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Kolumnist: Christoph Geyer

DAX: Technische Marktanalyse vom 25.04.2018




25.04.18 08:40
Christoph Geyer

Eben noch hatte es den Anschein als könne den DAX nichts mehr bremsen und ein Anstieg über das Top von Ende Februar ist nur eine Frage von wenigen Tagen. Der Widerstand ist ohnehin nur ein sehr schwacher und es bedarf nur ein wenig mehr Umsatz, damit die Handelsteilnehmer Kaufmut fassen und den deutschen Leitindex über die Marke von 12.600 Punkten heben.

Zugegeben, die verpasste Chance in der vergangenen Woche mit dem Doji bei dem missglückten Ausbruch und dem anschließenden Trendbruch lastete etwas auf der Stimmung. Das Halten des Bereichs knapp unter 12.500 Punkten gab allerdings Hoffnung, dass der Ausbruch doch noch gelingen könnte. So stieg der Index im gestrigen Handel auch erneut über den wichtigen Bereich um 12.600 Punkte. Dieses Niveau hätte auf Schlusskursbasis auch genügt, um einen Ausbruch nachhaltig zu gestalten. Allerdings konnte das Niveau nicht gehalten werden und der Schlusskurs lag erneut im Widerstandsbereich.

Nachbörslich kamen dann politische Aussagen: So wie die jüngsten Entspannungssignale aus Korea für eine gewisse Erleichterung an den Märkten sorgten gab es gestern zunächst Sorge um die Zins- und Unternehmensentwicklung und anschließend verunsichernde Aussagen zum Iran. Diese Gemengelage und eben die technisch bereits angeschlagene Lage (beim Dow Jones wurde vor einigen Tagen der kurzfristige Aufwärtstrend gebrochen) führten dann zu einem kräftigen Kurssturz in den USA der heute auch den DAX nach unten ziehen wird.

Damit muss von einem Scheitern im Widerstandsbereich ausgegangen werden. Entsprechend verhalten sich auch die Indikatoren die entweder bereits Verkaufssignale generiert haben (Stochastik-Indikator) oder kurz vor einem solchen stehen (MACD-Indikator). Ein neuer kurzfristiger Abwärtstrend dürfte in den kommenden Tagen etabliert werden. Wichtig in diesem Szenario ist es, dass nach der Dow-Theorie das jüngste Tief im Bereich von 11.700 Punkten nicht unterschritten wird. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht. Immerhin haben politische Börsen kurze Beine und das gilt nicht nur bei positiven Entwicklungen.




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