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Deutscher Aktienmarkt: Endlich wieder bergauf




11.05.22 10:12
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Nach vier Verlusttagen ging es am deutschen Aktienmarkt endlich wieder bergauf, so die Analysten der Nord LB.

Ob es sich angesichts des negativen Umfeldes um einen Umschwung handle, dürfe angezweifelt werden. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) sei um +1,15%, der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) um +0,76% und der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) um +1,01% gestiegen.

Nach den deutlichen Abschlägen des Vortages sei die Erholung an den US-Aktienmärkten (abgesehen von den Tech-Werten) nur von kurzer Dauer gewesen. Im Handelsverlauf seien die Gewinne wie das Eis in der Sonne geschmolzen. Der Dow Jones-Index (ISIN US2605661048/ WKN 969420) sei um -0,26% gefallen, der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) sei um +0,25% und der NASDAQ-Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) um +0,98% geklettert.

Starke Preis- und Absatzsteigerungen im Agrargeschäft hätten bei Bayer (ISIN DE000BAY0017/ WKN BAY001) für einen gelungenen Jahresauftakt gesorgt. Bei einem Umsatzanstieg (auf vergleichbarer Basis) von 14,3% auf 14,639 Mrd. EUR sei der bereinigte operative Gewinn (EBITDA) in Q1 um 27,5% auf 5,251 Mrd. EUR geklettert. Das Konzernergebnis sei um 57,5% auf 3,291 Mrd. EUR gestiegen. Die Prognose habe Bayer bestätigt. "Für den weiteren Jahresverlauf sind wir trotz der hohen Unsicherheit, unter anderem in Bezug auf die Stabilität der Lieferketten und der Energieversorgung, zuversichtlich", so CEO Baumann.

Geringere Belastungen aus Naturkatastrophen und anderen Großschäden hätten, trotz hoher Abschreibungen auf Anleihen wegen des Ukraine-Kriegs, den Gewinn der Münchener Rück (ISIN DE0008430026/ WKN 843002) in Q1 leicht auf 608 (2021: 589) Mio. EUR ansteigen lassen. Die Gewinnprognose von 3,3 (2,9) Mrd. EUR sei bestätigt worden.

Erneut habe es beim Euro keine große Bewegung gegeben.

Die Ölnotierungen hätten erneut nachgegeben, allerdings sei das Ausmaß deutlich geringer gewesen als am Vortag. Ein EU-Embargo für russisches Öl sei angesichts der Blockade Ungarns noch nicht in Sicht.

Der Betreiber der ukrainischen Gastransitleitungen habe gestern Nachmittag angekündigt, ab heute 07:00 kein Gas mehr über einen von zwei Hauptknotenpunkten aus Russland zu übernehmen, nachdem dieser in die Hände der russischen Besatzer geraten sei. Die Gasströme könnten über die andere Übergabestelle gelenkt werden. Dies lehne jedoch die russische Seite offenbar ab. Gazprom sehe dafür keine Notwendigkeit und man hätte auch noch keine offizielle Anforderung erhalten. Obwohl im Moment ungeklärt sei, wie es mit ca. einem Drittel der russischen Gaslieferungen weitergehe, seien die Märkte relativ entspannt geblieben. Der Preis für die MWh sei 8% ins Plus gegangen, habe damit aber nur die Vortagsverluste ausgeglichen. (11.05.2022/ac/a/m)






 
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