aber auch wieder schnell nach unten – eine solide Erholung sieht anders aus. Anleger*innen bleiben daher vorsichtig. Wenn gekauft wird, dann vor allem ETFs mit Aktien aus den USA oder weltweit.


28. Juni 2022. Frankfurt (Börse Frankfurt). Die Rezessionsangst lastet weiter auf den Märkten. Zwar hat sich der DAX nach den durchaus kräftigen Verlusten in den Vorwochen etwas stabilisiert. Am Dienstagmittag liegt der Index bei 13.284 Punkten – über dem Niveau von gestern und in etwa auf dem Niveau vor einer Woche. Die Unsicherheit bleibt aber groß. Frank Mohr von Société Générale meldet einen Verkaufsüberhang im ETF-Handel – bei leicht rückläufigen Umsätzen. „Anleger orientieren sich derzeit, wohin die Reise geht.“


Energieaktien: Gewinnmitnahmen und Neupositionierungen


Wichtiges Thema ist weiter die Öl- und Gaspreisexplosion. Die Energiebranche gehört daher unverändert zu den am stärksten beachteten Branchen. Wie Mohr feststellt, werden Produkte wie der iShares Oil & Gas Exploration & Production (IE00B6R51Z18) aktuell aber eher verkauft. „Das dürften Gewinnmitnahmen sein nach der zuvor sehr guten Kursentwicklung.“


Fabian Wörndl von Lang & Schwarz beobachtet hingegen noch viele Käufe in dem iShares-Produkt. „Bei Energiewerten ist richtig viel los.“ Der Ölpreis liegt zwar weiter deutlich unter dem März-Hoch von 133 US-Dollar für ein Barrel Brent, ist zuletzt aber wieder etwas gestiegen auf aktuell 112 US-Dollar.


Top-Performer: Alle aus dem Energiebereich


Wie Morningstar meldet, waren im Mai 14 der 15 in Deutschland zugelassenen ETFs mit der besten Kursentwicklung im Energiesektor beheimatet. Zu den Top-Performern gehörten der iShares Oil & Gas Exploration & Production, ETFs auf den Energy S&P US Select Sector von Invesco, SPDR und iShares sowie der Xtrackers MSCI USA Energy. Auch ETCs wie der WisdomTree Gasoline ETC sind dabei. Auf Monatssicht legten alle zwischen 13 und 19 Prozent zu, auf Jahressicht um rund 100 Prozent. Krypto-Produkte dominierten die Morningstar-Liste der Top-Verlierer. 14 der 15 größten Verlierer am deutschen Markt gehören zum Krypto-Segment.


Gesundheitsunternehmen gefragt, Goldproduzenten nicht


Aktuell gefragt bleiben laut Mohr Aktien aus der Gesundheitsbranche, etwa mit dem iShares MSCI World Health Care Sector (IE00BJ5JNZ06). Ebenfalls beliebt seien Immobilienaktien, zum Beispiel mit dem iShares Developed Markets Property Yield (IE00B1FZS350). Abgaben überwiegen laut Mohr in der Grundstoffbranche, vor allem bei Goldproduzenten (LU0488317701, IE00B6R52036). Der Goldpreis pendelt nach seinem Allzeithoch im März bei 2.069 US-Dollar seit Wochen um 1.820 US-Dollar.


„Europäische Aktien derzeit kein Thema“


Was breit streuende Aktien-ETFs angeht, stehen einmal mehr US- und Welt-Indizes im Mittelpunkt des Interesses. „Die machen bei uns jeweils ein Drittel der Umsätze aus, europäische Aktien nur 8 Prozent“, konkretisiert Mohr. Bei S&P-ETFs hielten sich Käufe und Verkäufe die Waage (IE00B3ZW0K18, IE00B3XXRP09, IE00B3YCGJ38). Gut an kommt laut Mohr der iShares Core MSCI World (IE00B4L5Y983). „Europäische Aktien sind derzeit kein Thema.“


Frank Mohr


Mohr


Auch Fabian Wörndl sieht US- und Welt-Aktien in der Gunst der Anleger*ìnnen vorne. In den Portfolios lande häufig der Xtrackers S&P 500 (LU0490618542). Außerdem sei die Sorge um Italien gewachsen, er meldet höhere Umsätze mit italienischen Aktien mit tendenziell Abgaben. „Chinesische Aktien sind hingegen wieder mehr gesucht“, stellt der Händler mit Blick auf den Lyxor MSCI China ESG Leaders Extra (LU1900068914) fest. Der ETF hat sich zuletzt klar erholt und kommt seit Jahresanfang nur noch auf ein kleines Minus von 1,5 Prozent. Auch andere ETFs, die chinesische Aktien abbilden, sind auf Erholungskurs, etwa der iShares MSCI China (IE00BQT3WG13).


Wegen der nach wie vor hohen Volatilität an den Aktienmärkten handeln Kunden von Lang & Schwarz außerdem Volatilitäts-ETNs wie den WisdomTree S&P 500 VIX Short-Term Futures 2.25x Daily Leveraged (IE00BLRPRH06). „Der dient als Hedge und wird mal gekauft, mal verkauft“, erklärt Wörndl.


Europas Staatsanleihen? Ja, gerne


Kunden der Société Générale setzen außerdem auf europäische Staatsanleihen, etwa mit dem Amundi Prime Euro Govies (LU2089238898) oder dem Lyxor Euro Government Bond (LU1650490474). Im Handel mit Unternehmensanleihen ist laut Mohr hingegen kein klares Bild auszumachen.


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von: Anna-Maria Borse, 28. Juni 2022, © Deutsche Börse AG



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