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Kolumnist: Cornelia Frey

DAX weiter unter 12.000er Marke




07.09.18 16:00
Cornelia Frey

Euwax

Daten: Deutsche Produktion und Exporte enttäuschen                  
                  
- Von Holger Scholze, Börse Stuttgart TV News Redaktion -

Nach einer bislang sechstägigen Talfahrt des DAX zeichnete sich heute zunächst ein vorsichtiger Stabilisierungsversuch ab. So notierte der deutsche Leitindex zu Beginn des Handelstages im Hoch bei 11.990 Punkten. Mittlerweile liegt der Kurs aber bei 11.922 Zählern mit 0,3 Prozent im Minus. Das ist der tiefste Stand seit fünf Monaten.

Da deutsche Konjunkturdaten zu den Exporten und der Industrie im Monat Juli an diesem Morgen erneut schwach ausfielen, könnte dies womöglich zusätzlich auf die ohnehin schon trübe Stimmung der Anleger drücken.

Gestern war das deutsche Börsenbarometer erstmals wieder seit Anfang April unter der psychologisch wichtigen Marke von 12.000 Punkten aus dem Handel gegangen. Im bisherigen Wochenverlauf rutschte der DAX damit um fast dreieinhalb Prozent ab.

Vor allem der internationale Handelskonflikt und die Währungskrisen in einigen Schwellenländern bringen Nervosität auf das Börsenparkett.

Die US-Arbeitsmarktdaten drückten den Euro unter die Marke von 1,16 US-Dollar. So notiert die Gemeinschaftswährung aktuell auf Tagestief bei 1,1583 US-Dollar.

Im Juli wurden in der US-Wirtschaft 201.000 neue Stellen geschaffen. Ökonomen hatten zwar mit 193.00 und damit etwas weniger neuen Jobs gerechnet, allerdings wurden die Zahlen aus den beiden Vormonaten um insgesamt 50.000 Stellen nach unten korrigiert.

Die Arbeitslosenquote blieb bei 3,8 Prozent konstant.

Die durchschnittlichen Stundenlöhne stiegen um 0,4 Prozent. Ökonomen hatten hier ein Plus von 0,2 Prozent erwartet.

Dadurch bekam der US-Dollar etwas Aufwind.

Produktion und Außenhandel

Die deutsche Industrie und die Exportwirtschaft haben im Juli Rückschläge hinnehmen müssen. Dies wird durch die heute veröffentlichten Daten des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden belegt.

Während das verarbeitende Gewerbe seine Produktion den zweiten Monat in Folge verringerte, gingen die Ausfuhren zur Überraschung von Experten zurück.
Der Euro gab nach Veröffentlichung der Daten etwas nach und pendelt nun bei 1,1610 US-Dollar.

Die Ausfuhren verringerten sich demnach um 0,9 Prozent gegenüber dem Vormonat. Analysten hatten dagegen einen Zuwachs von 0,3 Prozent erwartet. Die Einfuhren stiegen dagegen um kräftige 2,8 Prozent an.

Allerdings erhöhten sich sowohl die Exporte als auch die Importe im Vergleich zum Vorjahresmonat jeweils deutlich. Der Monatsvergleich beschreibt eher die kurzfristige, der Jahresvergleich eher die mittelfristige Entwicklung des Außenhandels.

Die Gesamtproduktion fiel unterdessen um 1,1 Prozent zum Vormonat. Analysten hatten dagegen mit einem Anstieg um 0,2 Prozent gerechnet. Der Rückgang folgt auf ein Minus von korrigiert 0,7 (zunächst 0,9) Prozent im Juni.

Ausschlaggebend für den jüngsten Rückgang war die Warenherstellung in der Industrie, die um 1,9 Prozent sank. Die Energieerzeugung stagnierte, währen die Aktivität am Bau höher war.

Die Daten folgen auf schwache Auftragszahlen für die deutsche Industrie vom Donnerstag. Fachleute nennen mehrere Gründe für diese Entwicklung, darunter den von den USA ausgehenden Handelsstreit mit vielen großen Volkswirtschaften.

Einzelwerte

Mit Blick auf deutsche Einzelwerte gibt es an diesem Morgen nur wenige Neuigkeiten.

Die Anteilsscheine von Airbus zeigen sich nach anfänglichen Gewinnen inzwischen nahezu unverändert 104,36 Euro. Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern stoppte den lange geplanten Verkauf der Werke seiner deutschen Tochter Premium Aerotec, wie das “Handelsblatt” in seiner Online-Ausgabe berichtet. Der Konzern habe monatelang Gespräche mit einem großen Kreis möglicher Käufer geführt bevor dann aber vor der Sommerpause Schluss gewesen sei. Die Tochter habe zu viele operative Probleme, hieß es unter Berufung auf Beteiligte.

Eine Studie der Privatbank Berenberg zum Biotechnologie-Sektor bewegte bisher vor allem die Aktien von Morphosys. Aktuell liegen sie bei 94,80 Euro mit 0,6 Prozent im Minus.
Vorbörslich hatte sie noch um bis zu 4,6 Prozent nachgegeben. Analystin Klara Fernandes sieht nach einem bisher ereignisreichen Jahresverlauf nun mehr Risiken als Chancen. Nach den Gewinnen der Aktie in den vergangenen zwölf Monaten reiche nun auch das Kurspotenzial nicht mehr für eine Kaufempfehlung aus, schrieb sie und ist jetzt neutral gestimmt.

Spekulationen um HNA-Beteiligung drückt Kurs der Deutschen Bank

Die Aktien der Deutschen Bank sind heute erneut unter Druck geraten.
Sie fielen inzwischen um 2,9 Prozent auf 9,48 Euro und damit auf den tiefsten Stand seit Mitte Juli.

Händler verwiesen auf Spekulationen, dass der an dem Geldhaus beteiligte chinesische Mischkonzern HNA komplett aussteigen könnte. Bereits im April hatte HNA die Beteiligung auf weniger als acht Prozent reduziert. Zuletzt waren es laut aktueller Angaben der Deutschen Bank noch rund 7,6 Prozent.

Nach einer jahrelangen Einkaufstour in aller Welt habe man Geldsorgen, hieß es. Nun übe vor allem die chinesische Regierung Druck aus, dass sich HNA auf das Flugliniengeschäft konzentrieren solle. Wann und wie der Ausstieg bei der Deutschen Bank erfolgen werde, sei aber noch unklar, hieß es weiter.

HNA war erst zum Anfang des vergangenen Jahres zum Hauptaktionär der Deutschen Bank aufgestiegen, vor dem Vermögensverwalter Blackrock und dem Emirat Katar. Die Chinesen hatten in den vergangenen Jahren massiv Firmen und Immobilien zugekauft. Der dabei angehäufte Schuldenberg entpuppt sich nun wohl als immer größeres Problem. Der Konzern arbeitet derzeit daran, die Geldnöte über milliardenschwere Immobilien- und Anteilsverkäufe zu lindern.

Bayer nach Analystenkommentar erneut DAX-Schlusslicht

Die Analysten von Jefferies senkten heute ihre Einschätzung für die Bayer-Aktien. Die Empfehlung liege bei “halten”. Das Kursziel wurde von 89 auf 84 Euro reduziert.

Die Stimmung scheint aber so negativ zu sein, dass Anleger sich massiv von den Anteilen trennen. Die Papiere verbilligten sich bisher um 3,8 Prozent auf 72,05 Euro. Das ist das tiefste Niveau seit dem Jahr 2013.

Als DAX-Schwergewicht belastet das natürlich auch den gesamten Index.

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