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Daimler: 1,4 Mrd. Euro Dividende - Ausschüttung mit "Sprengkraft" - Aktienanalyse




01.04.21 13:00
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Daimler-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Jochen Kauper vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des Automobilkonzerns Daimler AG (ISIN: DE0007100000, WKN: 710000, Ticker-Symbol: DAI, Nasdaq OTC-Symbol: DDAIF) unter die Lupe.

Die Bilanz des abgelaufenen Jahres lese sich angesichts der Corona-Krise relativ gut, auch im ersten Quartal 2021 seien die Geschäfte nach Konzernangaben vielversprechend gelaufen. Zudem habe die lange schleppende Transformation von Verbrennungs- hin zur Elektromotoren mittlerweile Fahrt aufgenommen. So wolle der Stuttgarter Konzern das für 2039 gesteckte Ziel einer CO2-neutralen Pkw-Neuwagenflotte nun auch schon "früher" erreichen, wie es neuerdings ohne weitere Details heiße. Im Fokus stehe allerdings aktuell die umstrittene Dividendenpolitik von Daimler.

Es sei ein Vorwurf mit politischer Sprengkraft. Daimler habe im vergangenen Jahr durch Kurzarbeitergeld konzernweit rund 700 Mio. Euro eingespart und habe dennoch die Ausschüttungen an seine Anteilseigner um 50% auf 1,35 Euro pro Aktie erhöht. Insgesamt würden so 1,4 Mrd. Euro an die Aktionäre fließen. Gesetzlich sei dieses Vorgehen kaum angreifbar, aber wie sehe es ethisch aus?

Die Interessenvertretung Bürgerbewegung Finanzwende habe die Maßnahme als "moralisch verwerflich" bezeichnet. Im Ergebnis würden so Steuergelder, die Beschäftigung sichern und Pleiten verhindern sollten, als Gewinnausschüttungen an Aktionäre weitergeleitet. Der scheidende Daimler-Aufsichtsratschef Manfred Bischoff, der sein Amt nach der Hauptversammlung an den ehemaligen VW-und BMW-Chef Bernd Pischetsrieder abgeben sollte, habe die Vorwürfe zurückgewiesen. "Die Unterstellung, dass die Dividende ausbezahlt würde aus Steuergeldern, die wir als Subventionen in der Krise erhalten haben, ist schlicht und einfach falsch", habe er gesagt. Beim Kurzarbeitergeld handle es sich um eine Versicherungsleistung aus der Arbeitslosenkasse. Das passe zur Argumentationslinie von Vorstandschef Ola Källenius, der zuletzt obendrein darauf verwiesen habe, dass Daimler in die Arbeitslosenkasse ja lange auch viel Geld eingezahlt habe.

Kritiker würden das nicht gelten lassen, schließlich werde das Kurzarbeitergeld mittlerweile auch in erheblichem Maße durch Steuergelder bezuschusst. Der Linken-Finanzpolitiker Fabio De Masi habe gesagt, coronabedingte Kurzarbeit sei angesichts des Finanzbedarfs längst keine Versicherungsleistung mehr. "Es kann nicht angehen, dass Staatsgelder an Aktionäre weitergereicht werden. Wo der Staat hilft und Unternehmen rettet, braucht es einen Dividendenlockdown."

Daimler-Finanzvorstand Harald Wilhelm habe gesagt, man sei sich zwar den aktuellen Diskussionen bewusst. "Wir sind uns aber auch darüber im Klaren, wie wichtig die Dividende für die Aktionäre als Eigentümer unseres Unternehmens ist."

CEO Källenius und sein Team hätten in den letzten Monaten den Anlegern gute Nachrichten am laufenden Band präsentiert. Die Abspaltung der Bus- und Lkw-Sparte, starke Verkaufszahlen und die Factory56 etc.

Die Dividendenausschüttung von 1,4 Mrd. Euro wäre wohl besser in wichtigen Themen wie Elektromobilität, Autonomes Fahren und Software angelegt gewesen. Denn trotz der guten Kursentwicklung müsse Daimler noch einen Gang zulegen. Der deutsche Premium-Hersteller habe mehr Schwung und Kreativität nötig, um nicht bei wichtigen Themen wie Elektromobilität, Software und Autonomes Fahren hinter die starken Newcomer Nio, Xpeng, AIways oder Lucid Motors zurückzufallen.

Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Institut sei allerdings davon überzeugt, dass "die beste Zeit von Mercedes erst noch kommt und China spielt dabei eine Schlüsselrolle. Mit der Positionierung "moderner Luxus" haben die Stuttgarter weltweit eine Alleinstellung", sage der Auto-Experte gegenüber dem "Aktionär". Eine Schlüsselrolle werde in den nächsten Monaten die Luxus-Limousine EQS spielen. Die Premiere sei für den 15. April vorgesehen. Erste Bilder würden zumindest das Interieur zeigen.

Anleger sollten an Bord bleiben. Der Aufwärtstrend sei nach wie vor intakt. Knacke das Papier die 75-Euro-Marke, laute das nächste Ziel 80 Euro, so Jochen Kauper vom Anlegermagazin "Der Aktionär" in einer aktuellen Aktienanalyse. (Analyse vom 01.04.2021)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze Daimler-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Daimler-Aktie:
74,43 EUR -1,95% (01.04.2021, 12:40)

XETRA-Aktienkurs Daimler-Aktie:
74,49 EUR -2,00% (01.04.2021, 12:25)

ISIN Daimler-Aktie:
DE0007100000

WKN Daimler-Aktie:
710000

Ticker-Symbol Deutschland Daimler-Aktie:
DAI

NASDAQ Other OTC-Ticker-Symbol Daimler-Aktie:
DDAIF

Kurzprofil Daimler AG:

Die Daimler AG (ISIN: DE0007100000, WKN: 710000, Ticker-Symbol: DAI, NASDAQ OTC-Symbol: DDAIF) mit Sitz in Stuttgart ist ein deutscher Hersteller von Personenkraftwagen und Nutzfahrzeugen Ihre bekannteste Marke ist Mercedes Benz. Die Daimler AG ist außerdem Anbieter von Finanzdienstleistungen und die erste global notierte Aktiengesellschaft.

Die Daimler AG ist eines der größten Automobilunternehmen der Welt. Mit den Geschäftsfeldern Mercedes-Benz Cars, Daimler Trucks, Mercedes-Benz Vans, Daimler Buses und Daimler Financial Services gehört die Daimler AG zu den größten Anbietern von Premium-Pkw und ist der größte weltweit aufgestellte Nutzfahrzeug-Hersteller. Daimler Financial Services bietet Finanzierung, Leasing, Flottenmanagement, Versicherungen und innovative Mobilitätsdienstleistungen an. (01.04.2021/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
77,39 € 75,36 € 2,03 € +2,69% 16.04./17:45
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0007100000 710000 77,96 € 26,30 €
Metadaten
Ratingstufe:Ohne
Analysten: Jochen Kauper
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
77,76 € +2,61%  16.04.21
Hamburg 77,60 € +3,26%  16.04.21
Berlin 77,73 € +3,06%  16.04.21
Nasdaq OTC Other 93,30 $ +3,03%  16.04.21
München 77,80 € +2,92%  16.04.21
Frankfurt 77,87 € +2,91%  16.04.21
Hannover 77,51 € +2,84%  16.04.21
Stuttgart 77,75 € +2,79%  16.04.21
Düsseldorf 77,72 € +2,71%  16.04.21
Xetra 77,39 € +2,69%  16.04.21
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