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DAX auf Allzeithoch und zuversichtlich stimmende Exportdynamik




06.04.21 09:45
DONNER & REUSCHEL AG

Hamburg (www.aktiencheck.de) - Der DAX konnte schon Ende März die bisher unerreichte Marke von 15.000 Punkten überspringen und zeigt derzeit keine Anzeichen einer größeren Verschnaufpause, so Carsten Mumm, Chefvolkswirt bei der Privatbank DONNER & REUSCHEL.

Die Treiber der aktuellen Rally seien einerseits die schon seit letzten Herbst stattfindenden Umschichtungen zulasten der Gewinner in der Coronakrise, v.a. aus dem Technologiebereich, und zugunsten zyklischer bzw. vom anstehenden überdurchschnittlichen globalen Konjunkturaufschwung profitierender Unternehmen. Genau hier habe der DAX einen Schwerpunkt mit den Branchen Maschinen-, Anlagen- und Fahrzeugbau, Chemie oder auch Baustoffe sowie Logistik.

Einen besonders deutlichen Kursschub hatten die Autobauer zu verzeichnen, nachdem sich die massiven Investitionen in Elektroantriebe in den letzten Jahren auszuzahlen scheinen, so die Experten von DONNER & REUSCHEL. Zuletzt habe zudem der Finanzsektor aufgrund der Aussicht auf inflationsbedingt steigende Zinsen profitiert. Wegen seines Schwerpunkts im Bereich zyklischer Werte habe der DAX im internationalen Indexvergleich noch weiteres Aufholpotenzial. Der DAX-Kursindex (exklusive Dividenden) notiere derzeit gerade einmal kurz über seinen Höchstständen von 2017, während bspw. US-amerikanische Indices auf Kursbasis schon lange immer wieder neue Allzeithochs markiert hätten.

Zwar seien Aktienbörsen den realwirtschaftlichen Entwicklungen in der Regel einige Monate voraus, hätten also bereits einen Großteil der wirtschaftlichen Erholung nach der globalen Corona-Rezession eingepreist. Trotzdem stehe - voraussichtlich unter zeitweise höheren Schwankungen - weiteren Kursgewinnen in den kommenden Monaten nichts im Wege, denn der Aufschwung werde sich auch 2022 fortsetzen. Die US-Konjunktur werde wohl noch durch mindestens ein sehr großes und mittelfristig wirkendes Fiskalpaket mit Fokus auf Infrastrukturinvestitionen weiter angefeuert, wovon exportorientierte deutsche Unternehmen noch einmal zusätzlich profitieren würden. Entsprechend sei der ifo-Geschäftsklimaindex zuletzt erneut angestiegen.

Der Markit-Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland notiere derzeit mit 66,6 Punkten ebenfalls auf einem Rekordhoch und verdeutliche außergewöhnlich positive Geschäftsaussichten für die Industrie. Das größte Risiko sei kurzfristig, dass die bestehenden Lockdown-Maßnahmen in Europa auf die Industriebetriebe ausgeweitet werden müssten oder Lieferketten durch Grenzschließungen wieder unterbrochen würden und dadurch die europäische Industrie von der boomenden Weltwirtschaft abgeschnitten wäre. (06.04.2021/ac/a/m)






 
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