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Dividenden sprechen v.a. in Deutschland und Japan weiterhin für Engagement in Aktien




05.12.18 15:30
Postbank Research

Bonn (www.aktiencheck.de) - Die Kursentwicklung von Aktien ist häufig deutlichen Schwankungen unterworfen und nicht in jedem Jahr wird eine positive Performance erreicht, so die Analysten von Postbank Research.

Beides habe 2018 mehr als deutlich bewiesen. Deshalb lohne umso mehr ein Blick auf das Ausschüttungsverhalten von Unternehmen, das im Gegensatz zur Kursentwicklung deutlich weniger Schwankungen unterliege. In der Regel werde ein Jahr für Jahr nahezu identischer Prozentanteil des Gewinnes an die Aktionäre als Dividende ausgekehrt. Bei vielen Firmen liege diese Ausschüttungsquote bei ca. 40 Prozent. Eine gute Geschäftsentwicklung unterstellt, könne ein Aktionär folglich fast sicher mit einer entsprechenden Dividendenzahlung rechnen. Zudem sei die Geschäftsentwicklung eines Unternehmens leichter prognostizierbar als die Kursentwicklung der Aktie, die häufig externen Faktoren außerhalb des Einflussbereichs des Managements unterliege.

Beim Vergleich der Dividendenrenditen der von den Analysten von Postbank Research analysierten Indices habe der DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) mit 3,22% die Nase vorn. Auf Platz zwei rangiere der EURO STOXX 50 (ISIN: EU0009658145, WKN: 965814) mit 2,33%. S&P 500 (ISIN: US78378X1072, WKN: A0AET0) und Topix (ISIN: JP9010100007, WKN: A1RRCU) würden leicht abgeschlagen mit 2,05% bzw. 2,21% folgen. Der reine Prozentwert sage aber wenig über die Attraktivität des Marktes in Bezug auf seine Dividendenrendite aus. Erst wenn man einen Vergleich zwischen Dividenden- und Anleiherendite herstelle, erkenne man, was die Dividendenrendite wirklich wert sei. 10-jährige Bundesanleihen würden aktuell mit 0,26% rentieren. DAX und EURO STOXX 50 könnten folglich mit ihren Ausschüttungen überzeugen und dem Investor eine solide Mehrrendite im Vergleich zu Bunds bieten. Selbst der von den Analysten von Postbank Research prognostizierte Renditeanstieg auf Jahressicht ändere hieran nichts, zumal sie erwarten würden, dass die Firmen ihre Dividendenzahlungen in 2019 anheben würden. Für den DAX würden die Analysten mit einer neuen Rekordausschüttungssumme von rd. 38 Milliarden Euro rechnen. Der Topix weise zwar mit 2,16% eine niedrigere Dividendenrendite als der EURO STOXX 50 aus. Diese sei bei einer Rendite einer 10-jährigen japanischen Staatsanleihe von 0,07% netto sogar noch moderat attraktiver für einen Investor, als die die der EURO STOXX 50 biete, zumal das Risiko, dass die Anleiherenditen im Land der aufgehenden Sonne kurzfristig anziehen würden, nach Ansicht der Analysten von Postbank Research gering sei. Denn die Bank of Japan sende bisher keine Signale aus, die ein kurzfristiges Ende ihrer ultralockeren Geldpolitik erwarten lassen würden. In den USA schlage die Dividendenrendite die Rendite 10-jähriger Treasuries (2,92%) schon geraume Zeit nicht mehr.

Während folglich bei DAX, EURO STOXX 50 sowie Topix die Dividendenrendite ein gutes Argument für ein Engagement in Aktien dieser Märkte liefere, müsse der S&P 500 andere Kaufgründe liefern. Ein Anleger dürfe allerdings nicht nur die Dividendenrendite eines Unternehmens bei seiner Anlageentscheidung im Blick haben. Eine hohe Dividendenrendite könne auch Gefahr signalisieren. Sie werde ja auf Basis der letzten Ausschüttung berechnet und sei daher nur ein Blick in den Rückspiegel. Denn gerate eine Firma in schwieriges Fahrwasser und der Aktienkurs lege entsprechend den Rückwärtsgang ein, habe dies rein mathematisch zur Folge, dass die Dividendenrendite anziehe. Ob ein Unternehmen, das sich in einer operativ schwierigen Lage befinde, allerdings die Dividendenausschüttung auch nur annähernd konstant halten könne, sei mehr als fraglich. (Perspektiven 2019) (05.12.2018/ac/a/m)





 
 
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