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Kolumnist: Holger Steffen

Deutsche Telekom: Ein neuer Schub?




04.04.19 10:46
Holger Steffen

Gute Nachrichten von der 5G-Versteigerung. Die Deutsche Telekom, die bei
der deutschen Frequenzauktion mitbietet, könnte wie die anderen
Wettbewerber deutlich günstiger an die neuen Frequenzen für den
Mobilfunk-Standard der nächsten Generation kommen. Am Mittwoch hatte es
schon Spekulationen gegeben, dass die derzeit laufende Auktion womöglich
noch in dieser Woche enden könnte.
Denn zuletzt hatten nur noch Deutsche Telekom und Konkurrent Telefonica
für einzelne Frequenzblöcke Angebote vorgelegt. Am Mittwochabend platzte
zwar diese Spekulation, weil letztlich doch auch die beiden anderen,
Vodafone sowie 1&1 Drillisch, wieder mit einstiegen. Aber schon jetzt
ist absehbar, dass die bisherigen Erwartungen über die Gesamtgebote wohl
kaum erreicht werden.

Im Vorfeld der Auktion lagen die Schätzungen für das Gesamtvolumen im
Bereich von 5 Milliarden Euro, eher sogar etwas darüber. Mit der 123.
Auktionsrunde am Mittwochabend belief sich die Gesamtsumme der
Höchstgebote aber nur auf 2,633 Milliarden Euro. Damit wird absehbar,
dass die beteiligten Telekom-Firmen sehr wahrscheinlich nur in
überschaubarer Größenordnung für die Frequenzlizenzen zahlen werden. Ein
wichtiger Aspekt auch mit Blick auf die kommenden milliardenschweren
Investitionen. Denn 5G wird prinzipiell als ähnlicher technischer Sprung
angesehen wie damals UMTS im Jahr 2000.

Damals zahlten die beteiligten Telekom-Firmen fast 51 Milliarden Euro,
was dazu führte, dass schlichtweg kein Geld mehr für die nötigen
Infrastruktur-Investitionen vorhanden war. Mit der Folge, dass UMTS
heutzutage faktisch keine Rolle mehr bei der mobilen Datenübertragung
spielt. Speziell für die Deutsche Telekom wäre ein überschaubarer
Zuschlag bei der laufenden 5G-Auktion auch am Kapitalmarkt wichtig, weil
man mit der zweiten großen Story, der geplanten Fusion der
amerikanischen Tochter T-Mobile US mit dem Wettbewerber Sprint, derzeit
nicht so recht vorankommt.

Die US-Telekombehörde FCC hatte Anfang März die Prüfung der Fusion
vorläufig ausgesetzt, weil weitere Dokumente nachgereicht wurden. Die
Prüfung soll nun sehr wahrscheinlich ab dem heutigen Donnerstag
weitergehen. Das Ergebnis ist aber nach wie vor offen. Immerhin: Nachdem
die Aktie der Telekom Ende letzter Woche durch den Dividendenabschlag
von 0,70 Euro je Aktie für das vergangene Geschäftsjahr optisch an Wert
verloren hatte, konnte sie sich in den vergangenen Tagen wieder zaghaft
nach oben bewegen.

Was dafür spricht, dass hier die geschilderten positiven Spekulationen
nach wie vor im Markt Anhänger finden. Damit dürften gute Chancen
bestehen, dass die Aktie auf absehbare Zeit mindestens wieder in den
Bereich von 15,50 Euro vorstoßen kann. Die Perspektive eines
überschaubaren Auktionspreises dürfte hierbei kurzfristig an erster
Stelle stehen, um den Kurs voranzutreiben. Wir bestätigen entsprechend
unsere bisherige Halten-Empfehlung.



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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
14,688 € 14,684 € 0,004 € +0,03% 22.07./20:30
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0005557508 555750 15,88 € 13,35 €
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
14,718 € +0,22%  22.07.19
Hamburg 14,75 € +0,61%  22.07.19
Hannover 14,672 € +0,42%  22.07.19
Stuttgart 14,678 € +0,18%  22.07.19
Düsseldorf 14,662 € +0,03%  22.07.19
Xetra 14,688 € +0,03%  22.07.19
München 14,636 € -0,07%  22.07.19
Nasdaq OTC Other 16,3578 $ -0,14%  22.07.19
Frankfurt 14,69 € -0,19%  22.07.19
Berlin 14,686 € -0,35%  22.07.19
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