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Deutschland: Das BIP könnte im Jahr 2020 um 7,2% schrumpfen, gefolgt von +6,1% im Jahr 2021




12.05.20 17:30
Hamburg Commercial Bank

Hamburg (www.aktiencheck.de) - Die deutsche Wirtschaft leidet stark unter der globalen Rezession und den inländischen Restriktionen, die fast zwei Monate lang vorherrschten und immer noch weitgehend in Kraft sind, da die schrittweise Aufhebung erst in diesen Tagen beginnt, so die Analysten der Hamburg Commercial Bank.

Im Vergleich zu anderen Mitgliedern des Eurozone, wie Frankreich, Italien und Spanien, sei die deutsche Wirtschaft vielleicht in der Lage, mit weniger Narben aus dieser Krise herauszukommen, vor allem aus zwei Gründen: a) Die Shutdown-Maßnahmen seien nicht so hart gewesen wie in diesen Ländern, da das Coronavirus wirksamer habe eingedämmt werden können, und b) die Unterstützungsmaßnahmen der Regierung, einschließlich der Kurzarbeiterregelungen und der Notfallkredite der staatlichen Entwicklungsbank KfW, würden zu den großzügigsten im Eurozone gehören.

Gleichwohl bedeute die hohe Exportlastigkeit der deutschen Wirtschaft, dass das Tempo der Erholung sehr stark vom Tempo der Erholung der Weltwirtschaft, einschließlich der übrigen Eurozone, abhängen werde.

Der Rückgang der Aktivitäten finde in der gesamten Breite statt. Kein Sektor sei verschont geblieben, und nur der Bausektor scheine sich derzeit einem freien Fall zu entziehen. Dies hänge damit zusammen, dass der Sektor durch die Stilllegungsmaßnahmen nicht so stark betroffen sei und eine geringere Abhängigkeit von globalen Lieferketten aufweise.

Im Allgemeinen habe der Dienstleistungssektor den tiefsten Rückgang erfahren, wie der ifo-Index zeige. Dies sei nicht überraschend, da der gesamte Einzelhandelssektor zusätzlich zum Reiseverbot von der Abriegelung betroffen sei. Darüber hinaus habe das Verbot jeglicher Massenveranstaltungen erhebliche Auswirkungen auf Tausende von Unternehmen, die mit diesen Aktivitäten in Verbindung stünden.

Während die Lockerung der Maßnahmen einige Erleichterungen bringen sollte, würden viele Einschränkungen (wie z.B. die soziale Distanzierung) bestehen bleiben. Zudem werde sich das Verhalten vieler Menschen langfristig geändert haben, was früher profitable Geschäftsmodelle in Gefahr bringe. Daher erwarten die Analysten der Hamburg Commercial Bank, dass die Zahl der Insolvenzen in den nächsten Monaten zunehmen wird. Dies werde bis ins nächste Jahr hineinreichen, da die Anfälligkeit zahlreicher Unternehmen angesichts der höheren Verschuldung, mit der sie zu kämpfen hätten, größer sein werde. (Ausgabe Mai 2020) (12.05.2020/ac/a/m)






 
 
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