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Kolumnist: Holger Steffen

Deutsche Bank: Anschluss verpasst?




25.10.18 09:18
Holger Steffen

Beim größten deutschen Kreditinstitut übt man Zweckoptimismus. Am Ende
des Jahres sollen wieder schwarze Zahlen unter dem Strich stehen. Doch
der aktuell vorgelegte Quartalsbericht der Deutschen Bank zeigt
deutlich, wo es noch klemmt. Die am Mittwoch vorgelegte Bilanz zum
dritten Quartal lieferte erneut einen Nachweis dafür, dass die Deutsche
Bank besonders den Anschluss an die amerikanische Konkurrenz verloren hat.
Während diese zum Auftakt der Berichtssaison mit soliden Ergebnissen
aufwarten konnte, zeigte Deutschlands größtes Geldhaus einen
Gewinnrückgang. So halbierte sich der Vorsteuergewinn auf rund 506
Millionen Euro. Der Nettoertrag schrumpfte sogar um knapp zwei Drittel
auf nur 229 Millionen Euro. Die gute Nachricht dabei: Damit schnitt das
Kreditinstitut nicht ganz so schlecht ab, wie im Markt befürchtet worden
war. Dennoch gab es keinen Grund zur Freude. Denn im operativen Geschäft
liegt weiterhin vieles im Argen. Vor allem das Investmentbankinggeschäft
zeigt sich weiterhin eher schwach aufgestellt. Insbesondere beim Handel
mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen sowie bei Transaktionen steht
eine Ertragswende weiterhin aus.

Was letztlich auch nicht wirklich verwundern kann. Denn ein großer
Bestandteil der neuen Unternehmensstrategie ist immer noch ein
deutlicher Personalabbau. Das schmälert das Potenzial, verunsichert die
Belegschaft und drückt auf die Stimmung. Immerhin sorgt der Konzernumbau
dafür, dass die Deutsche Bank auch nach Ansicht von Analysten auf der
Kapitalseite wieder deutlich solider dasteht. Allerdings ist das für die
Börsianer kaum ein Grund, um hier wieder zuzugreifen. Zumal angesichts
der aktuellen Marktverhältnisse davon auszugehen ist, dass die Großbank
weiterhin Probleme haben wird, ihr operatives Geschäft sichtbar zu
beleben. Da klingt es fast nach sich selbst Mut machen, dass
Vorstandschef Christian Sewing weiterhin in Aussicht stellt, am Ende des
Jahres schwarze Zahlen schreiben zu können.

Dies wäre dann der erste Jahresgewinn nach drei Verlustjahren.
Allerdings gibt es nicht wenige Marktteilnehmer, die dieses Ziel immer
noch als sehr ambitioniert ansehen. Und das spiegelt sich auch im
Aktienkurs wider. Nachdem die Deutsche Bank noch im Juli kurzzeitig
einen Ausflug über 11 Euro machen konnte, war sie in den Folgemonaten
wieder in Richtung 9 Euro gelaufen. Mit der Vorlage der Quartalsbilanz
sackte die Aktie am Mittwoch unter diese Marke und lag damit erneut auf
dem Niveau der 2016er Krise wie auch dem bisherigen Korrekturtief aus
dem Juni dieses Jahres. Auf diesem Niveau sind nun verschiedene
Szenarien denkbar. Entweder wird dieser Boden bestätigt, was vielleicht
sogar noch eine kleine Herbstrally anstoßen könnte. Aber genauso könnte
das sich zunehmend eintrübende Börsenumfeld dafür sorgen, dass die
Deutsche-Bank-Aktie neue Tiefs markiert und damit den Abwärtstrend
bestätigt. Anleger sollten sich auf jeden Fall derzeit mit einer
Positionierung zurückhalten und die Chartsignale abwarten.


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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
7,876 € 7,862 € 0,014 € +0,18% 13.12./11:32
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0005140008 514000 17,13 € 7,24 €
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
7,901 € -1,10%  11:47
Hannover 8,151 € +1,89%  09:08
Xetra 7,881 € +0,24%  11:32
NYSE 9,03 $ 0,00%  12.12.18
München 7,883 € -0,71%  10:26
Düsseldorf 7,863 € -0,84%  11:30
Berlin 7,882 € -0,97%  11:22
Stuttgart 7,876 € -1,06%  11:32
Hamburg 7,867 € -1,70%  11:31
Frankfurt 7,876 € -1,80%  11:32
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