Weitere Suchergebnisse zu "Deutsche Telekom":
 Indizes      Aktien      Zertifikate      OS    


Deutsche Telekom und US-Rivale Sprint dürfen fusionieren - Aktienanalyse




21.02.20 12:46
Bank Vontobel Europe AG

München (www.aktiencheck.de) - Deutsche Telekom und US-Rivale Sprint dürfen fusionieren - Aktienanalyse

Bei der Bilanzpressekonferenz am Mittwoch (19.02.2020) bestätigte die Deutsche Telekom (ISIN: DE0005557508, WKN: 555750, Ticker-Symbol: DTE, Nasdaq OTC-Symbol: DTEGF) ihre Position als Branchenführer in Europa und blickt auf Rekordzahlen im vergangenen Jahr zurück, so die Bank Vontobel Europe AG in einer aktuellen Veröffentlichung.

Der Bonner Konzern habe 2019, mit rund EUR 80,5 Mrd. erwirtschaftet, 6,4% mehr als im Vorjahr wie ein erster Blick auf die Bilanz verrate. Auch den Konzernüberschuss habe die Deutsche Telekom um rund 79% auf EUR 3,9 Mrd. steigern können. Dies lasse schnell vergessen, dass das Unternehmen noch vor 25 Jahren als Behörde agiert habe. Doch während die Ertragszahlen auf höhere Dividendenzahlungen hoffen lassen würden, müssten Aktionäre aufgrund der Netto-Finanzverbindlichkeiten zum Jahresende in Höhe von rund EUR 76 Mrd. einen Rückgang der Dividende auf EUR 0,60 je Aktie hinnehmen. Den Schuldenstand begründe der Konzern mit Kosten für die 5G-Mobilfunkauktion in Deutschland und finanziellen Lasten aus der angestrebten Fusion mit dem US-Rivalen Sprint (ISIN: US85207U1051, WKN: A1W1XE).

Vergangenen Dienstag (11.02.2020) habe die Deutsche Telekom eine entscheidende Hürde im US-Kartellrechtsprozess um die Fusion mit dem kleineren Rivalen Sprint genommen. Der zuständige Richter Victor Marrero habe dem USD 26 Mrd. schweren Zusammenschluss von T-Mobile US und Sprint zugestimmt, wie das veröffentlichte Urteil habe verlauten lassen. Nach aktuellen Verträgen würde die Deutsche Telekom durch einen Aktientausch 42% der Aktien am gemeinsamen Unternehmen bei 67% der Stimmrechte erhalten. Die Fusion sei allerdings noch nicht abgeschlossen. Während die richterliche Zustimmung zum "Tunney Act" (ein 1974 verabschiedetes kartellrechtliches Verfahrens- und Strafgesetz, das Bundesgerichte verpflichte, jede Konsensvereinbarung in zivilen Kartellprozessen, die vom DOJ eingereicht würden, zu überprüfen und sicherzustellen, dass der in der Zustimmung vorgeschlagene Rechtsbehelf im öffentlichen Interesse liege) als nahezu gesichert angesehen werde, stehe noch die Zustimmung der Aufsichtsbehörde für öffentliche Versorgungsunternehmen in Kalifornien, der CPUC, aus.

Laut Timotheus Höttges, dem CEO der Deutschen Telekom, wäre eine Fusion des Konzerns mit Sprint "die größte Fusion eines deutschen Unternehmens in den USA jemals". Aus der Fusion erhoffe sich die Deutsche Telekom Synergien im Wert von EUR 43 Mrd. Dem Handelsblatt zufolge brächte es der Konzern nach einer Fusion auf 140 Millionen Kunden und einen Börsenwert von USD 120 Mrd. Neben der Chance, die eine Fusion den beiden Rivalen biete, müsste T-Mobile US den US-Rivalen samt Schulden übernehmen. Neben den ohnehin hohen Netto-Finanzverbindlichkeiten und den Integrationskosten, die eine Fusion mit sich bringen würde, könnten die zusätzlich übernommenen Schulden weiter auf den Gewinn je Aktie und somit die Dividendenzahlungen drücken.

Den Ausbau des 5G-Netzes bleibe für die Deutsche Telekom ein wichtiges Thema. Alleine in Deutschland hätten die Investitionskosten laut Höttges EUR 5,5 Mrd. betragen. Das Umsatzwachstum im Heimatmarkt sei 2019 allerdings mit 0,9% auf EUR 21,9 Mrd. moderat ausgefallen. Aufgrund der Spionage-Vorwürfe seitens der USA würden zudem aktuelle Sicherheitsbedenken gegenüber Huawei eine Herausforderung für den weiteren Netzausbau darstellen. Washington habe den Verbündeten mitgeteilt, dass die Ausrüstung des Unternehmens von China als Spionagewerkzeug benutzt werden könnte - eine Behauptung, die von Huawei und Peking zurückgewiesen worden sei.

Im Dezember 2019 habe die Deutsche Telekom bekannt gegeben, dass sie keine Verträge über 5G-Netzwerkausrüstungen abschließen werde, da sie auf eine politische Einigung über die Beschränkung des Marktzugangs von Huawei zum deutschen Markt warte. Vor der Aussetzung weiterer Gespräche sei nach Meldung von Reuters über die Lieferung von 70% der Funkübertragungsausrüstung des geplanten 5G-Netzes der Deutschen Telekom zu einem Preis von EUR 533 Mio. verhandelt worden. Im 5G-Netzausbau arbeite die Deutsche Telekom hingegen auch mit den Ausrüstern Ericsson und Nokia zusammen.

Seitdem vergangenen Dienstag dem Zusammenschluss der T-Mobile US und Sprint zugestimmt worden sei, sei der Aktienkurs der Deutschen Telekom am 20. Februar auf ein neues 52-Wochen-Hoch von 16,72 EUR gestiegen. Die Kursrally biete dem Konzern potentiell die Möglichkeit den Deal über die Fusion mit Sprint nachzuverhandeln. Dies würde geprüft, so Höttges.

Die Aktie der Deutschen Telekom AG wird aktuell bei EUR 16,64 (20.02.2020) gehandelt, so die Bank Vontobel Europe AG. Das Jahreshoch habe im Verlauf des heutigen Handelstags bei EUR 16,72 (20.02.2020) gelegen, das Jahrestief bei EUR 14,29 (21.02.2019). Bei Bloomberg würden 16 Analysten die Aktie auf "buy" setzen, acht auf "hold" und drei Analysten würden sie auf "sell" setzen. (Veröffentlicht am 21.02.2020)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze Deutsche Telekom-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Deutsche Telekom-Aktie:
16,486 EUR -0,81% (21.02.2020, 12:20)

XETRA-Aktienkurs Deutsche Telekom-Aktie:
16,492 EUR -0,81% (21.02.2020, 12:06)

ISIN Deutsche Telekom-Aktie:
DE0005557508

WKN Deutsche Telekom-Aktie:
555750

Ticker-Symbol Deutsche Telekom-Aktie Deutschland:
DTE

Nasdaq OTC Ticker-Symbol Deutsche Telekom-Aktie:
DTEGF

Kurzprofil Deutsche Telekom AG:

Die Deutsche Telekom AG (ISIN: DE0005557508, WKN: 555750, Ticker-Symbol: DTE, Nasdaq OTC-Symbol: DTEGF) gehört mit rund 178 Millionen Mobilfunk-Kunden, 28 Millionen Festnetz- und 20 Millionen Breitband-Anschlüssen zu den führenden integrierten Telekommunikations-Unternehmen weltweit.

Die Deutsche Telekom bietet Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Festnetz/Breitband, Mobilfunk, Internet und Internet-TV für Privatkunden sowie Lösungen der Informations- und Kommunikationstechnik für Groß- und Geschäftskunden.

Die Deutsche Telekom ist in mehr als 50 Ländern vertreten. Im Geschäftsjahr 2018 hat die Deutsche Telekom mit weltweit rund 216.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 75,7 Milliarden Euro erwirtschaftet - rund 66 Prozent davon außerhalb Deutschlands. (21.02.2020/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
Finanztrends Video zu Deutsche Telekom


 
Aktien des Tages
  

Jetzt für den kostenfreien Newsletter "Aktien des Tages" anmelden und keinen Artikel unseres exklusiven Labels AC Research mehr verpassen.

Das Abonnement kann jederzeit wieder beendet werden.


hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
11,702 € 11,972 € -0,27 € -2,26% 27.03./17:30
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0005557508 555750 16,75 € 10,41 €
Werte im Artikel
8,29 plus
+3,75%
11,70 minus
-2,26%
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
11,65 € +0,43%  27.03.20
München 11,738 € -1,20%  27.03.20
Nasdaq OTC Other 12,8094 $ -1,47%  27.03.20
Hannover 11,692 € -1,75%  27.03.20
Düsseldorf 11,696 € -1,85%  27.03.20
Xetra 11,702 € -2,26%  27.03.20
Frankfurt 11,71 € -2,42%  27.03.20
Hamburg 11,696 € -2,52%  27.03.20
Berlin 11,698 € -2,91%  27.03.20
Stuttgart 11,57 € -3,84%  27.03.20
  = Realtime
Aktien des Tages
  

Jetzt für den kostenfreien Newsletter "Aktien des Tages" anmelden und keinen Artikel unseres exklusiven Labels AC Research mehr verpassen.

Das Abonnement kann jederzeit wieder beendet werden.

Meistgelesene Artikel
Aktuelle Diskussionen
RSS Feeds




Bitte warten...