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Deutscher Aktienmarkt: Es geht weiter aufwärts




22.07.21 09:25
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Den zweiten Tag in Folge ging es am deutschen Aktienmarkt aufwärts, so die Analysten der Nord LB.

Dabei hätten die Indices vor allem am Nachmittag erneut Unterstützung von guten US-Vorgaben bekommen. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) sei um +1,36%, der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) um +1,63% und der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) um +0,69% gestiegen.

Die Indices an der Wall Street hätten die Erholung des Vortages fortsetzen können und dabei von guten Firmenbilanzen profitiert. Der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) sei um +0,83%, der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) um +0,82% und der Nasdaq-Comp. (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) um +0,92% geklettert.

Die japanische Börse sei feiertagsbedingt geschlossen geblieben.

Nach vorläufigen Eckdaten in der vergangenen Woche habe Daimler (ISIN DE0007100000/ WKN 710000) nun die endgültigen Zahlen für Q2 veröffentlicht. Bei einem Konzernumsatz von 43,5 (30,2) Mrd. EUR sei das EBIT auf 5,185 (-1,682) Mrd. EUR gestiegen. Das Ergebnis habe bei 3,7 (-1,9) Mrd. EUR gelegen. Insgesamt habe der Konzern 736.400 Pkw und Nutzfahrzeuge abgesetzt, ein Plus von 36%.

"Bei Mercedes-Benz Cars & Vans haben wir das dritte Quartal in Folge eine zweistellige Marge erreicht und damit die Widerstandsfähigkeit unseres Geschäfts unter Beweis gestellt - trotz der anhaltend geringen Verfügbarkeit von Halbleitern", so CEO Källenius. Der Chip-Mangel werde aber im zweiten Halbjahr den Pkw-Absatz dämpfen, weshalb Daimler die Prognose senke. Der Autobauer erwarte Verkäufe im Gesamtjahr nur noch auf Vorjahresniveau und nicht mehr deutlich darüber. Umsatz und operatives Ergebnis würden wie bisher deutlich über Vorjahr prognostiziert.

Ein beschleunigtes Cloud-Wachstum lasse SAP (ISIN DE0007164600/ WKN 716460) zuversichtlicher auf das Gesamtjahr blicken. Der Software-Riese rechne nun - unter der Annahme, dass die Corona-Krise langsam abklinge und sich somit die globale Nachfrage im zweiten Halbjahr weiter verbessere - mit einem währungsbereinigten Betriebsergebnis zwischen 7,95 und 8,25 (bisher: 7,8 bis 8,2) Mrd. EUR. Auch für die Cloud- und Softwareerlöse setze sich SAP höhere Ziele und erwarte nun 23,6 bis 24,0 (bislang: 23,4 bis 23,8) Mrd. EUR. In Q2 habe sich das Betriebsergebnis währungsbereinigt um 3% auf 1,92 Mrd. EUR verbessert, die Umsätze hätten ebenfalls um 3% auf 6,67 Mrd. EUR zugelegt.

Die Software AG (ISIN DE000A2GS401/ WKN A2GS40) habe in Q2 bei einem Umsatzplus von 7% auf 218,2 Mio. EUR das operative Ergebnis (EBIT) auf 50,1 (31,9) Mio. EUR gesteigert. Die Ziele für 2021 seien bestätigt worden.

Der niederländische Chipausrüster ASML (ISIN NL0010273215/ WKN A1J4U4) habe in Q2 stark zugelegt. Bei Erlösen von 4,02 Mrd. EUR sei der Nettogewinn um 38% auf 1,038 Mrd. EUR gesprungen. Angesichts des weltweiten Trends zur weiteren Digitalisierung bleibe die Nachfrage hoch, habe es geheißen.

Eine gewisse Normalisierung bei den Bestellungen von Krankenhäusern und Arztpraxen in Q2 habe das Geschäft von Novartis (ISIN CH0012005267/ WKN 904278) nach einem verhaltenen Jahresstart anziehen lassen. Der Umsatz sei um 14% auf 12,96 Mrd. USD gewachsen, wie der Arzneimittelhersteller mitgeteilt habe. Der Nettogewinn habe sich dabei auf 2,895 (1,867) Mrd. USD erhöht. Die Jahresprognose sei bekräftigt worden.

Der Euro sei am Vormittag unter Druck geraten und zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit 3,5 Monaten gefallen. Im Verlauf habe er sich aber mit dem Rückenwind der freundlichen Aktienmärkte etwas erholen können.

Überraschend gestiegene US-Rohöllagerbestände hätten die Ölpreise nicht von einer Gegenreaktion auf die vorangegangenen Verluste abhalten können, da gleichzeitig die Benzin- und Destillate-Vorräte gesunken seien. Gold habe leichter tendiert und u.a. unter dem starken USD gelitten. (22.07.2021/ac/a/m)






 
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