Kolumnist: Feingold-Research

Daimler, Apple, Amazon – die Korrektur nimmt ihren Lauf




30.07.20 14:09
Feingold-Research

Rund 800 Punkte hat der DAX nun innerhalb von einer Woche eingebüßt. Viele Analysten hatten Corona bei 13.300 Punkten abgehackt. Die Notenbanken werden es schon richten. Aber ganz so einfach ist es an der Börse nun doch nicht und nun steht uns ein volatiler Sommer bevor. Wir haben unsere Abonnenten darauf eingeschworen und in den vergangenen Wochen in den Depots immer wieder Gewinne kassiert. Wir halten hohe Liquidität vor, die wir nach unten im Markt peu a peu einsetzen möchten. So haben wir auch beim jüngsten Nach-Corona-Hoch bei 13.300 Punkten schöne Gewinne realisiert. Die Mail sehen Sie unten. Der angesprochene Inliner SR7KGB mit Barriere 3300 Punkten hat übrigens überlebt und puffert unser Depot nun nach unten schön ab. Absicherung und Liquidität bringen Sie sorgenfrei durch den Sommer. Schauen Sie gerne hier in unseren Dienst herein. 


Unsere Mail vom 21.07:


Liebe Abonnenten,


 


der EU-Gipfel endet mit einer Einigung, was an den Finanzmärkten gefeiert wird. Zudem zeigt sich die Corona-Entwicklung in den USA wieder etwas gemäßigter und bei den Impfstoffen zeigen sich weiterhin vielversprechende Ergebnisse. Der DAX klettert über 13.200 Punkte. 


 


Im Tradingdepot kassieren wir 50 Prozent der Position im Turbo-Bull auf den Nikkei DZE4CE mit mittlerweile 125 Prozent Gewinn. Bei der Absicherung droht dem S&P Inliner bei 3300 Punkten der K.O. Wir legen daher für den Turbo-Bull MC77V0 ein Limit auf 8,60 Euro. 


 


Im Favoritendepot haben zwei Bonus-Papiere ihre Rendite fast vollständig erzielt. Wir realisieren die Gewinne und verkaufen den Allianz-Bonus DFC36S mit knapp 30 Prozent Gewinn und den RWE Bonus CU519P mit 15 Prozent. 


 


Corona in den USA:


 


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Research der VP-Bank:


 


EU-Finanzhilfen stehen – Aufbaufonds steht im Mittelpunkt


 


 


Es ist ein EU-Gipfel für die Geschichtsbücher. Es war eines der längsten Spitzentreffen und es gab neue Fronten. Darüber hinaus wurden das größte Haushalts- und Finanzpaket in der Geschichte der Union verabschiedet. War Deutschland einst bekannt als Sparfuchs und zugeknöpft, haben sich die Fronten verschoben. Deutschland schlug sich auf die Seite der Südländer. Die “Sparsamen Vier” bildeten nun die harte Front gegenüber den übrigen EU-Mitgliedsländern. 


 


Das Paket umfasst insgesamt EUR 1.8 Billionen. Davon entfallen EUR 1074 Billionen auf den Haushalt der kommenden sieben Jahre und EUR 750 Mrd. auf den Aufbaufonds. Letzterer stand vor allem im Zentrum der Streitigkeiten. Sollten dabei ursprünglich EUR 500 Mrd. auf nicht rückzahlbare Zuschüsse und EUR 250 Mrd. auf Kredite entfallen, wurden aufgrund des Widerstandes der ”Sparsamen Vier” das Verhältnis auf EUR 390 Mrd. Zuschüsse und EUR 360 Mrd. Kredite verändert. Die Auszahlung der Gelder wird an die Einhaltung von gemeinsamen europäischen Werten gekoppelt sein. Hierbei wird anhand einer Formel die Rechtsstaatlichkeit überprüft. 


 


Der Aufbaufonds steht also, doch die Bedenken der Niederlande, Österreichs, Schwedens und Dänemarks sind durchaus gerechtfertigt. Es besteht eigentlich ein Verschuldungsverbot der EU. Die Artikel 122 und 352 des EU-Vertrages lassen im Geiste der Solidarität zwar finanzielle Maßnahmen zu, ob aber ein Wiederaufbaufonds in dieses Schema passt, muss unter Umständen der Europäische Gerichtshof klären.


 


Auch die Kreditaufnahme an den Kapitalmärkten ist mit Fragezeichen versehen. Bislang waren Anleihegeschäfte der EU als «Spiegelgeschäfte» vorgesehen. Dabei nimmt die EU Gelder an den Kapitalmärkten auf und reicht diese an hilfsbedürftige Länder weiter. Zinsen und Tilgungen sind dann wiederum von den Empfängerländer zu tragen. Letztlich geht es also darum, dass die EU als Leumund fungiert, denn die Staatengemeinschaft als gesamtes kommt an günstigere Kreditkonditionen als die wirtschaftlich gebeutelten Empfängerländer. Die EU verleiht dabei also lediglich ihren guten Namen. Nach diesem Prinzip funktionierten bereits die Hilfspakete im Zuge der europäischen Schuldenkrise und dieses Konstrukt wird nun auch beim Kreditteil des EU-Aufbaufonds zum Tragen kommen. Dagegen gibt es keine Einwände. Gerade deshalb plädierten die ”Sparsamen Vier”  für einen möglichst hohen Kreditanteil.   


 


Wenn die EU nun aber nicht rückzahlbare Zuschüsse verteilt, fließen auch keine Zins- und Tilgungszahlungen. Ein «Spiegelgeschäft» kann in diesem Fall nicht stattfinden. Die EU bleibt im schlimmsten Falle auf diesen Schulden sitzen. Das könnte dann der Eintritt in eine Schuldenunion sein. Die ”Sparsamen Vier”  legen also den Finger in die Wunde.


 


Jetzt muss noch das Europäische Parlament und auch die nationalen Parlamente zustimmen. Noch ist also das Paket nicht in trockenen Tüchern. 


 


An den Finanzmärkten dürften die Ergebnisse derweil positiv aufgenommen werden. Die EU erweist in einer schwierigen wirtschaftlichen Phase Handlungsfähigkeit. Der Euro dürfte davon profitieren.”


 


 


Research von Berenberg: 


 


A big step forward for Europe. After four days of intense negotiations, EU leaders agreed on a €1.8trn package. With a €750bn post-pandemic recovery fund and a €1.074trn seven-year budget framework for 2021-2027, they resolved two key challenges facing the EU. They did so even earlier than we had expected, with a slightly smaller proportion of the funds paid as grants. Of the €750bn recovery fund, €390bn will be paid as grants, €360bn as loans.


 


The deal matters for six reasons:


 


1) With the biggest-ever effort of cross-border solidarity, the EU is sending a strong signal of internal cohesion. Near-term, the confidence effect can matter even more than the money itself. 


 


2) The deal shows that the European Union is working. Loud controversies that end in somewhat complex but workable compromises are part of the game.


 


3) The EU and the Eurozone are not en route towards fiscal union. But they are taking a significant step towards stronger fiscal co-ordination when it matters. The deal sets a precedent. The EU issues debt in a crisis. Expect some common fiscal response to play a greater role in future crises as well.


 


4) Although Italy and other countries hit hardest by the pandemic did not get all their wishes fulfilled (a total of €390bn instead of €500bn as grants), the deal should help to contain the rise in anti-EU sentiment which had been quite noticeable in March and April when the EU was rightly perceived as not showing the required solidarity. The deal should strengthen pro-EU forces.


 


5) To some extent, the EU can use disbursements from the €750bn recovery fund as a carrot to goad Italy and other countries towards pro-growth reforms. After serious reforms in the erstwhile euro crisis countries (mostly between 2012 and 2015) as well as France in the last four years, Italy remains the only major country in the EU in need of a thorough economic overhaul. The deal raises the chance at least somewhat that Italy will take some steps to improve its growth potential and thus narrow the dangerous growth gap between itself and the remainder of the EU.


 


6) In their stride, EU leaders also settled the financial consequences of Brexit for EU finances.


 


For the first time, the European Union will be a major force on sovereign debt markets. The deal authorises the European Commission to borrow up to €750bn for the so called “Next Generation EU“ fund on the market. Net debt issuance will stop at the end of 2026. The bonds are to be repaid through the EU budget until the end of 2058.


 


The EU will try to spend the recovery fund money fast, at least by its own standards. 70% of the €390bn in grants will be committed in 2021 and 2022, the remainder in 2023.


 


Grants in 2021 and 2022 to be allocated on the basis of, among other things, average unemployment in an EU member state in 2015-2019. In 2023, unemployment criterion for grant allocation will be replaced by the GDP fall in 2020-2021.


 


The money matters. It will support the recovery of the EU/Eurozone economies with a pro-investment, pro-green and pro-growth tilt. But more importantly, it strengthens the cohesion of the region and may help to reduce political risks. 


 



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