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DEUTZ: Es bleibt spannend - Aktienanalyse




10.10.19 09:20
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - DEUTZ-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Michael Schröder vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie des Motorenbauers DEUTZ AG (ISIN: DE0006305006, WKN: 630500, Ticker-Symbol: DEZ, Nasdaq OTC-Symbol: DEUZF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.

Bei DEUTZ tue sich einiges. Vor wenigen Tagen seien Fortschritte beim Joint Venture mit Chinas größter Baumaschinenhersteller Sany vermeldet worden. Gestern sei mit dem Kauf von Futavis die Elektrifizierungsstrategie mit einem Batterie-Spezialisten erweitert worden. Über allem würden die aktuelle operative Entwicklung und ein langer Streit mit einem Zulieferer schweben.

Ende September habe DEUTZ die Gewinnprognosen anpassen müssen. Die EBIT-Marge vor Sondereinflüssen für 2019 werde voraussichtlich bei vier bis fünf Prozent liegen. Bislang habe der Motorenhersteller hier mit mindestens fünf Prozent geplant. Die Umsatzprognose sei dagegen unverändert geblieben. Trotz des herausfordernden Marktumfelds werde - auch dank gut gefüllter Orderbücher - weiter eine Umsatzsteigerung auf mehr als 1,8 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,78 Milliarden Euro) erwartet.

DEUTZ habe dabei erklärt, dass sich die Insolvenz eines großen Zulieferers - hierbei handle es sich um die "Gusswerke Saarbrücken", die zusammen mit den "Gusswerken Leizig" die "Avir Guss" bilde - bei dem Motorenhersteller finanziell nachteilig auswirken werde. Die Insolvenz sei das vorerst letzte Kapitel eines komplizierten Streits zwischen dem ehemaligen Avir Guss-Eigentümer Prevent und dem Großkunden VW, der nach deutlichen Preiserhöhungen, einem Lieferstopp, dem Kauf des Unternehmens durch die Sanierungsberatung One Square in einem Streit über die Übernahme der Sanierungskosten gemündet sei.

Der Motorenhersteller müsse dem Vernehmen nach einen Kredit an den Lieferanten abschreiben. Das ausgereichte Darlehen an den Zulieferer werde dabei als Finanzinstrument bewertet. Daher würden alle daraus erzielten Ergebnisse wie Zinserträge oder potenzielle Abschreibungen das Finanzergebnis treffen - und nicht Zulasten des EBIT gehen. Aus Finanzkreisen heiße es dazu: Ob und in welcher Höhe es hier zu einer Belastung kommen werde, sei noch offen, da die Gespräche mit dem Insolvenzverwalter noch sehr frisch seien.

Die gemeldete Reduktion der EBIT-Marge sei aus Sicht des "Aktionär" dagegen auf die zu erwartenden höheren Preise für die Guss-Produkte zurückzuführen, die DEUTZ vermutlich künftig zu zahlen habe. Frei nach dem Motto: Die Versorgung durch den insolventen Zulieferer scheine zwar gesichert. Der Insolvenzverwalter werde die Teile jedoch nicht mit Verlust verkaufen. Da DEUTZ die Teile aber benötige, seien vermutlich höhere Preise fällig.

Allerdings habe der Vorstand nach den Zulieferproblemen im letzten Jahr den Aufbau einer zweiten Bezugsquelle angekündigt. Bis so eine Partnerschaft anlaufe, würden in der Regel zwölf bis 18 Monate vergehen. Damit könnte DEUTZ die Guss-Produkte schon bald wieder zu "normalen" Konditionen einkaufen.

Was bedeute das Ganze? Die höheren Einkaufspreise würden das EBIT zumindest temporär belasten. Die Belastung aus dem Kreditausfall könnte im laufenden Jahr auf das Finanzergebnis drücken. Dies könnte wiederum durch weitere Erlöse aus dem Grundstücksverkauf in Köln-Deutz von rund 50 Millionen Euro, die im Schlussquartal verbucht werden sollten, kompensiert werden.

Die Aktie sei nach einem starken Jahresauftakt zuletzt wieder deutlich zurückgefallen und notiere aktuell auf dem Niveau vom Jahresanfang. Die nächsten offiziellen Zahlen gebe es am 7. November. Kurzfristig bleibe es also spannend, mittel- und langfristig überwögen die Chancen, zumal auf dem aktuellen Kursniveau viele negative Aspekte eingepreist sein sollten. Zu diesem Schluss komme auch das Gros der Analysten, die die Aktie auch nach der jüngsten Prognoseanpassung im Schnitt erst bei 7,90 Euro fair bewertet sehen würden.

"Der Aktionär" spekuliert im Real-Depot auf ein Comeback des Motorenherstellers, so Michael Schröder. (Analyse vom 10.10.2019)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen/ genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

Börsenplätze DEUTZ-Aktie:

Xetra-Aktienkurs DEUTZ-Aktie:
5,105 EUR +1,29% (10.10.2019, 09:09)

Tradegate-Aktienkurs DEUTZ-Aktie:
5,055 EUR -0,49% (10.10.2019, 09:19)

ISIN DEUTZ-Aktie:
DE0006305006

WKN DEUTZ-Aktie:
630500

Ticker-Symbol DEUTZ-Aktie:
DEZ

Nasdaq OTC Ticker-Symbol DEUTZ-Aktie:
DEUZF

Kurzprofil DEUTZ AG:

Die DEUTZ AG (ISIN: DE0006305006, WKN: 630500, Ticker-Symbol: DEZ, Nasdaq OTC-Symbol: DEUZF) steht seit seiner Gründung im Jahr 1864 für Pioniergeist, Leidenschaft und Innovationskraft. Das Kölner Unternehmen ist Vorreiter in der Entwicklung umweltfreundlicher und effizienter Antriebstechnologien. Die kundenspezifischen Lösungen von DEUTZ bieten nachhaltig hohe Qualität und zuverlässige Leistung bei wirtschaftlichen Gesamtkosten. DEUTZ will als führender unabhängiger Anbieter im Premiumsegment der Innovationstreiber für marktgerechte Technologien sein. Das Unternehmen bietet seinen Kunden nicht nur Motoren, sondern auch komplette Systemlösungen und umfassende Servicedienstleistungen. (10.10.2019/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
5,08 € 5,11 € -0,03 € -0,59% 20.01./10:12
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0006305006 630500 9,05 € 4,52 €
Metadaten
Ratingstufe:Ohne
Analysten: Michael Schröder
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
5,09 € -1,83%  10:20
Berlin 5,115 € -0,39%  09:51
Xetra 5,08 € -0,59%  10:12
Stuttgart 5,09 € -0,68%  10:00
Frankfurt 5,10 € -0,78%  09:55
Hannover 5,11 € -0,87%  08:10
Hamburg 5,105 € -0,97%  08:09
München 5,11 € -0,97%  08:00
Düsseldorf 5,12 € -1,16%  08:20
  = Realtime
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