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DAX zeigt sich stabil




14.02.20 09:54
Helaba

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Zuletzt war der DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) in der Lage, sich von den Entwicklungen rund um das Coronavirus zu lösen, berichten die Analysten der Helaba.

In einer Phase weiter stark steigender Infektions- und Todesfallzahlen habe der deutsche Leitindex ein neues Rekordhoch markiert. Gestern sei vorübergehend etwas Ernüchterung an den hiesigen Markt zurückgekehrt. Die Unterstützung in Form einer Strukturprojektion (13.722) habe jedoch auf Schlusskursbasis verteidigt werden können. Dennoch sei anzumerken, dass das neue Hoch von nicht idealtypischen, charttechnischen Rahmenbedingungen begleitet worden sei. Auch könnten verstärkt nach unten korrigierte Prognosen zukünftig das Sentiment belasten. Beispielsweise erwarte die Internationale Energiebehörde (IEA) in diesem Quartal den ersten Rückgang der weltweiten Öl-Nachfrage seit dem Höhepunkt der Finanzkrise im Jahr 2009. Die bisherigen Schätzungen seien um 365.000 bpd nach unten korrigiert worden. Auch die Autonachfrage sei in China seit dem Virus-Ausbruch eingebrochen.

Hingegen habe die EU-Kommission an ihrer Wachstumsprognose festgehalten. Für Rückenwind am Aktienmarkt habe die Nachricht gesorgt, dass der britische Finanzminister zurücktrete. Offenbar, so scheine es, habe er sich mit Boris Johnson überworfen. Sein Nachfolger solle Rishi Sunak werden. Die weitere Entwicklung rund um das Coronavirus werde auch heute wieder im Fokus stehen, zumal die Zahl von Infizierten auf über 65.000 angewachsen sei und über 1.500 Tote zu beklagen seien. Heute würden weitere Quartalsberichte präsentiert.

Auf das Rekordhoch vom Mittwoch sei am Donnerstag eine zwischenzeitliche Korrektur gefolgt, welche jedoch im Bereich der Supportzone von 13.580/13.600 Zählern geendet und für einen langen unteren Schatten an der Tageskerze gesorgt habe. Wie lange sich der DAX immer wieder erfolgreich gegen derartige Abwärtsbewegungen zur Wehr setzen könne, bleibe abzuwarten. Grundsätzlich gelte, dass sehr steil verlaufende Anstiegsbewegungen schwer durchzuhalten seien. Insbesondere dann, wenn diese von unterdurchschnittlicher Schwungkraft, einer zu geringen Trendstärke, negativen Divergenzen sowie einer unausgewogenen Strukturkonstellation bei den DAX-Komponenten begleitet würden, wie es aktuell der Fall sei. Die bei 13.722 Zählern verlaufende Strukturprojektion sowie der Swing Point bei 13.640 Punkten hätten sich zuletzt als tragfähig erwiesen. Sollten diese Marken durchbrochen werden, würden sich weitere Haltemarken bei 13.588, 13.484, 13.431 (21-Tagelinie) und 13.319 (55-Tagedurchschnitt) finden. Auf der Oberseite gehe von den Marken bei 13.801, 13.818, 13.857 und 13.939 Widerstand aus. (14.02.2020/ac/a/m)





 
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