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DAX (Quartalschart): Die Charme des Schlussquartals - Chartanalyse




15.01.20 09:49
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Das letzte Quartal 2018 ist vielen Aktieninvestoren noch in unguter Erinnerung, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Der Kursabschlag von fast 14% im 4. Quartal vergangenen Jahres stehe dem sonst regelmäßig festzustellenden saisonalen Rückenwind zum Ende des Jahres entgegen. Statistisch betrachtet handele es sich dabei aber um eine absolute Ausnahme. So sei 2018 eine Folge von neun positiven Schlussquartalen in Serie zu Ende gegangen. Auf Basis der Daten seit 1988 hätten DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900)-Anleger in 26 von 31 Jahren in den letzten drei Monaten des Jahres Kurszuwächse einstreichen können. Die Wahrscheinlichkeit für steigende Notierungen der deutschen Standardwerte im Schlussquartal betrage also fast 84%. Aufgrund dieses Ergebnisses sei es mehr als naheliegend, eine Investmentstrategie zu untersuchen, welche lediglich in den letzten drei Monaten des Jahres auf die DAX-Entwicklung setze. Konsequent umgesetzt wären so aus einer Anfangsinvestition von 1 EUR in den letzten gut 30 Jahren 6,58 EUR geworden. Die Strategie schlage damit zwar das Buy-and-hold-DAX-Engagement (8,49 EUR) nicht ganz, doch obwohl Anleger nur in ein Viertel der Zeit investiert seien, würden sie lediglich ein Viertel weniger Ertrag erzielen. Darüber hinaus falle die Volatilität der Q4-Strategie deutlich geringer aus.

Was unterscheide 2019 vom vergangenen Jahr? Konkret: Welche Umstände würden einen ähnlich schwachen Schlussakkord wie 2018 verhindern? Ein wichtiges Puzzleteil stelle dabei die positive Wertentwicklung in den ersten neun Monaten dar. Schließlich hätten die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt im zweiten Schritt untersucht, wie sich der DAX im letzten Quartal des Jahres schlage - unter der Prämisse, dass die deutschen Standardwerte in den drei Quartalen zuvor Kursgewinne hätten verbuchen können. Im mathematischen Sinne hätten sie also eine bedingte Wahrscheinlichkeit untersucht: Wie realistisch sei eine positive Wertentwicklung im letzten Quartal, wenn der DAX zuvor vom 1. Januar bis 30. September bereits habe zulegen können. Seit 1988 ergebe sich eine Trefferquote von 94%, d. h. in 17 von 18 Jahren habe sich eine ohnehin schon konstruktive DAX-Kursentwicklung im 4. Quartal fortgesetzt. Der durchschnittliche Kurszuwachs von 9,5% stelle dabei das Kursplus aller Schlussquartale von 6,9% deutlich in den Schatten. Da eine Auswertung des S&P 500 (ISIN: US78378X1072, WKN: A0AET0) anhand der Daten seit 1960 die Wirksamkeit des "bedingten Saisonmusters" untermauere, würden sich die Ergebnisse der Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt wie folgt zusammenfassen: "War die Wertentwicklung am Aktienmarkt in den ersten neun Monaten positiv, dann geht das 4. Quartal in der Regel nicht schwach!" (15.01.2020/ac/a/m)





 
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