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Kolumnist: CMC Markets

DAX nach US-Tech-Ausverkauf im Minus – Anleger fürchten den Liquiditätsentzug




14.01.22 09:01
CMC Markets

Der erneute Ausverkauf bei den Technologieaktien in den USA bringt nach den Börsen in Asien auch die europäischen Handelsplätze unter Druck. Der Deutsche Aktienindex dürfte Mühe haben, die im Verlauf der Woche zeitweise zurück eroberte 16.000-Punkte-Marke mit ins Wochenende zu nehmen. Nach dem zwar nur knapp verpassten neuen Allzeithoch in der Vorwoche spricht aus technischer Sicht auch vieles für eine eher schwache zweite Januarhälfte. 
 
Auch weil fundamental die Aussicht auf einen Liquiditätsentzug durch die Zentralbanken weitere Anpassungen in den Portfolios der Investoren notwendig machen dürfte. Die Vertreter der US- Notenbank werden nicht müde, auf die Möglichkeit einer Verkleinerung der Bilanz im Anschluss an die erste Leitzinsanhebung hinzuweisen. Und diese steht für den März an. Was die Anleger dabei verschreckt, ist nicht die Tatsache, dass Liquidität abgeschöpft werden soll, sondern das Tempo, das die Fed bei ihren geldpolitischen Plänen an den Tag legt. Denn gegenüber dem Vormonat haben sich die Erwartungen hinsichtlich Zahl und Höhe der Leitzinsveränderungen nur marginal verändert. Was neu ist, dass sie früher kommen sollen und dass die Fed parallel dazu ihre Bilanz verkleinern will.
 
Die Anleger im Technologiesektor fürchten nun eine hohe Korrelation zwischen der Fed-Bilanz und dem Verlauf des Nasdaq-Index. Weniger Liquidität und damit weniger Risikokapital bedeuten vor allem den Liebesentzug für die auf Wachstum ausgerichteten und häufig noch verlustträchtigen Unternehmen. Wenn die Berichtssaison in den kommenden Wochen es nicht vermag, die Aufmerksamkeit von dieser Gleichung abzulenken, dürfte das Schicksal der Tech-Aktien allein in den Händen der Geldpolitik liegen. Wenn man dem Spiel mit Zuckerbrot und Peitsche folgt, das die Fed betreibt, sollten heftige Schwankungen in beide Richtungen in diesem Sektor die Norm werden, ohne dass ein neuer, sauberer Aufwärtstrend entstehen kann. 
 
Der Ölpreis ist gestern zwar gefallen, kommt aber heute Morgen wieder recht dynamisch zurück. Die Börsen sind nicht in der Lage, sich von der Geisel steigender Energiepreise zu befreien. Denn damit dürfte sich auch das Inflationsgespenst nicht so schnell vom Parkett zurückziehen.




Über CMC Markets
Die CMC Markets Germany GmbH ist ein von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unter der Registernummer 154814 zugelassenes und reguliertes Unternehmen und eine 100-prozentige Tochter der CMC Markets UK Plc mit Sitz in London, einem der weltweit führenden Anbieter von Online-Trading. CMC Markets bietet Anlegern die Möglichkeit, Differenzkontrakte (Contracts for Difference oder kurz „CFDs“) über die Handelsplattform „Next Generation“ zu traden, und ist, gemessen an der Kundenzahl, der führende Anbieter von CFDs in Deutschland. Das Angebot von CMC Markets in Deutschland umfasst CFDs auf über 9.500 verschiedene Werte aus über 20 Märkten. Gehandelt werden können CFDs auf Indizes, Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Exchange Traded Funds (ETFs) sowie auf über 330 Währungspaare. Die 1989 von Peter Cruddas in London gegründete Unternehmensgruppe verfügt heute über Büros u.a. in Deutschland, Australien und Singapur. CMC Markets UK Plc ist an der Londoner Börse notiert. Weitere Informationen über das Unternehmen finden Sie unter www.cmcmarkets.de und www.cmcmarkets.com/group/.

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