Erweiterte Funktionen


Deutschland: Schrumpfung des Q2-Bruttoinlandsprodukts erwartet




12.07.19 18:01
DekaBank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Das Wachstum des realen Bruttoinlandprodukts in China dürfte sich im zweiten Quartal im Vorjahresvergleich auf 6,2% weiter abgekühlt haben, während die Dynamik gegenüber dem Vorquartal mit 1,6% leicht zugenommen haben dürfte, so die Analysten der DekaBank.

Größte Belastungsfaktoren seien der schwache Welthandel und die Unsicherheit um die Handelspolitik, wie die Entwicklung der Einkaufsmanagerindices im Verarbeitenden Gewerbe und die Außenhandelszahlen zeigen würden. Besser als in der Industrie sehe es im Dienstleistungssektor aus, dessen Dynamik dafür sorgen dürfte, dass das offizielle Wachstumsziel des Bruttoinlandsprodukts von 6% bis 6,5% für 2019 erreicht werden könne.

Schwache Konjunkturdaten - weltweit und in besonderem Maße aus Deutschland - würden derzeit das Konjunkturbild prägen. Für Deutschland sei sogar mit einer Schrumpfung des Bruttoinlandsprodukts im zweiten Quartal zu rechnen. Dies sollte sich auch im ZEW-Indikator für die Konjunkturlage merklich niederschlagen. Auch die Zukunftsperspektiven seien bescheiden geworden, nachdem die Handelsstreitigkeiten alles andere als gelöst seien, ja sogar neue Drohungen ausgesprochen worden seien. Das laste auf der Stimmung der Finanzmarktanalysten. Dass gleichzeitig aber die Zentralbanken ihren geldpolitischen Kurs lockern möchten, entschädige dafür. Die Analysten der DekaBank erwarten daher unterm Strich nur einen leichten Rückgang der ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland im Juli.

Die Inflationsrate im Vereinigten Königreich habe sich in der ersten Jahreshälfte etwas unter dem Zielbereich der Bank of England (BoE) von 2% bewegt. Im zweiten Halbjahr dürfte sie laut den BoE-Projektionen aufgrund sinkender Energiepreise sogar weiter in Richtung 1,6% fallen, bevor sie ab 2021 aufgrund zunehmenden binnenwirtschaftlichen Preisdrucks wieder auf 2% ansteige. Für Juni erwarten die Analysten der DekaBank für die Verbraucherpreise eine Jahresveränderungsrate von 2,0%. Für die BoE rechtfertige der Inflationsausblick die Fortsetzung ihres moderaten Leitzinserhöhungskurses in den nächsten drei Jahren. Allerdings sei hierbei zu beachten, dass sowohl die Analysten- als auch die Prognosen der BoE auf der Annahme eines geordneten Brexits basieren würden. (12.07.2019/ac/a/m)





 
 
Aktien des Tages
  

Jetzt für den kostenfreien Newsletter "Aktien des Tages" anmelden und keinen Artikel unseres exklusiven Labels AC Research mehr verpassen.

Das Abonnement kann jederzeit wieder beendet werden.



Aktien des Tages
  

Jetzt für den kostenfreien Newsletter "Aktien des Tages" anmelden und keinen Artikel unseres exklusiven Labels AC Research mehr verpassen.

Das Abonnement kann jederzeit wieder beendet werden.

RSS Feeds




Bitte warten...