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DAX: Rekordfieber nun auch in Frankfurt ausgebrochen




04.10.17 12:20
Nord LB

FrankfurtHannover (www.aktiencheck.de) - Im Schlepptau der US-Börsen ist nun auch in Frankfurt wieder das Rekordfieber ausgebrochen, so die Analysten der Nord LB.

Damit rücke beim DAX die psychologisch wichtige Marke von 13.000 Punkten in den Fokus.

Neben den weiterhin niedrigen Zinsen und dem zuletzt etwas weniger starken Euro helfe den Aktienkursen in Europa auch die Hoffnung auf eine positive Entwicklung der US-Wirtschaft. Die zuletzt gemeldeten sehr erfreulichen Zahlen zum ISM PMI Manufacturing würden in der Tat in die Richtung eines stärkeren Wachstums im Land der unbegrenzten Möglichkeiten deuten. Der wohl prominenteste Stimmungsindikator für die Wirtschaft Nordamerikas habe im September weiter zulegen können und signalisiere nun mit sehr beachtlichen 60,8 Zählern eine fast schon gefährliche Euphorie bei den US-Industrieunternehmen; nach mechanistischer Interpretation zeige die Zeitreihe inzwischen bereits ein reales US-Wirtschaftswachstum von über 5% an. Die ökonomische Relevanz der Zahlen zum ISM PMI Manufacturing dürfe sicherlich nicht überbewertet werden, die Angaben würden aber sehr gut zum Bild einer hervorragenden Stimmung in den Unternehmen und an der Börse passen.

Die Hoffnung auf eine umfassende Steuerreform in den USA helfe in diesem Kontext natürlich. Vor allem die Aussicht auf die Möglichkeit, steuergünstig bisher im Ausland geparkte Gewinne zu repatriieren, helfe den US-Papieren. Dieser Punkt sei von großer Bedeutung für die Börsen, da am Markt Erwartungen auf höhere Dividendenzahlungen, verstärkte Aktienrückkäufe und die Realisierung von weiteren Investitionsprojekten mit einem positiven NPV geschürt worden seien. Mittlerweile scheine allerdings eine Menge an "Steuersenkungs-Fantasie" in den Kursen eingepreist zu sein. Die US-Regierung müsse nun auch liefern. Vor allem die Finanzierung der Steuersenkungen könnte nach Einschätzung der Analysten zu einem gewissen Problem für Washington werden. Es sei aber dennoch sehr wahrscheinlich, dass man perspektivisch Lösungen finden werde.

Hilfreich für die Kurse der Dividendenpapiere könnten auch die von US-Medienberichten ausgelösten Spekulationen sein, dass Jerome Powell - und nicht etwa Kevin Warsh - die besten Karten für die Nachfolge Janet Yellens an der Spitze der FED haben könnte. Powell gelte im Vergleich zu Warsh als weniger "hawkish". Diese Nachricht übe zwar einen gewissen Druck auf die US-Währung aus, da stärker steigende Zinsen aber natürlich Gift für den US-Aktienmarkt wären, möge das Hoffen auf einen weniger "falkenhaften" FED-Chef dem DAX wohl auch helfen können.

Der jüngste Kursanstieg übe einen bemerkenswerten Druck auf die Risikoprämien aus. Damit würden geopolitische Risiken von den internationalen Aktienmärkten immer stärker ausgeblendet. Mögliche Probleme in Nordkorea und Katalonien könnten entsprechend schon zu nachhaltigeren Belastungen führen.

Trotz des Hoffens auf Jerome Powell bleibe die FED-Geldpolitik aber wohl das größte Risiko für den US-Aktienmarkt. Sobald die Rendite von fünfjährigen Staatsanleihen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten nachhaltig über die Marke von 2,0% springe, wären Anleger im USD-Universum nicht mehr im Zustand des Anlagenotstandes gefangen. Dieses Faktum müsste nach Auffassung der Analysten einen gewissen Druck auf die US-Aktienindices auslösen. Trotz eines dann wohl gestärkten Dollars könnte sich der DAX von dieser Abwärtsbewegung sicherlich nicht abkoppeln.

Auch beim DAX sei inzwischen wieder das Rekordfieber ausgebrochen. Die internationalen Aktienmärkte würden offenkundig auf die Stärke der US-Wirtschaft hoffen. Geopolitische Risiken würden damit immer stärker ignoriert. Störfeuer könnte auch von der FED kommen, die auf das von den Börsen momentan gespielte Szenario eines höheren Wachstums in den USA reagieren müsste. Damit scheinen vor allem nordamerikanische Aktien inzwischen recht ambitioniert bewertet zu sein, so die Analysten der Nord LB. (04.10.2017/ac/a/m)







 
 
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