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Kolumnist: Redaktion boerse-frankfurt.de

ETFs: Anleger handeln vorsichtiger




07.08.19 07:10
Redaktion boerse-frankfurt.de

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                Kurstafel

Die Aktienschwäche nutzen viele ETF-Anleger zum Ausstieg aus europäischen und deutschen Bluechips. US-Aktien werden sowohl gekauft als auch verkauft. Bei Festverzinslichem zählt die Sicherheit.


6. August 2019. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Auf die Verluste an den Börsen reagieren ETF-Anleger mit Käufen und Verkäufen von US-Aktien sowie US-Treasuries. „S&P 500- (WKN A1JX53) und MSCI USA-Tracker (WKN A0YEDU) waren stark gefragt und gehören bei uns mit einem leichten Kaufüberhang zu den Spitzenreitern“, meldet Christian Dürr von der Commerzbank. Euro Stoxx 50-Produkte (WKN DBX1ET) seien in größerem Stil rausgegangen. Ebenso trennten sich Investoren zumeist von DAX-ETFs. Starke Zu- und Abflüsse gebe es mit Blick auf weltweit engagierte Aktienportfolios – dazu gehörten MSCI World-Tracker.


Bis zum Zinsentscheid der Federal Reserve hatten sich Anleger Dürr zufolge zunächst eher bedeckt gehalten. Das meiste der mit gut 60.000 ETF-Transaktionen sehr aktiven Woche sei am Donnerstag und Freitag passiert. Insbesondere die Verschärfung im Zollstreit zwischen den USA und China habe ETF-Investoren wachgerüttelt. „Es bleibt spannend“ stellt Dürr fest. Die Märkte böten einiges an Gesprächsstoff.


Von Sommerloch keine Spur

„Wir hatten richtig viel zu tun“, bestätigt Oliver Kilian. Die Kunden der UniCredit fokussierten sich unter anderem auf US-Aktien. S&P 500-Produkte (WKNs AYEDGLYX0FSA1C5E9) seien stark gekauft und verkauft worden. „Wobei die Abflüsse überwiegen.“ Kilian fällt es schwer, den einzelnen Aktiensegmenten der Industrienationen eine eindeutige Tendenz zuzuordnen. Auch in europäischen Werten beispielsweise im rege gehandelten Euro Stoxx 50 Index positionierten sich Anleger mal long (WKN A2H59L) und mal short (WKN DBX1SS).


Aber auch speziellere Produkte würden abgegeben: Die UniCredit-Kunden trennten sich zum Beispiel von Indexfonds, die sich am MSCI World Minimum Volatility Index (WKN A1J781) orientieren.


image-2433Kilian Raus aus Schwellenländeraktien

Überdurchschnittliche Aktivität auf beiden Seiten mit leichtem Abgabedruck gebe es für Tracker des marktbreiten MSCI World (WKN A0HGV0). MSCI North America- (WKN A0J201) und FTSE All Countries-ETFs (WKN A1JX52) landeten laut Kilian unterm Strich in den Depots. Letzterer enthält Werte auf Basis unterschiedlicher Währungen. Als auffällig beschreibt der Händler die tendenzielle Abkehr von Schwellenländer-Aktien. Anleger verabschiedeten sich per Saldo von ihren MSCI Emerging Markets-Positionen (WKNs A0HGWCA111X9) ebenso wie von MSCI Emerging Marktes Socially Responsible Index-Produkten (WKN A110QD).


Setzen auf europäische Gesundheitsaktien

Im Geschäft mit Sektor-ETFs belegten Unternehmen der Grundstoffindustrie (WKN A0F5UK) bei der Commerzbank den Spitzenrang, gefolgt von Technologiewerten (WKN A14QB5). „Bei beiden stehen Abflüsse im Mittelpunkt“, registriert Dürr. Aufwärtspotenzial scheinen Anleger in Gesundheitsaktien vermuten. In Summe gesucht seien Indexfonds, die sich am Stoxx Europe 600 Health Care (WKN A0Q4R3) orientieren.


Auch Kilian spricht von gesteigertem Handel mit ETFs aus dem Gesundheitssektor. An einer eindeutigen Richtung mangele es aber beim ihm. Während sich seine Kunden zumeist für MSCI World Health Care-ETFs (WKN A113FD) entschieden, verabschiedeten sie sich zumeist von ihren SPDR S&P U.S. Health Care Select Sector-Positionen (WKN A14QB2).


Risiken eindämmen

Die Verschärfung im Zollstreit identifiziert Kilian als einen Grund für die vielen Rückflüsse von Renten-ETFs mit Schwellenländerwerten sowie Hochzins-Unternehmensanleihen. Als ein Beispiel für den Gesamtmarkt nennt der Händler starke Abflüsse aus Anleihen aufstrebender Staaten in lokaler Währung (WKN A1JJTV). Das gelte auch für in US-Dollar geführte Schwellenländer-Bonds (WKN A0NECUA1JADVA1439E). China sei nun mal die verlängerte Werkbank der Welt. Sollte die Wirtschaft im Land der Mitte kränkeln, habe das Auswirkungen auf die gesamte Lieferkette.


Mit 15 Prozent kommen Fixed Income-Produkte bei der Commerzbank laut Dürr auf einen leicht überdurchschnittlichen Anteil am ETF-Aufkommen. Rege gehandelte Euro-Unternehmensanleihen mit Investment Grade im SPDR Barclays Capital Euro Corporate Bond (WKN A1JJTQ) würden tendenziell gekauft. Ebenso setzten Investoren per Saldo auf US-Staatsanleihen im Barclays Capital U.S. Treasury Index (WKN A1JJTT).


Von: Iris Merker
6. August 2019, © Deutsche Börse AG




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